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Hacker hatten Daten veröffentlicht

Toursieger Froome kritisiert Anti-Doping-System: Missbrauch möglich

Chris Froome bei der diesjährigen Vuelta a Espana.
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Chris Froome bei der diesjährigen Vuelta a Espana.

München - Der dreifache Tour-de-France-Sieger Christopher Froome hat die Praxis der medizinischen Ausnahmegenehmigungen für verbotene Medikamente kritisiert, obwohl er selbst davon profitierte.

Das bestehende Anti-Doping-System lade zu „Missbrauch“ ein, erklärte der britische Radprofi am Dienstag. Das konnte als Seitenhieb auf seinen einstigen Teamkapitän Bradley Wiggins verstanden werden.

Hacker hatten Froomes Daten, wie die seines Vorgängers als Toursieger, Wiggins, öffentlich gemacht. Demnach habe Froome in seiner Karriere zweimal offiziell erteilte Genehmigungen erhalten. „Das waren therapeutische Maßnahmen“, rechtfertigte sich der jetzige Sky-Kapitän. Darüber berichtete die Nachrichten-Agentur AP.

„Ich weiß, dass ich die Regeln nicht nur ertragen muss, sondern ich muss weitergehen“, um der Vorbild-Funktion auch „moralisch und ethisch“ gerecht zu werden“, teilte er via Twitter mit. Ihm sei es nie um den „Sieg um jeden Preis“ gegangen.

Vor zwei Tagen hatte sich Olympiasieger und Ex-Tour-Sieger Wiggins gegen Kritik wegen der Einnahme des auf der Dopingliste stehenden Mittels Triamcinolon vor wichtigen Rennen zur Wehr gesetzt. „Es ging nicht darum, einen unfairen Vorteil zu erlangen. Ich leide mein Leben lang unter Asthma. Ich bin damals zu meinem Teamarzt gegangen, und wir haben einen Spezialisten aufgesucht, um die Probleme zu behandeln“, hatte Wiggins in einem BBC-Interview erklärt.

dpa

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