Nowitzki macht wieder den Unterschied

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Dirk Nowitzki.

Denver - Dirk Nowitzki war wieder einmal in Galaform. 35 Punkte und zwölf Rebounds steuerte der deutsche Basketball-Superstar zum Sieg der Dallas Mavericks bei den Denver Nuggets bei.

Drei Siege aus vier Spielen: Der Saisonstart der Dallas Mavericks ist geglückt. Gegen die Denver Nuggets zitterten sich die “Mavs“ dank eines blendend aufgelegten Dirk Nowitzki am Mittwoch (Ortszeit) zu einem 102:101 und tankten damit Selbstvertrauen für das zweite Duell mit dem Team aus Colorado am Samstag in Dallas. “Heute hatten wir ein bisschen Glück, dafür hatten wir gegen Memphis in der vergangenen Woche Pech. So ist das in der NBA“, sagte Nowitzki nach seiner Galavorstellung im Pepsi Center von Denver trocken. 35 Punkte und zwölf Rebounds bedeuteten Bestleistung für den Würzburger in der noch jungen Saison. Jason Terry (20) und Caron Butler (16) trafen ebenfalls zweistellig.

Was unser NBA-Star beim Freiwurf singt: So tickt Dirk Nowitzki

Was er beim Freiwurf singt: So tickt Dirk Nowitzki

Dirk Nowitzki ist weltweit einer der bekanntesten deutschen Sportler. Wir präsentieren Wissenswertes über den NBA-Superstar, das Sie überraschen könnten... © picture alliance / dpa
Sein ganzer Name lautet Dirk Werner Nowitzki. © picture alliance / dpa
Nowitzki ist eine absolute Identifikationsfigur in Dallas, seiner zweiten Heimat nach Würzburg. Er hatte im Laufe der Jahre verschiedene Spitznamen, unter anderem German Wunderkind, Dirkules, Dirk Diggler oder Dunking Deutschman. © picture alliance / dpa
Nowitzkis Schwester Silke arbeitete fürs Liga-Fernsehen NBA TV. © picture alliance / dpa
Als Dirk Nowitzki zu den Dallas Mavericks kam, war seine Abwehrarbeit alles andere als meisterlich. Deswegen strichen spitzfindige Fans kurzerhand das D für Defense aus seinem Vornamen und nannten ihn frech "Irk". © picture-alliance / dpa/dpaweb
Im Urlaub legt sich Nowitzki nicht auf die faule Haut, sondern rackert mit seinem Mentor Holger Geschwindner in einer Turnhalle in Rattelsdorf nahe Bamberg. © picture alliance / dpa
Nowitzki wurde in den USA 1997 ein Begriff. Beim Nike Hoop Summit, bei dem eine NBA-Auswahl gegen eine Horde europäischer Talente antrat, dunkte der junge Deutsche über NBA-Legende Charles Barkley. Dieser fragte in der anschließenden Pressekonferenz nach Nowitzkis Namen und empfahl ihm, in die USA zu kommen. © picture alliance / dpa
Individuell am Höhepunkt: 2007 bekam Nowitzki den MVP-Award und wurde praktisch zum besten Spieler der Welt ernannt. © picture-alliance/ dpa
In den ersten Jahren seiner NBA-Karriere war der kanadische Aufbauspieler Steve Nash Nowitzkis bester Kumpel. Beide wurden später unabhängig voneinander zum MVP ernannt, dem wertvollsten Spieler. © picture alliance / dpa
Dirk Nowitzki hätte möglicherweise auch als Tennisspieler Karriere machen können. In seiner Jugend zählte er zu den größten deutschen Talenten. Dann legte er den Schläger zur Seite und konzentrierte sich voll auf Basketball. © picture alliance / dpa
Beim US-Volkssport Baseball macht Nowitzki eher eine mittelprächtige Figur, aber Basketball liegt ihm in den Genen: Nowitzkis Mutter Helga spielte einst für die deutsche Basketball-Nationalmannschaft, sein Vater Jörg war Handballer. © picture alliance / dpa
Der einzige gebürtige Deutsche, der außer Nowitzki jemals den großen Durchbruch in der NBA schaffte, war Detlef Schrempf (l.). Im Vergleich zu Schrempf war es Nowitzki stets ein Anliegen, die deutsche Nationalmannschaft selbst nach der antrengenden NBA-Saison bei wichtigen Turnieren zu vertreten. © AFP
Logische Konsequenz: Nowitzki durfte bei Olympia 2008 in Peking die deutsche Flagge tragen. © picture-alliance/ dpa
Nowitzki und die Haarpracht: Im Laufe der Jahre trug er so ziemlich alles vom Stoppellook über die Boygroup-Gelfrisur bis hin... © picture-alliance/ dpa
... zur Langhaar-Matte. Als er mal besonders lange nicht beim Friseur war, verkleideten sich einige Fans mit Wischmob auf dem Kopf als Nowitzki. © picture alliance / dpa
Nowitzki wurde beim NBA-Draft von den Milwaukee Bucks ausgewählt, für die er aber nie spielen sollte, weil er sofort zu den Dallas Mavericks weitertransferiert wurde. Dort trägt er bis heute die Nummer 41. © picture alliance / dpa
Nowitzki spielt in seiner Freizeit Saxophon und Gitarre. Entsprechende Videos kursieren im Internet. © picture alliance / dpa
2009 erlitt Nowitzki emotional Schiffbruch, als die Beziehung zu seiner Verlobten Crystal Taylor platzte. Sie führte ein kriminelles Doppelleben und musste ins Gefängnis. © picture-alliance/ dpa
Mittlerweile hat Nowitzki eine neue Liebe gefunden. Im Sommer 2012 gaben sich der Basketballer und die Schwedin Jessica Olsson in der Karibik das Ja-Wort. © picture alliance / dpa
Nowitzki ist bekannt für seine Bescheidenheit. In den ersten Jahren seiner NBA-Karriere leistete er sich als Multimillionär nicht mehr als eine Wohnung und einen geräumigen Gebrauchtwagen, in dem seine Körpergröße keine Probleme darstellte. © picture alliance / dpa
Dirk Nowitzki singt beim Freiwurf "Looking for Freedom" von David Hasselhoff. Natürlich nicht voller Inbrunst, sonder nur ganz leise, um sich besser konzentrieren zu können. © picture alliance / dpa

“Es war ein großartiger Sieg, auch wenn wir in der Defensive das Glück heute auf unserer Seite hatten“, meinte Nowitzki. 2,1 Sekunden vor dem Ende hatte Denver-Star Carmelo Anthony die Möglichkeit, die Partie doch noch zugunsten der Gastgeber zu entscheiden. Doch sein Wurf verfehlte das Ziel und löste bei Dallas-Coach Rick Carlisle Glücksgefühle aus. “Sie haben uns mit unzähligen Dreiern überzogen, doch wir haben es irgendwie überstanden“, sagte Carlisle. Anthony war tief enttäuscht. “In neun von zehn Fällen treffe ich diesen Wurf.“

Nowitzki und Co. hatten die Partie über weite Strecken im Griff, bis sie im Schlussviertel für einen Moment zu unkonzentriert agierten. Denver, das auf seine “Langen“ Nene, Kenyon Martin und Chris Andersen verzichten musste, nutzte dies und ging 97:93 in Führung. Doch als er gebraucht wurde, war Nowitzki erneut zur Stelle und brachte sein Team mit sechs Zählern in Serie wieder in Front.

Grund zum Feiern hatte erstmals in dieser Saison auch Nowitzkis Nationalmannschaftskollege Chris Kaman. Mit den Los Angeles Clippers gewann der Center gegen die Oklahoma City Thunder 107:92, war daran aber lediglich mit vier Zählern beteiligt. Mann des Abends in der NBA war wieder einmal Kobe Bryant. Der Superstar führte die Los Angeles Lakers mit dem 17. Tripple Double seiner Karriere zum 112:100 bei den Sacramento Kings. 30 Punkte, zwölf Assists und 10 Rebounds standen am Ende für Bryant notiert.

dpa

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