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Pechstein: Nachweise statt Geschwätz

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Hat sie gedopt oder nicht? Claudia Pechstein

Berlin - Die wegen Blutdopings zwei Jahre gesperrte Claudia Pechstein hat die Bewertung ihres Falls durch den Heidelberger Molekularbiologen Werner Franke scharf kritisiert.

Sie verlange von ihm “wissenschaftliche Nachweise“, nicht nur “sein übliches Geschwätz“, sagte Pechstein in einem Interview mit dem “Berliner Kurier“ (Montag-Ausgabe). Anti-Doping-Kämpfer Franke hatte eine krankhafte Erhöhung der Retikulozyten bei Eisschnelllauf- Olympiasiegerin Pechstein ausgeschlossen und die Argumentation der Pechstein-Anwälte als “hanebüchenen Unsinn“ bezeichnet.

“Scheinbar benötigen wir gar keine anderen Gutachten und Experten. Franke scheint in der Lage zu sein, alles schnell und auf Anhieb zu erläutern“, wetterte Pechstein, die wegen der seit längerem erhöhten Retikulozyten-Werte vom Eislauf-Weltverband ISU gesperrt worden ist. Laut Franke könne nur eine speziellen Art der Leukämie für derartige Blutwerte wie bei Pechstein verantwortlich sein. “Und das ist bei einer Spitzensportlerin, die über so viele Jahre Top-Leistungen bringt, nicht denkbar“, sagte Franke und sprach von einem eindeutigen Fall von “manipulierter Erhöhung der roten Blutkörperchen“.

Pechstein zeigte sich erstaunt darüber, “dass der Herr Professor solche verlässlichen Aussagen treffen kann, ohne dass er den Fall und seine konkreten Werte näher kennt“. Auch Frankes Aussage, eine genetische Krankheit wäre auch in wenigen Tagen mit Hilfe einer DNA - Analyse erkennbar, wies Pechstein zurück. “Wenn dies tatsächlich so einfach wäre, hätten sowohl die Gutachter der ISU als auch die der DESG und von mir beauftragte Wissenschaftler mich darauf mit Sicherheit bereits hingewiesen“, betonte die 37-Jährige.

dpa

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