Nach Wimbledon-Überraschung

Lisicki klettert in der Weltrangliste

Sabine Lisicki
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Lisicki nach der Niederlage im Wimbledon-Finale

Frankfurt/Main - Nach dem überraschenden Finaleinzug von Sabine Lisicki in Wimbledon steigt sie auch in der Weltrangliste im Tennis weiter nach oben. Angelique Kerber bleibt die deutsche Nummer eins.

Nach ihrem Finaleinzug in Wimbledon befindet sich Sabine Lisicki auch in der Tennis-Weltrangliste auf dem Vormarsch. Die Berlinerin verbesserte sich in dem am Montag veröffentlichten Ranking um sechs Plätze und ist nun 18. Am Samstag hatte die 23-Jährige das Endspiel in London gegen Marion Bartoli klar mit 1:6, 4:6 verloren. Die Französin ist jetzt Siebte.


Beste Deutsche bleibt Angelique Kerber. Die Kielerin büßte nach ihrem Zweitrunden-Aus beim dritten Grand-Slam-Turnier der Saison zwar zwei Ränge ein, gehört als Nummer neun der Welt aber nach wie vor zu den Top Ten. Erste ist weiter die Amerikanerin Serena Williams, gegen die Lisicki in Wimbledon sensationell im Achtelfinale gewonnen hatte.

Sie hat eine Rasenallergie! Sechs Fakten zu Sabine Lisicki


Sie hat eine Rasenallergie! Sechs Fakten zu Sabine Lisicki

Bum-Bum-Bine, Doris Becker, Sab Fab – in London hat sich Sabine Lisicki in den vergangenen Jahren so manchen Spitznamen erspielt. Alle Jahre wieder zeigt sie in Wimbledon ihr bestes Tennis. Doch wer ist Sabine Lisicki überhaupt? Wir verraten Ihnen sechs wichtige Fakten zu ihr. © dpa
Kindheit: Ihre Eltern Richard und Elisabeth wanderten als Aussiedler aus Polen nach Deutschland ein. Lisicki begann mit sieben Jahren Tennis zu spielen. Sie spricht Deutsch, Englisch und Polnisch. Das Duell mit Mutter Elisabeth wurde ihr schnell zu langweilig, da traf es sich gut, dass der Vater Tennistrainer ist. Mit 14 Jahren wechselte Lisicki von Berlin nach Florida in die Tennisakademie von Trainer-Legende Nick Bolleterie. „Das geschah alles freiwillig, ich musste meinen Papa ja sogar anbetteln, dass er mir Stunden gibt“, erzählte Lisicki in der Talkrunde bei Markus Lanz. Ihr Vater ist bis heute ihre wichtigste Bezugsperson und reist mit ihr auf der Tour. © dpa
Beste Deutsche: 2008 löste sie als Nummer 89 der Welt Martina Müller als beste deutsche Spielerin ab. Ihr bisher höchste Platzierung (Stand 2. Juli 2013) erreichte die aktuelle Weltranglisten-24. am 21. Mai 2012 mit Rang zwölf. In Wimbledon war Lisicki schon zweimal im Viertelfinale (2009, 2012) und je einmal im Halbfinale (2011) und im Finale (2013). Gegen Serena Williams verlor sie beim Stand von 6:2, 1:0 neun Spiele in Folge, konnte das Match aber noch drehen. Mit 210 km/h hält sie den inoffiziellen Aufschlagrekord. © dpa
Rasenallergie: Bei Lisicki wurde neben einer Glutenunverträglichkeit auch eine Rasenallergie festgestellt. Aufhalten lässt sie sich davon aber nicht. © dpa
Alkohol: Die Lust nach Partyexzessen verspürte Lisicki in ihrer Jugend nie. „Ich mag keinen Alkohol. Ich war immer früh im Bett, um am nächsten Tag zu trainieren“, so Lisicki. Tennis ist ihre ganze Leidenschaft: „Es gibt nichts Schöneres, als vor 15 000 Fans auf dem Platz zu stehen.“ Auch eine mögliche Musikerkarriere schlug sie dafür aus. © dpa
Verletzungen: 2010 musste sie wegen einer Knöchelverletzung mehrere Monate pausieren. 2011 starb sie fast an einer Lebensmittelvergiftung, die sie sich bei einem Turnier in China zugezogen hatte. „Es war eine lebensbedrohliche Situation. Ich war extremst dehydriert, fast bewusstlos“, sagte Lisicki damals. © dpa
Hobbies: Vor Wimbledon 2013 schaute Lisicki beim Royal Ascot, einem traditionsreichen britischen Pferderennen südlich von Windsor, vorbei. Während ihrer Reisen auf der Tennis-Tour überredete sie Mama Elisabeth, eine Künstlerin, immer wieder Sehenswürdigkeiten zu besuchen. © dpa

Bei den Herren verteidigte Novak Djokovic trotz seiner Finalniederlage gegen Andy Murray Platz eins vor dem Schotten. Bergab ging es dagegen für Roger Federer. Der Schweizer, der in London als Titelverteidiger völlig überraschend in der zweiten Runde gescheitert war, fiel hinter David Ferrer und Rafael Nadal auf Platz fünf zurück.

Damit zählt der 17-malige Grand-Slam-Turniersieger erstmals seit zehn Jahren nicht mehr zu den Top Vier. Bester Deutscher ist Tommy Haas auf Rang elf. Philipp Kohlschreiber fiel dagegen vom 18. auf den 25. Platz zurück.

dpa

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