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Neureuther: "Verbockte" WM - versöhnliches Ende

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Felix Neureuther.

Lenzerheide - Am Ende durfte sich Felix Neureuther im Nebel von Lenzerheide noch einmal über einen Podestplatz freuen, aber zufrieden konnte der Skirennfahrer mit seiner WM-Saison nicht sein.

“Ich hab' leider die Weltmeisterschaft verbockt. Der Stachel sitzt nach wie vor sehr tief“, gestand der 26-Jährige nach seinem dritten Slalom-Rang vom Wochenende. Nur 0,25 Sekunden hatten ihm auf den italienischen Olympiasieger Giuliano Razzoli und zu seinem dritten Erfolg im Weltcup gefehlt.

“Aber es war ein guter Saison-Ausklang“, meinte Neureuther, der beim Sieg der deutschen Mannschaft im Teamevent am Sonntag die zweitschnellste Zeit aller Herren fuhr. Einen positiven Abschied hätte eigentlich auch Ivica Kostelic feiern können, denn nach der Großen Kristallkugel für den Saisonbesten heimste er noch die Kleine im Slalom ein. Doch statt sich zu freuen, hockte der Kroate, unzufrieden über die eigene Leistung und Platz 18, kurz nach dem Torlauf mit mürrischer Miene im Zielraumzelt, als hätte man ihm die Ski geklaut.

Während der Kroate aber mit drei Kugeln, einer WM-Medaille und sieben Rennsiegen der beste Skirennfahrer der Saison war, mussten sich die deutschen Herren mit zwei Podestplätzen für Neureuther und einem Überraschungscoup von Stephan Keppler zufriedengeben. Der bei der WM ausgeschiedene Slalom-Spezialist Neureuther, der im Riesenslalom stark verbessert konstant punktete, verpasste in Bansko im Februar nur um 1/100 Sekunde den Sieg in der Super-Kombination.

Keppler erweckte die vom Verletzungspech verfolgten deutschen Speedfahrer mit Platz zwei beim Super-G in Gröden im Dezember aus dem Dornröschenschlaf. Seine hochmotivierte Rückkehr nach dem verletzungsbedingten WM-Aus wurde beim Saison-Finale nicht belohnt; der Super-G fiel wegen des schlechten Wetters aus.

Da er sein Team mit diesen Ergebnissen “unter Wert geschlagen“ sieht, verlängerte Herren-Cheftrainer Karlheinz Waibel seinen auslaufenden Vertrag um ein weiteres Jahr. Nach der kommenden Saison will der fachlich hochgeschätzte 44-Jährige allerdings von seinem Amt zurücktreten und “etwas anderes machen, wo ich mehr Zeit für die Familie habe“.

Nun kommt auch im nächsten Winter noch einiges an Arbeit auf ihn zu. “Bei den Herren fehlt uns natürlich immer noch der große Wurf. Aber wir haben gute Ansätze drin“, sagte Alpin-Direktor Wolfgang Maier. “Wir ziehen keine negative Bilanz, auch wenn der Felix heuer deutlich hinter dem geblieben ist, was man sich erwartet hat. Trotzdem sieht man, dass wir bei den Herren langsam einen Fuß in die Tür bekommen.“

Maier durfte immerhin die erste Saison mit zwei Fahrern auf dem Podest seit vier Jahren bilanzieren und die erste mit Podestplätzen in drei verschiedenen Disziplinen seit fast 20 Jahren, seit den Zeiten eines Markus Wasmeier. Der versuchte Neureuther beim ARD-Interview für die neue Saison Mut zu machen. “Du hast dich extrem entwickelt im Riesenslalom“, lobte der Doppel-Olympiasieger.

dpa

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