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Er kämpfte trotz Verletzung

Frust beim Weltmeister: Gold-Hoffnung Stäbler verpasst Medaille

Frank Stäbler sitzt enttäuscht am Boden.
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Frank Stäbler sitzt enttäuscht am Boden.

Rio de Janeiro - Als auch der Traum von Bronze geplatzt war, ließ sich Frank Stäbler völlig kraftlos und frustriert auf die Matte fallen. Es sollte sein großer Tag werden, doch eine Fußverletzung machte dem deutschen Weltmeister bei den Olymischen Spielen einen Strich durch die Rechnung.

Auch den Kampf in der Hoffnungsrunde gegen den Japaner Tomohiro verlor er.

"Es war die härteste Woche meiner Sportlerkarriere. Ich hatte höllische Schmerzen. Hätte ich einen Arzt gefragt, hätte der mir den Start sicher verboten", sagte Stäbler, der sich einen Syndesmosebandanriss und eine Kapselverletzung zugezogen hatte: "Ich wollte bei Olympia unbedingt dabei sein, leider ist der Medaillen-Traum geplatzt."

Sportdirektor Jannis Zamanduridis vom Deutschen Ringer-Bund (DRB) verriet, dass man die Verletzung zunächst verheimlicht hatte. "Wir wollten die Sache mit der Verletzung nicht an die große Glocke hängen. Frank hat es selbst ausgeklammert", sagte Zamanduridis. Doch letztendlich waren die Schmerzen zu stark, die Behinderung zu groß. Der Griechisch-Römisch-Ringer konnte zu keinem Zeitpunkt seine gefürchteten Hebel ansetzen und verlor am Ende zwei von drei Kämpfen.

Die Verletzung passierte vor Rio

Stäbler hatte sich die tückische Blessur beim letzten Training in Deutschland vor dem Abflug nach Rio zugezogen. "Er wollte trotzdem alles versuchen, die Kraft war da, auch die Auslosung war nicht schlecht, doch am Ende hat es leider nicht gereicht", sagte Zamanduridis über seinen Schützling, der eigentlich das erste Olympia-Gold für Deutschland seit 1992 holen wollte.

Doch schon zum Auftakt im Achtelfinale war Stäbler zu geschwächt und kam gegen den Litauer Edgaras Venckaitis am Ende mit Mühe zu einem knappen Punktsieg. Richtig auffällig wurde sein Handicap im Viertelfinale gegen den WM-Dritten Davor Stefanek, das er nach Punkten deutlich mit 2:6 verlor. Am Ende humpelte der deutsche Hoffnungsträger mit gesenktem Kopf aus der Halle.

Stäbler fühlt sich ungerecht behandelt

Allerdings fühlte sich Stäbler auch vom Punktgericht nicht ganz korrekt behandelt. Beim Stande von 1:4 monierte das deutsche Lager eine unerlaubte Beinarbeit bei dem Serben. Das Punktgericht lehnte ab, so dass Stefanek weiter davonzog, die Vorentscheidung war gefallen. "Das war Ringen auf allerhöchstem Weltniveau", sagte Zamanduridis.

So musste das deutsche Ringer-Lager am Ende mit einer großen Enttäuschung leben. Nach der Bronze-Feier vom Vortag, als der erst 21 Jahre alte Denis Kudla aus Schifferstadt völlig überraschend Bronze gewann, erhielt das deutsche Ringen wieder einen Dämpfer. Die deutschen Männer haben das olympische Turnier beendet, ab Donnerstag gehen noch vier deutsche Frauen auf die Matte. Lediglich Aline Focken (69 kg/KSV Krefeld) werde reelle Medaillenchancen eingeräumt.

Unser Live-Ticker zu den Olympischen Spielen in Rio.

SID

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