Schwimm-DM in Berlin

Steffen verpasst WM-Norm und sagt Starts ab

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Schwimmerin Britta Steffen

Berlin - Britta Steffen war Thema des Tages - obwohl sie im Finale fehlte. Nach schwachem Vorlauf meldete sich die 29-Jährige für den Rest der deutschen Schwimm-Meisterschaften ab und muss ums WM-Ticket bangen.

Nur eine halbe Stunde vor Britta Steffens erwartetem Freistil-Finale verkündete der Chef-Bundestrainer den Paukenschlag der 125. deutschen Schwimm-Meisterschaften. Nach schwachem Vorlauf sagte die Kurzbahn-Weltmeisterin erkrankt alle weiteren Starts in Berlin ab und muss für ein WM-Ticket nun auf das Verbands-Wohlwollen und schwächelnde nationale Konkurrenz hoffen. Henning Lambertz und Steffens Management sprachen von einem „viralen Infekt“, die 29-Jährige selbst äußerte sich nicht über ihr Dilemma. Lambertz will ihre WM-Nominierung „wohlwollend“ prüfen.


Da über die 100 Meter Freistil nur Steffens Teamkollegin Daniela Schreiber (Halle/Saale) als Meisterin in 54,31 Sekunden die Normzeiten knackte, wäre ein Startplatz frei. Lambertz deutete bereits an, „Spielraum“ nutzen zu können. Somit könnte sie vom DSV noch nachnominiert werden, auch mit Blick auf eine mögliche Freistil-Staffel über die 4 x 100 Meter. Lambertz verwies auf die großen Verdienste der Freistil-Schwimmerin und betonte, nur auf seine Bitte sei die kranke Steffen überhaupt an den Start gegangen.

Doch nach den überraschend schlechten 55,68 Sekunden - vor drei Wochen war Britta Steffen bei einem Wettkampf in den Niederlanden noch 1,35 Sekunden schneller - fiel nach langen Beratungen laut Heimtrainer Frank Embacher um 14.00 Uhr die Entscheidung gegen einen Start. Lange hatte sich die Doppel-Olympiasiegerin von 2008 mit ihm und Freund Paul Biedermann beraten. „Ich muss erst einmal selbst runterkommen“, lautete Steffens einziger öffentlicher Kommentar am Morgen. Über 50 Meter Freistil ist die nationale Konkurrenz größer - und die Chance geringer, dass ein Startplatz frei bleibt.


Im Männer-Rennen über 100 Meter Freistil unterbot Steffen Deibler in 48,45 Sekunden auch im Finale die WM-Norm. „Ich bin wirklich überrascht über die gute Zeit“, sagte er. Der Hamburger hatte sich am Freitagabend bereits über 50 Meter Schmetterling das Barcelona-Ticket gesichert und dabei seinen deutschen Rekord nur um eine Hundertstelsekunde verpasst. Sein Bruder Markus blieb über 100 Meter Freistil als Zweiter in 48,79 ebenfalls unter der Richtzeit, hatte aber im Vorlauf die WM-Norm nicht erreicht.

Yannick Lebherz demonstrierte seine starke Form auch über die 200 Meter Rücken. In 1:56,71 schwamm der Potsdamer auf Platz drei der aktuellen Weltrangliste. Franziska Hentke qualifizierte sich über 200 Meter Schmetterling in persönlicher Bestzeit von 2:09,74 Minuten für die WM. Die Magdeburgerin hatte im Vorjahr Olympia nur um wenige Hundertstel verpasst.

Philip Heintz (Mannheim) blieb auch im Finale in 1:57,31 über der WM-Norm. Caroline Ruhnau (Essen) qualifizierte sich nach den 50 Metern nun auch über die 100 Meter Brust (1:08,46). Ihre Teamkollegen Hendrik Feldwehr als Meister in 1:00,30 Minuten und Christian vom Lehn (1:00,68) knackten im Männer-Rennen die Norm. Nachwuchstalent Selina Hocke (Berlin) schaffte auch über 200 Meter Rücken in 2:10,65 das WM-Ticket vor der arrivierten Jenny Mensing (Wiesbaden) und war bei der Siegerehrung in Tränen aufgelöst.

Über 800 Meter Freistil gewann die Essenerin Isabelle Härle in 8:32,23 Minuten. Sie schwamm damit wie die bereits qualifizierte Frankfurterin Sarah Köhler in 8:32,80 schneller als die geforderte Normzeit. Härle hatte sich bereits die WM-Quali im Freiwasser gesichert. Bei den Männern war Sören Meißner in 15:12,72 Minuten schneller unterwegs, als die geforderten 15:14,38. Auch der Magdeburger hatte sein Ticket schon sicher.

dpa

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