Marathon am tiefsten Punkt der Welt

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Zwei Teilnegmer des Dead Sea Marathons. Insgesamt gingen 3000 in Amman an den Start

Amman - Der Dead Sea Ultra Marathon in Amman – Jordanien ist für jeden Läufer etwas Besonderes. Man läuft an den tiefsten Punkt der Welt auf 400 Meter unter Null.

Start des Ultra Marathons, der in diesem Jahr am 10. April sattfand, war in Amman, der wahrscheinlich modernsten Stadt im Arabischen Raum.

Christoph und ich meldeten uns für die 10 Kilometer lange Funstrecke an und fuhren früh morgens um 5.45 Uhr los um an den Startpunkt zu kommen. Doch wo war dieser?

Der Lauf zugunsten der Society for Care of Neurological Patients sollte um 7 Uhr starten, check- in- zeit war ab 6 Uhr, aber wo war unser Startpunkt? Nach langer Irrfahrt stießen wir auf Nissam, einen einheimischen Mitläufer, der ebenfalls auf der Suche war. Dann entdeckten wir die Toilettenhäuschen, die ja am Startpunkt stehen sollten. Es war mittlerweile 6.30 Uhr, schon kam das Militär und stellte sich mitten in die Straße.

Der Dead Sea Marathon 2009

Dann der Startschuss- ein Erlebnis - nichts bewegte sich. Tausende von Menschen beginnen um 8 Uhr ihren Lauf bzw. Walk. Schulklassen, verschleierte Frauen, Kinder und alte Menschen drängten sich auf den Straßen.

Die Bekleidung der Läufer war zum Teil sehr amüsant. Wir sahen Teilnehmer in Badeschuhen, oder sogar barfuss, manche Frauen waren komplett verschleiert und Männer im Anzug.

Nach zehn Minuten konnten auch wir endlich loslaufen. Ein richtiger Hürdenlauf begann. Vorbei an Kamelen und Eseln, Beduinenzelten und wilden Campern, umgefallenen Wasserstationen und viel Müll, liefen wir bei glühender Hitze die Straße entlang. Manche Läuferinnen spazierten gemütlich und konnten dabei sogar noch telefonieren. Eine Gruppe junger Läufer sprintete jeweils einen Kilometer. um dann eine gemütliche Zigarettenpause im Sitzen zu machen.

Es war wirklich unglaublich. Am Ziel angekommen mussten wir, wegen des großen Andrangs erst mal noch ein bisschen Warten bis die Zeit gemessen wurde. Nach dem Empfang unserer Medallien kam auch schon der Sieger der 42-Kilometer-Strecke nach nur zwei Stunden und elf Minuten ins Ziel. Er lief die komplette Strecke barfuss mit einer Geschwindigkeit von Durchschnittlich 19,9 km/h.

Nachdem wir dann mit leckeren arabischen Spezialitäten, Shawarma, versorgt wurden entspannten wir uns bei einem Bad im Toten Meer. Aufgrund des hohen Salzgehaltes (31%) des Meeres treibt man ohne zu schwimmen auf der Wasseroberfläche und genießt den Schwebezustand. Hinterher gab es dann noch ein Hautpeeling mit Black Mud, eine mineralsalzhaltige Schlacke die im Toten Meer vorkommt. Einen der schönsten Sonnenuntergänge mit Blick auf die Türme von Bethlehem, Israel, durften wir dann auch noch genießen.

Zu guter Letzt kann man sagen, dass es ein aufregendes Ereignis mit vielen arabischen Eindrücken war und dass wir bestimmt auch ein zweites Mal an den Start gehen werden.

Evi Gröning

Quelle: rosenheim24.de

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