Vorwürfe gegen den DSV

Verlust des Weltcupsieges droht - jetzt spricht Stefan Luitz über den Vorfall

+
Zu früh gefreut? Stefan Luitz könnte seinen Weltcupsieg von Beaver Creek verlieren.

Mit seinem Sieg im Riesenslalom von Beaver Creek hat Stefan Luitz die ganze Ski-Welt überrascht. Doch nur eine Woche danach droht ihm die nachträgliche Disqualifikation - weil der Verband eine Regel missachtete.

Update vom 8. Dezember 2018: Skirennfahrer Stefan Luitz hat sich erstmals nach Bekanntwerden seines Verstoßes gegen die Anti-Doping-Regeln des Skiweltverbands öffentlich geäußert. „Es ist sehr ärgerlich. Vor allem, dass es vor dem nächsten Rennen zu so einer Situation kommt“, sagte der 26-Jährige in einem am Samstag ausgestrahlten Beitrag der ARD vor dem Riesenslalom in Val d'Isère. Auf die Frage, ob nun ein Schatten auf seinem ersten Weltcup-Sieg liege, antwortete Luitz: „Ein bisschen, muss ich sagen. Deswegen ist es noch mehr Anreiz, das nochmal zu zeigen.“

Luitz hatte vergangene Woche in Beaver Creek das erste Mal in seiner Karriere ein Weltcup-Rennen gewonnen. Zwischen den beiden Durchgängen beim Riesenslalom atmete er im Aufenthaltsbereich der Fahrer Sauerstoff durch eine Maske. Damit brach er eine Regel des Skiweltverbands FIS, die das Einatmen von Sauerstoff an einer Wettkampfstätte verbietet. Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA erlaubt diese Methode hingegen explizit. Die Unterschiede zwischen WADA- und FIS-Regeln waren dem Deutschen Skiverband eigenen Angaben zufolge nicht bekannt.

Ob und wie Luitz bestraft wird, ist noch nicht entschieden. Die FIS bestätigte bislang nur eine Untersuchung des Falls. Im Reglement steht, dass auf einen Verstoß eine Disqualifikation folgt. Am Riesenslalom in Val d'Isère nahm Luitz am Samstag teil.

Nach bravouröser Fahrt in Beaver Creek - Luitz droht Verlust des Weltcupsieges

Val d‘Isere - Stefan Luitz droht wegen eines Regelverstoßes die nachträgliche Disqualifikation für den Riesenslalom in Beaver Creek und damit auch der Verlust seines ersten Weltcupsieges. Der 26 Jahre alte Skirennfahrer hatte zwischen den beiden Durchgängen am vergangenen Sonntag Sauerstoff durch eine Maske eingeatmet und damit gegen das Reglement des Skiweltverbandes FIS verstoßen. Die FIS bestätigte der Deutschen Presse-Agentur am Freitag eine Untersuchung, machte zu möglichen Konsequenzen aber keine Angaben.

In den Anti-Doping-Regeln der FIS mit Stand Juli 2016 steht auf Seite 13, dass ein Verstoß gegen diese Regeln automatisch eine Disqualifikation zur Folge hat. Allerdings erlaubt die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA in ihrer Liste der verbotenen Substanzen und Methoden aus diesem Jahr das Einatmen von Sauerstoff. Ob die FIS deswegen nicht auch nur eine Verwarnung aussprechen kann, ist nach dpa-Informationen ebenso unklar wie der Zeitpunkt der Entscheidung.

Alpinchef Maier gibt Fehler zu

„Wir haben einen Fehler gemacht, da stehen wir auch dazu. Weil wir nicht wussten, dass die FIS ihr Reglement an den internationalen WADA-Code nicht angepasst hat“, sagte der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier der Deutschen Presse-Agentur. „Wir aktzeptieren, wenn man sagt, wir haben einen Regelverstoß gemacht. Aber nicht, dass wir gedopt haben. Wir betrügen nicht.“

Luitz ist seit Donnerstag in Val d'Isère. Dort steht am Samstag (10.00/13.00 Uhr) ein Riesenslalom auf dem Programm, bei dem auch Felix Neureuther sein Comeback im Weltcup geben möchte.

dpa

Zurück zur Übersicht: Sport-Mix

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser