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Deutsche chancenlos

Svendsen entthront König Fourcade

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Emil Hegle Svendsen ist Olympiasieger

Sotschi - Emil Hegle Svendsen hat Martin Fourcade (FRA) die Goldmedaille vor der Nase weggeschnappt. Der Norweger sicherte sich in einem Fotofinish den Olympiasieg.

Im Schneetreiben über Krasnaja Poljana hat Emil Hegle Svendsen in einem dramatischen Schlussspurt Gold im Massenstart gewonnen - seinen Triumph aber beinahe verbummelt. Der elfmalige Biathlon-Weltmeister aus Norwegen gewann das Gigantenduell gegen den zweimaligen Olympiasieger Martin Fourcade mit weniger als einer Schuhlänge Vorsprung und weinte im Ziel Freudentränen. Bronze ging an den Tschechen Ondrej Moravec (+13,8 Sekunden), der bereits Zweiter in der Verfolgung geworden war.

Fünf Tage nach seinem Silbercoup im Einzel hatte Erik Lesser mit der Entscheidung nichts zu tun, nach vier Schießfehlern landete der Frankenhainer auf Platz 26 (+3:05,1 Minuten). Bester Deutscher nach 15 km war der zweimalige Saisonsieger Simon Schempp (Uhingen), der drei Scheiben verfehlte, aber dennoch 13. wurde (+1:01,2). Ex-Weltmeister Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld) lief auf Platz 19 (+1:55,1/4 Fehler).

Beim denkwürdigen Zielsprint im Stadion „Laura“ waren die Deutschen noch in den kaukasischen Wäldern unterwegs. Svendsen und Fourcade, die im Weltcup dominieren und sich bereits bei der WM im vergangenen Jahr ein Privatduell geliefert hatten, belauerten sich nach mehr als 42 Minuten wie zwei Bahnsprinter. Vor der letzten Kurve brach Svendsen aus Fourcades Windschatten aus und legte zwei Meter zwischen sich und den Franzosen. Siegessicher ließ der 28-Jährige austrudeln und hätte die Sorglosigkeit beinahe mit einer schmachvollen Niederlage bezahlt. Erst das Fotofinish brachte die Entscheidung zu seinen Gunsten.

„Das war ein interessanter Zieleinlauf. Dass es zum Fotofinish kam, hatte sich Svendsen selbst zuzschreiben“, sagte Männer-Bundestrainer Mark Kirchner im ZDF. Der dreimalige Olympiasieger ärgerte sich über die schwachen Schießleistungen seiner Athleten: „Der Schießstand hat uns heute das Genick gebrochen. Dort haben wir bessere Platzierungen verschenkt. Das konnten wir nicht mehr kompensieren.“

Simon Schempp überzeugte immerhin in der tief verschneiten Loipe. „Nach zwei Fehlern am Anfang war es eigentlich gegessen. Mit meiner läuferischen Leistung bin ich aber sehr zufrieden“, sagte der 25-Jährige nach dem letzten Einzelrennen der Winterspiele in Sotschi. Der Massenstart der Männer war ursprünglich am Sonntagabend angesetzt gewesen, wegen Nebels aber dreimal verschoben worden.

Am Mittwoch (15.30/18.30 Uhr MEZ/OZ) steht die olympische Premiere der Mixedstaffel auf dem Programm. Nach dem enttäuschenden 13. Platz bei der WM im vergangenen Jahr will das deutsche Quartett dabei nach einer Medaille greifen - genau wie in den abschließenden Staffeln. Dort hat es für den Deutschen Skiverband (DSV) bisher immer mindestens einmal Edelmetall gegeben.

Die Maskottchen der Olympischen Spiele

Bilder: Maskottchen der Olympischen Spiele

Alle Olympischen Spiele haben ihr eigenes Maskottchen. Wir stellen hier einige vor. © dpa
1976: "Schneemann" war der Glücksbringer bei den Winterspielen in Innsbruck. Er stellte die "Spiele der Einfachheit" dar. © dpa
1980: Ein Waschbär, "Roni the Raccoon", war das Maskottchen von den Winterspielen in Lake Placid, USA. © dpa
1996: Bei den Sommerspielen in der US-Stadt Atlanta war "Izzy" an der Seite der Athleten. © dpa
1998: Das sind "Sukki", "Nokki", "Lekki" und "Tsukki" - die vier Eulen der Winterspiele in Nagano, Japan. Die ersten Buchstaben jedes Maskottchens können phonetisch zum sinnfreien Spruch "Let's Snow" zusammengesetzt werden. © dpa
2000: Bei den Sommerspielen im australischen Sydney waren Syd, Millie und Olly immer an den Wettkampfstätten zu finden. Die Maskottchen standen für die Umwelt und die Energie der Australier, das Millennium und den olympischen Geist. © dpa
2002: "Copper", "Powder" und "Coal" waren die Maskottchen der Winterspiele im us-amerikanischen Salt Lake City. Alle drei Tiere (Kojote, Schneehase und Schwarzbär) kommen in Utah vor. © dpa
2004: "Athena und Phevos", die Talismänner der Sommerspiele in Athen. Sie sind zwei moderne Kinder, die antiken griechischen Puppen nachempfunden sind. © dpa
2006: Ein weiblicher Schneeball und ein männlicher Eisblock stellten die Maskottchen "Neve" und "Gliz" der Winterspiele in Turin, Italien,  dar. © dpa
2008: An der Seite der Athleten der Olympischen Sommerspiele in Peking standen "Beibei", "Jingjing", "Huanhuan", "Yingying" und "Nini". Die fünf Namen bilden übersetzt den Satz: "Willkommen in Peking" © dpa
2010: Sasquatch "Quatchi", Murmeltier "Mukmuk" und Orca-Kermodebär "Miga" waren die Maskottchen bei den Winterspielen im kanadischen Vancouver. © dpa
2012: Die einäugigen Glücksbringer "Wenlock" und "Mandeville" waren an der Seite der Athleten, die sich für die Olympischen Sommerspiele in London qualifiziert hatten. Beide repräsentieren zudem die Stahlerzegung am Beginn der industriellen Revolution. © dpa
2014: "Leopard", "Zaika" und "Bely Mishka" (Leopard, Hase und Eisbär) sind die Tiermaskottchen der Winterspiele im russischen Sotschi. Sie wurden 2010 per SMS-Abstimmung gewählt. © dpa

Vor allem die Frauen sind vor den letzten Entscheidungen unter Druck. Zum ersten Mal haben sie bei Olympischen Spielen in Einzelrennen keine Medaille gewonnen, die goldenen Zeiten sind endgültig vorbei. Der vierte Platz von Evi Sachenbacher-Stehle im Massenstart, bei dem sie Bronze nur um eine Sekunde verpasst hatte, ist zwar ein persönlich großer Erfolg für die Umsteigerin: Als einziger Top-Ten-Platz der Biathletinnen ist er allerdings auch ein Zeichen für die insgesamt schwachen Vorstellungen.

Zum Vergleich: Seit 1998 hatte es für Magdalena Neuner, Kati Wilhelm, Uschi Disl und Co. schon vor den Staffeln immer mindestens drei Medaillen gegeben, 2006 in Turin waren es sogar fünf gewesen. „Mit unserer Staffel standen wir in diesem Winter dreimal auf dem Podest. Deswegen ist klar, wo die Reise hingehen sollte“, sagte Frauen-Trainer Ricco Groß.

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