Tennis-Turnier in Charleston

Serena Williams verteidigt Titel - zum 3. Mal

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Die Weltranglistenerste Serena Williams posiert mit ihrem neuesten Pokal

Charleston - Serena Williams hat ihren Titel in Charleston zum dritten Mal verteidigt. Während des Matches gegen Jelena Jankovic waren jedoch nicht nur Bälle, sondern auch böse Worte übers Netz geflogen.

Die Weltranglistenerste Serena Williams hat ihren Titel beim Tennis-Turnier in Charleston erfolgreich verteidigt und ihren 49. Sieg auf der WTA-Tour gefeiert. Im Bundesstaat South Carolina gewann die 31-jährige Amerikanerin das Finale gegen Jelena Jankovic (Serbien) nach 1:55 Stunden 3:6, 6:0, 6:2.


„Ich bin natürlich glücklich, ein weiteres Turnier gewonnen zu haben“, sagte Williams, die bereits in der vergangenen Woche beim Masters in Miami triumphiert hatte: „Es ist aufregend, den Titel zu verteidigen.“

Für ihren dritten Erfolg in diesem Jahr kassierte Williams, die im Halbfinale das Duell mit ihrer ein Jahr älteren Schwester Venus gewonnen hatte, 125.000 Dollar, umgerechnet rund 96.000 Euro. Nach 2008 und 2012 triumphierte Williams zum dritten Mal auf dem grünen Sand von Charleston.


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So stöhn ist das Damentennis!
Seien Sie froh, dass diese Fotostrecke keinen Ton hat - aber dafür ganz viel Foto: So stöhn ist das Damentennis! © Getty
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Hier sehen Sie die Queen des lauten Schreis: Maria Scharapowa. © Getty
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Die schöne Russin bringt es auf unfassbare 101 Dezibel. Das entspricht einer lauten Motorsäge und liegt knapp unter der Schmerzgrenze - für manche ihrer Gegnerinnen auch deutlich darüber. © Getty
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Bei so viel Geschrei geraten die spielerischen Fähigkeiten Scharapowas fast in den Hintergrund. © Getty
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Doch sie ist bei weitem nicht die einzige Spielerin, die grunzt, schreit oder stöhnt. © Getty
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Dinara Safina, die Schwester von Marat Safin, unterstrich ihre Schläge oft mit einem Ä-Ton. © Getty
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Ääääääääh! © Getty
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Auch Elena Dementieva gab gern Laute von sich, die vor allem männliche Fans grübeln ließen © Getty
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Obacht, gleich kommt's! © Getty
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Die Sache mit dem Stöhnen hat übrigens nicht zwangsläufig etwas mit Extrakraft zu tun. © Getty
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Denn auch bei wahren Kraftpaketen wie den Williams-Schwestern, hier Venus, geht es lautstark zur Sache © Getty
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Serena steht ihrer Schwester auch da in nichts nach. © Getty
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Duelle unter den Schwestern sind ein wahrer Ohrenschmaus. © Getty
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Andrea Petkovic (l.) kann nicht nur gut tanzen, nein, ...  © Getty
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... vor ihren Siegen gibt sie lautstark alles! © Getty
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Auch Victoria Azarenka konnte glatt als Sirene durchgehen. © Getty
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Das hier war allerdings ein Jubelschrei. © Getty
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Michelle Larcher de Brito schlug sie alle! Zwar nicht im Tennis, sondern im Schreien. © Getty
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Mit 109 Dezibel war sie die lauteste Spielerin von allen. © Getty
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Und wer hat's erfunden? Hier sehen Sie die Mutter des Stöhnens, Monica Seles. © Getty
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Schon in ihren Duellen mit Steffi Graf ging sie deutschen Zuschauern damals gehörig auf den Zeiger. © Getty
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Kommen wir zu den tieferen Tonlagen. © Getty
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Francesca Schiavones Urschreie waren deutlich tiefer als die der Konkurrenz. © Getty
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Und jetzt kommen wir zu den ganz tiefen Tönen. Denn wer denkt, dass nur Frauen stöhnen, liegt falsch. © Getty
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Die weltbesten Männer tun's auch, zum Beispiel Novak Djokovic. © Getty
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Oder Rafael Nadal, der seine Schläge ebenfalls akustisch untermalt © Getty
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Genau so! Roger Federer ist übrigens mucksmäuschenstill. © Getty
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Auch bei den Männern gibt es zwei Ur-Stöhner. © Getty
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Jimmy Connors ... © Getty
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... und Andre Agassi.  © Getty
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Bei ihm beschwerten sich die Gegner Ende der 80er-Jahre als Erstes, aber noch immer gibt es keine Lautstärkeregeln. Und so bleibt das Gestöhne ein Teil des Tennis! Nur auf den Tribünen gilt weiterhin: Quiet, please! © Getty

Im zehnten Duell mit Jankovic gab es böses Blut zwischen den beiden Rivalinen. Williams stoppte die ehemalige Weltranglistenerste in deren Aufschlagbewegung und rief übers Netz: „Warte bis ich fertig bin. Du hast doch ein Problem.“ Während des anschließenden Seitenwechsels beschwerte sich Jankovic über die „Spezialbehandlung“, die Williams ihrer Meinung nach genieße.

Kerber verliert Endspiel bei Tennisturnier in Monterrey

Während die Weltranglistenerste ihren Erfolg feiern darf, muss die deutsche Tennisspielerin Angelique Kerber eine Niederlage wegstecken. Sie hat ihren dritten Titel auf der WTA-Tour verpasst. Im Endspiel des mit 235.000 Dollar dotierten Tennisturniers in Monterrey unterlag die Kielerin am Sonntagabend (Ortszeit) Anastasia Pawljutschenkowa 6:4, 2:6, 4:6. Die Russin gewann damit zum dritten Mal nach 2010 und 2011 die Hartplatz-Veranstaltung in Mexiko.

Für die an Nummer eins gesetzte Kerber sah es in ihrem sechsten WTA-Finale lange Zeit gut aus. Bis zum 2:2 im zweiten Satz bestimmte sie die Partie. Dann gab sie aber neun Spiele nacheinander ab. Beim Stand von 0:5 im dritten Satz startete die Deutsche eine Aufholjagd und kam bis auf 4:5 heran. Dabei wehrte Kerber vier Matchbälle ab. Das bessere Ende hatte dann aber Anastasia Pawljutschenkowa für sich. Auch das erste Match der beiden Anfang des Jahres in Brisbane hatte die Russin für sich entschieden.

Davis Cup: Argentinien, Tschechien und Serbien im Halbfinale

Beim Davis Cup schaffte es unterdessen Deutschland-Bezwinger Argentinien ins Halbfinale. Nach dem 5:0-Erstrundensieg über das Team von Bundestrainer Carsten Arriens bezwangen die Gauchos auch den neunmaligen Champion Frankreich. Zum Abschluss des Tennis-Krimis in Buenos Aires holte Carlos Berlocq den entscheidenden Punkt zum 3:2. In der Vorschlussrunde (13. bis 15. September) kommt es nun wie im Vorjahr zum Duell mit Tschechien. Der Titelverteidiger gewann auch ohne seinen Topspieler Tomas Berdych in Kasachstan 3:1 und hat nun Heimrecht - anders als beim Sieg (3:2) im vergangenen Jahr.

Im zweiten Halbfinale trifft Serbien mit dem Weltranglistenersten Novak Djokovic entweder auf Kanada oder Italien. Djokovic sicherte seinem Team in Boise/Idaho den Erfolg gegen die USA durch den 7:5, 6:7 (4:7), 6:1, 6:0-Sieg über Sam Querrey. Der 25-jährige Djokovic hatte bereits zum Auftakt gegen John Isner gewonnen. Am Samstag hatten Nenad Zimonjic/Ilija Bozoljac im Doppel überraschend die Olympiasieger Bob und Mike Bryan 7:6 (7:5), 7:6 (7:1), 5:7, 4:6, 15:13 niedergerungen und Serbien mit 2:1 in Führung gebracht.

Kanada lag in Vancouver gegen Italien ebenfalls 2:1 in Führung, nachdem Daniel Nestor/Vasek Pospisil den Doppel-Krimi in Überlänge gegen Fabio Fognini/Daniele Bracciali 6:3, 6:4, 3:6, 3:6, 15:13 nach 4:30 Stunden für sich entschieden.

Der Argentinier Berlocq behielt im Stadion Parque Roca die Nerven und bezwang Gilles Simon mit 6:4, 5:7, 6:4, 6:4. Bereits am Freitag hatte Juan Monaco über Simon triumphiert. Den dritten Punkt holte das Doppel David Nalbandian/Horacio Zeballos. Frankreichs Nummer eins Jo-Wilfried Tsonga gewann zwar seine beiden Matches und deklassierte dabei Monaco im Spitzeneinzel (6:3, 6:3, 6:0), die Niederlage konnte der Weltranglistenachte jedoch nicht verhindern.

Beide Teams hatten im Viertelfinale auf Stammspieler verzichten müssen. Während Juan Martin del Potro weiterhin im Clinch mit Teamchef Martin Jaite liegt und sich weigert, für Argentinien aufzuschlagen, sagte Richard Gasquet für das Aufeinandertreffen wegen einer entzündeten Blase am Fuß ab.

Auch Tschechien war ohne seine etatmäßige Nummer eins Berdych (Schulterverletzung) nach Kasachstan gereist, löste die Aufgabe dennoch mit Bravour und zog zum vierten Mal in den vergangenen fünf Jahren ins Halbfinale ein. Zwar vergab das Doppel Radek Stepanek/Jan Hajek den ersten Matchball beim 6:7 (2:7), 4:6, 3:6 gegen Andrej Golubew/Juri Schukin, Lukas Rosol sicherte jedoch den Sieg. Der 27-Jährige, der sich durch seinen Zweitrundensieg im vergangenen Jahr in Wimbledon gegen Rafael Nadal (Spanien) einen Namen auf der Tour gemacht hatte, gewann gegen Jewgeny Korolew 7:6 (7:5), 6:7 (2:7), 7:6 (7:5), 6:2. Das unbedeutende Abschluss-Einzel wurde nicht mehr ausgetragen.

SID/dpa

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