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Stabhochsprung: Weltmeister Hooker Vorbild für deutsche Springer

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Stabhochsprung-Weltmeister Steven Hooker.

Berlin - Die phänomenale Leistung von Weltmeister Steven Hooker hat die deutschen Stabhochspringer beeindruckt.

“Er hat uns schlecht aussehen lassen, weil wir es trotz Vollbesitz unserer Kräfte nicht weit gebracht haben“, zollte Alexander Straub dem willensstarken Australier nach seiner goldenen Großtat bei der Leichtathletik-WM in Berlin Respekt. Der Olympiasieger hatte wegen einer Oberschenkelverletzung Alles oder Nichts gespielt: Er stieg erst bei 5,85 Meter in den Medaillenkampf ein. Und als der 27-Jährige die Höhe gerissen hatte, ließ er 5,90 Meter auflegen - und flog zur Verblüffung der Konkurrenz auf Anhieb drüber.

“Es war ein mentaler Kampf mit mir selbst“, sagte Hooker nach dem Husarenritt, den er nur mit Schmerzmitteln überstand. “Man muss sich selbst überzeugen, dass man bereit ist zu einem aggressiven Sprung und dazu, alles zu riskieren.“ Der langhaarige Höhenjäger von der anderen Seite der Erde hatte sich zwölf Tage vor der WM eine schwere Leistenverletzung zugezogen. Während andere aufgegeben hätten, schmiedete er mit seinem Trainer Alex Panov den “lächerlichen Plan“, spät einzusteigen und am Ende alle zu überflügeln - auch die Franzosen Duo Romain Mesnil (Silber) und Renaud Lavillenie.

Staunen beim deutsche  Duo

Das deutsche Duo konnte da nur staunen. Für sie war das Finale schnell zu Ende. Alexander Straub von der LG Filstal glückten nur zwei Sprünge: Er wurde im Olympiastadion mit 5,65 Metern Siebter. Dem Leverkusener Malte Mohr gelang gar nur eine Überquerung - bei 5,55 Meter schied er aus und stürzte auf den 14. und letzten Platz. “Wir sind eigentlich sehr selbstbewusst in das Finale gegangen“, sagte Straub und fügte enttäuscht an: “Ich bin ratlos.“ In der 22-jährigen WM-Geschichte gab es im Stabhochsprung nur einen deutschen Medaillengewinn: 2007 mit Bronze durch Danny Ecker.

Besonders der 23-jährige Mohr hatte sich bei seiner WM-Premiere insgeheim mehr ausgerechnet, hatte aber vor dem Finale Pech. “Malte ist beim Einspringen in den Kasten gefallen, hat sich die Ferse geprellt“, berichtete Mohr-Trainer Leszek Klima. “Für den Stab ist er zu langsam.“ Den jungen Athleten brachte dieser kleine Zwischenfall aus dem Konzept: “Im Finale habe ich danach überhaupt kein Gefühl mehr gehabt.“ Auch Hobby-Angler Straub hatte sich Hoffnungen gemacht und eine Höhe zwischen 5,80 und 5,85 Meter anvisiert. “Eine Medaille wäre mit 5,80 bis 5,85 Meter möglich gewesen. Da wollten wir hin“, sagte Straub.

Von Andreas Schirmer, dpa

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