Moralische Unterstützung

Haas: "Lisicki kann Wimbledon gewinnen!"

Tommy Haas
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Tommy Haas wird genauso wie Sabine Lisicki nächstes Jahr beim Tennisturnier in Wimbledon teilnehmen

Stuttgart - Tennisspieler Tommy Haas glaubt weiterhin an Sabine Lisicki. Der Sieg bei wimbledon ist für "Bine" auch weiterhin in den nächsten Jahren möglich sein.

Tommy Haas rechnet damit, dass Sabine Lisicki auch in den nächsten Jahren zu den heißesten Anwärterinnen auf den Turniersieg in Wimbledon zählen wird. „Ich glaube, sie wird auch in Zukunft gute Chancen haben, den Titel zu holen“, sagte Haas am Rande des ATP-Turniers in Stuttgart. Bei dem mit 410.200 Euro dotierten Sandplatzturnier auf dem Weissenhof ist der 35-Jährige vor Philipp Kohlschreiber (Augsburg) an Nummer eins gesetzt.


Haas lobte Lisicki ungeachtet ihrer 1:6, 4:6-Niederlage im Endspiel gegen die Französin Marion Bartoli. „Für Sabine ist schon ein kleiner Traum in Erfüllung gegangen. Ganz Deutschland stand hinter ihr. Respekt und Hut ab vor ihrer Leistung. Im Finale war sie dann vielleicht ein bisschen zu nervös“, sagte der Weltranglisten-Elfte, der im Achtelfinale von Wimbledon an Branchenführer Novak Djokovic (Serbien) gescheitert war.

Bereits am Sonntag hatte Haas erklärt, dass er 2014 wieder für Deutschland antreten wolle. „Der Plan ist es, nächstes Jahr noch einmal Davis Cup zu spielen“, sagte der Wahl-Amerikaner mit Wohnhsitz Los Angeles am Rande seines erfolgreichen Bundesliga-Auftritts für Grün-Weiss Mannheim.


Sie hat eine Rasenallergie! Sechs Fakten zu Sabine Lisicki

Sie hat eine Rasenallergie! Sechs Fakten zu Sabine Lisicki

Bum-Bum-Bine, Doris Becker, Sab Fab – in London hat sich Sabine Lisicki in den vergangenen Jahren so manchen Spitznamen erspielt. Alle Jahre wieder zeigt sie in Wimbledon ihr bestes Tennis. Doch wer ist Sabine Lisicki überhaupt? Wir verraten Ihnen sechs wichtige Fakten zu ihr. © dpa
Kindheit: Ihre Eltern Richard und Elisabeth wanderten als Aussiedler aus Polen nach Deutschland ein. Lisicki begann mit sieben Jahren Tennis zu spielen. Sie spricht Deutsch, Englisch und Polnisch. Das Duell mit Mutter Elisabeth wurde ihr schnell zu langweilig, da traf es sich gut, dass der Vater Tennistrainer ist. Mit 14 Jahren wechselte Lisicki von Berlin nach Florida in die Tennisakademie von Trainer-Legende Nick Bolleterie. „Das geschah alles freiwillig, ich musste meinen Papa ja sogar anbetteln, dass er mir Stunden gibt“, erzählte Lisicki in der Talkrunde bei Markus Lanz. Ihr Vater ist bis heute ihre wichtigste Bezugsperson und reist mit ihr auf der Tour. © dpa
Beste Deutsche: 2008 löste sie als Nummer 89 der Welt Martina Müller als beste deutsche Spielerin ab. Ihr bisher höchste Platzierung (Stand 2. Juli 2013) erreichte die aktuelle Weltranglisten-24. am 21. Mai 2012 mit Rang zwölf. In Wimbledon war Lisicki schon zweimal im Viertelfinale (2009, 2012) und je einmal im Halbfinale (2011) und im Finale (2013). Gegen Serena Williams verlor sie beim Stand von 6:2, 1:0 neun Spiele in Folge, konnte das Match aber noch drehen. Mit 210 km/h hält sie den inoffiziellen Aufschlagrekord. © dpa
Rasenallergie: Bei Lisicki wurde neben einer Glutenunverträglichkeit auch eine Rasenallergie festgestellt. Aufhalten lässt sie sich davon aber nicht. © dpa
Alkohol: Die Lust nach Partyexzessen verspürte Lisicki in ihrer Jugend nie. „Ich mag keinen Alkohol. Ich war immer früh im Bett, um am nächsten Tag zu trainieren“, so Lisicki. Tennis ist ihre ganze Leidenschaft: „Es gibt nichts Schöneres, als vor 15 000 Fans auf dem Platz zu stehen.“ Auch eine mögliche Musikerkarriere schlug sie dafür aus. © dpa
Verletzungen: 2010 musste sie wegen einer Knöchelverletzung mehrere Monate pausieren. 2011 starb sie fast an einer Lebensmittelvergiftung, die sie sich bei einem Turnier in China zugezogen hatte. „Es war eine lebensbedrohliche Situation. Ich war extremst dehydriert, fast bewusstlos“, sagte Lisicki damals. © dpa
Hobbies: Vor Wimbledon 2013 schaute Lisicki beim Royal Ascot, einem traditionsreichen britischen Pferderennen südlich von Windsor, vorbei. Während ihrer Reisen auf der Tennis-Tour überredete sie Mama Elisabeth, eine Künstlerin, immer wieder Sehenswürdigkeiten zu besuchen. © dpa

Zuletzt hatte Tommy Haas im Erstrundenmatch im Februar 2012 in Bamberg gegen Argentinien (1:4) im Davis Cup gespielt. Der einstige Weltranglisten-Zweite hat in dem Mannschafts-Wettbewerb eine gute Bilanz von 22:9 Siegen. Der neue Bundestrainer Carsten Arriens hatte sein Amt im vergangenen November angetreten und sogleich erklärt, dass er sich eine Rückkehr von Haas wünsche.

SID

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