Früherer Wimbledon-Sieger

Stich: Lisicki kann New York und Melbourne holen

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Der frühere Wimbledon-Sieger Michael Stich (44) traut Tennis-Profi Sabine Lisicki (23) den Titel bei den kommenden Grand-Slam-Turnieren zu.

Hamburg - Der frühere Wimbledon-Sieger Michael Stich (44) traut Tennis-Profi Sabine Lisicki (23) den Titel bei den kommenden Grand-Slam-Turnieren zu.

„Wenn sie sich weiterentwickelt, noch mehr lernt und sich verbessert, kann sie ohne Frage die US Open und auch die Australian Open gewinnen“, sagte Stich dem SID. Lisicki habe das Talent dazu und nehme diese Erkenntnis von ihrer Finalteilnahme im All England Club von Wimbledon mit: „Sie muss jetzt dranbleiben und auch den Anspruch stellen, dass sie das erreichen will. Das tut sie ja auch.“


Sie hat eine Rasenallergie! Sechs Fakten zu Sabine Lisicki

Sie hat eine Rasenallergie! Sechs Fakten zu Sabine Lisicki

Bum-Bum-Bine, Doris Becker, Sab Fab – in London hat sich Sabine Lisicki in den vergangenen Jahren so manchen Spitznamen erspielt. Alle Jahre wieder zeigt sie in Wimbledon ihr bestes Tennis. Doch wer ist Sabine Lisicki überhaupt? Wir verraten Ihnen sechs wichtige Fakten zu ihr. © dpa
Kindheit: Ihre Eltern Richard und Elisabeth wanderten als Aussiedler aus Polen nach Deutschland ein. Lisicki begann mit sieben Jahren Tennis zu spielen. Sie spricht Deutsch, Englisch und Polnisch. Das Duell mit Mutter Elisabeth wurde ihr schnell zu langweilig, da traf es sich gut, dass der Vater Tennistrainer ist. Mit 14 Jahren wechselte Lisicki von Berlin nach Florida in die Tennisakademie von Trainer-Legende Nick Bolleterie. „Das geschah alles freiwillig, ich musste meinen Papa ja sogar anbetteln, dass er mir Stunden gibt“, erzählte Lisicki in der Talkrunde bei Markus Lanz. Ihr Vater ist bis heute ihre wichtigste Bezugsperson und reist mit ihr auf der Tour. © dpa
Beste Deutsche: 2008 löste sie als Nummer 89 der Welt Martina Müller als beste deutsche Spielerin ab. Ihr bisher höchste Platzierung (Stand 2. Juli 2013) erreichte die aktuelle Weltranglisten-24. am 21. Mai 2012 mit Rang zwölf. In Wimbledon war Lisicki schon zweimal im Viertelfinale (2009, 2012) und je einmal im Halbfinale (2011) und im Finale (2013). Gegen Serena Williams verlor sie beim Stand von 6:2, 1:0 neun Spiele in Folge, konnte das Match aber noch drehen. Mit 210 km/h hält sie den inoffiziellen Aufschlagrekord. © dpa
Rasenallergie: Bei Lisicki wurde neben einer Glutenunverträglichkeit auch eine Rasenallergie festgestellt. Aufhalten lässt sie sich davon aber nicht. © dpa
Alkohol: Die Lust nach Partyexzessen verspürte Lisicki in ihrer Jugend nie. „Ich mag keinen Alkohol. Ich war immer früh im Bett, um am nächsten Tag zu trainieren“, so Lisicki. Tennis ist ihre ganze Leidenschaft: „Es gibt nichts Schöneres, als vor 15 000 Fans auf dem Platz zu stehen.“ Auch eine mögliche Musikerkarriere schlug sie dafür aus. © dpa
Verletzungen: 2010 musste sie wegen einer Knöchelverletzung mehrere Monate pausieren. 2011 starb sie fast an einer Lebensmittelvergiftung, die sie sich bei einem Turnier in China zugezogen hatte. „Es war eine lebensbedrohliche Situation. Ich war extremst dehydriert, fast bewusstlos“, sagte Lisicki damals. © dpa
Hobbies: Vor Wimbledon 2013 schaute Lisicki beim Royal Ascot, einem traditionsreichen britischen Pferderennen südlich von Windsor, vorbei. Während ihrer Reisen auf der Tennis-Tour überredete sie Mama Elisabeth, eine Künstlerin, immer wieder Sehenswürdigkeiten zu besuchen. © dpa

Lisicki war beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon bis ins Finale vorgedrungen, hatte dort jedoch gegen die Französin Marion Bartoli verloren. „Da ist Sabine sicherlich mehr an ihren Nerven gescheitert und nicht an ihrem Vermögen“, sagte Stich, der nach dem Turnier einen „Hype“ im deutschen Tennis feststellt: „Wir haben eine größere mediale Aufmerksamkeit, und auch die Jugendlichen haben wieder jemanden, dem sie nacheifern können“, sagte der frühere Weltranglistenzweite: „Wir brauchen immer wieder Erfolge. Sabine hat das toll und super sympathisch gemacht, auch wenn sie dann im Finale verloren hat.“

Das nächste Grand-Slam-Turnier findet vom 26. August bis 9. September in New York statt, die Australian Open werden vom 13. bis zum 26. Januar 2014 ausgetragen.

sid

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