Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Petkovic glaubt an Olympia

+
Andrea Petkovic glaubt an die Teilnahme bei Olympia in London.

Darmstadt - Beschwingt eilt Andrea Petkovic ins Darmstädter Cafe „3Klang“. Sie ist mit sich im Einklang, trägt eine neue Pony-Frisur und versprüht Optimismus pur. Olympia ist noch nicht abgehakt.

Nur die klobigen Schuhe, die aussehen wie Skistiefel und die sie gleich herzeigt, erinnern an den Fehltritt von Stuttgart vor rund sieben Wochen.

Der doppelte Bänderriss ist längst operiert, der große Frust nach dem neuerlichen Verletzungspech von „Drama Queen“ Petkovic verarbeitet - und der olympische Traum lebt. „Ich glaube, Olympia ist noch realistisch. Es ist mein größter Traum, einmal an Sommerspielen teilzunehmen, aber ich werde nicht unter allen Umständen spielen“, sagte Petkovic am Mittwoch dem Sport-Informations-Dienst (SID) und meinte: „Rasen ist schwieriger als Sand. Ich muss 100 Prozent sicher sein, dass der Körper hält.“

Über eine Olympia-Teilnahme will die Weltranglisten-18. kurzfristig entscheiden. „Eine Woche vorher muss ich unter Wettkampfbedingungen alles machen können. Nur dann macht es Sinn“, erklärt Petkovic und erzählt von einigen Überraschungen während ihrer neuerlichen Leidenszeit. „Ich habe manchmal Angst vor mir selbst, wie unkaputtbar ich bin. Gib mir einen Genickbruch und eine Schulter-OP, ich komme da raus.“ Mental sei sie durch die Erfahrung „stärker“ geworden. „Ich habe das Selbstvertrauen, dass ich wieder dahin komme, wo ich war“, betonte die Hessin, die während der Fußball-EM bei jedem Auftritt der Nationalelf im DFB-Trikot vor dem Fernseher sitzt.

Ansonsten ist harte Arbeit für das Comeback angesagt: Nach ihrer Operation Ende April absolviert die 24-Jährige derzeit vormittags ein mehrstündiges Reha-Programm in Darmstadt und macht nachmittags bereits leichtes Schlagtraining in der Tennis-University Schüttler/Waske in Offenbach. Vorhand und Aufschlag - noch keine Rückhand. „Gerade in dieser Woche läuft es sehr gut, ich bin sehr optimistisch. Aber das rechte Bein ist schon ziemlich dünn geworden“, sagte „Petko“, die bei den US Open im Herbst 2011 trotz eines Meniskuseinrisses ins Viertelfinale eingezogen war.

So stöhn ist das Damen-Tennis! Wir zeigen die lautesten Spielerinnen

So stöhn ist das Damen-Tennis! Wir zeigen die lautesten Spielerinnen

So stöhn ist das Damentennis!
Seien Sie froh, dass diese Fotostrecke keinen Ton hat - aber dafür ganz viel Foto: So stöhn ist das Damentennis! © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Hier sehen Sie die Queen des lauten Schreis: Maria Scharapowa. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Die schöne Russin bringt es auf unfassbare 101 Dezibel. Das entspricht einer lauten Motorsäge und liegt knapp unter der Schmerzgrenze - für manche ihrer Gegnerinnen auch deutlich darüber. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Bei so viel Geschrei geraten die spielerischen Fähigkeiten Scharapowas fast in den Hintergrund. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Doch sie ist bei weitem nicht die einzige Spielerin, die grunzt, schreit oder stöhnt. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Dinara Safina, die Schwester von Marat Safin, unterstrich ihre Schläge oft mit einem Ä-Ton. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Ääääääääh! © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Auch Elena Dementieva gab gern Laute von sich, die vor allem männliche Fans grübeln ließen © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Obacht, gleich kommt's! © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Die Sache mit dem Stöhnen hat übrigens nicht zwangsläufig etwas mit Extrakraft zu tun. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Denn auch bei wahren Kraftpaketen wie den Williams-Schwestern, hier Venus, geht es lautstark zur Sache © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Serena steht ihrer Schwester auch da in nichts nach. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Duelle unter den Schwestern sind ein wahrer Ohrenschmaus. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Andrea Petkovic (l.) kann nicht nur gut tanzen, nein, ... © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
... vor ihren Siegen gibt sie lautstark alles! © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Auch Victoria Azarenka konnte glatt als Sirene durchgehen. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Das hier war allerdings ein Jubelschrei. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Michelle Larcher de Brito schlug sie alle! Zwar nicht im Tennis, sondern im Schreien. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Mit 109 Dezibel war sie die lauteste Spielerin von allen. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Und wer hat's erfunden? Hier sehen Sie die Mutter des Stöhnens, Monica Seles. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Schon in ihren Duellen mit Steffi Graf ging sie deutschen Zuschauern damals gehörig auf den Zeiger. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Kommen wir zu den tieferen Tonlagen. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Francesca Schiavones Urschreie waren deutlich tiefer als die der Konkurrenz. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Und jetzt kommen wir zu den ganz tiefen Tönen. Denn wer denkt, dass nur Frauen stöhnen, liegt falsch. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Die weltbesten Männer tun's auch, zum Beispiel Novak Djokovic. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Oder Rafael Nadal, der seine Schläge ebenfalls akustisch untermalt © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Genau so! Roger Federer ist übrigens mucksmäuschenstill. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Auch bei den Männern gibt es zwei Ur-Stöhner. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Jimmy Connors ... © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
... und Andre Agassi. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Bei ihm beschwerten sich die Gegner Ende der 80er-Jahre als Erstes, aber noch immer gibt es keine Lautstärkeregeln. Und so bleibt das Gestöhne ein Teil des Tennis! Nur auf den Tribünen gilt weiterhin: Quiet, please! © Getty

TV-Aufnahmen oder Fotos ihres Fehltritts beim WTA-Turnier von Stuttgart am 26. April, bei dem sie sich neben einem doppelten Bänderriss auch eine Dehnung des dritten Bandes sowie der Syndesmose zugezogen hatte, hat sich Petkovic („Ich habe es knallen hören“) nicht angeschaut.

Erst vier Tage vor dem Malheur hatte die konstanteste Grand-Slam-Spielerin des Vorjahres bei der Fed-Cup-Partie gegen Australien (2:3) ihr Comeback nach dreimonatiger Zwangspause wegen einer Rückenverletzung gefeiert. Petkovic gab jetzt zu, wegen der Blessur „Angst um ihre Karriere“ gehabt zu haben. Sie habe zwar nie den Gedanken gehabt, aufzuhören, aber die Furcht war groß, „dass mein Körper sich „selbst Schranken auferlegt.“

Zu allem Überfluss fühlte sie sich in der Zeit der Zukunftsängste nicht ganz fair von den Medien behandelt. „Ich hatte das Gefühl, dass mir mein Verletzungspech selbst in die Schuhe geschoben wurde“, berichtet die trainingsfleißige Petkovic über die schwierige Zeit, in der sie keine Interviews mehr gab und schmollte. Vergessen.

In diesen Tagen ist der Eintracht-Frankfurt-Fan, der die French Open vor dem TV verfolgte, bester Dinge. Kleine Zweifel aber bleiben. Petkovic: „Ich habe insgesamt ein halbes Jahr verloren und will nicht den Anschluss an die Weltspitze verlieren.“ Auf die Weltranglisten-Position guckt sie nicht, Ziele sind künftig Erfolge bei den großen Turnieren. Damit die Gedanken nicht nur um den gelben Filzball und das Comeback kreisen, lernt die 24-Jährige derzeit fleißig für die Fernuni.

Das neue Studienfach Philosophie treibt aber auch die Einser-Abiturientin gelegentlich in den Wahnsinn. „Wenn einer meint, er ist einigermaßen intelligent und fängt an, Philosophie zu studieren, wird er eines besseren belehrt“, berichtete Petkovic, nimmt einen Schluck Mineralwasser - und entschwindet beschwingt aus dem „3Klang“. Ganz im Einklang mit sich.

SID

Kommentare