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Neuner gewinnt WM-Silber

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Magdalena Neuner (r.) mit der Siegerin Kaisa Mäkäräinen

Chanty-Mansijsk - Mit zwei Fehlern im letzten Schießen hat Magdalena Neuner ihr bereits sicher geglaubtes neuntes WM-Gold noch verloren.

Die Sprintsiegerin aus Wallgau musste sich in der Verfolgung über 10 km bei der Biathlon-WM im russischen Chanty Mansijsk der im Gesamtweltcup führenden fehlerfreien Finnin Kaisa Mäkäräinen (30:00,01 Minuten) mit 21,6 Sekunden Rückstand geschlagen geben. Dritte wurde die Schwedin Helena Ekholm.

„Ich habe eine Silbermedaille gewonnen. Kaisa hat ein so starkes Rennen gemacht. So ist es halt, das letzte Schießen macht es aus. Ich habe mich gut gefühlt, aber zwei Schuss nicht untergebracht. Der Kampfgeist war auf der letzten Runde nicht mehr so da. Ich lag nach dem letzten Schießen acht Sekunden zurück. Kaisa war so stark, dass ich mich ab dem letzten Berg über Silber gefreut habe“, sagte Neuner.

Für die Doppel-Olympiasiegerin wäre es das zweite Double ihrer Karriere gewesen, nachdem sie 2007 im italienischen Antholz Sprint und Verfolgung gewonnen hatte. Dieses Kunststück hatten vor und nach ihr auch Uschi Disl 2005 in Hochfilzen und Andrea Henkel 2008 in Östersund geschafft.

Magdalena Neuner: So schön, so erfolgreich

So schön und so erfolgreich: Magdalena Neuner

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Magdalena Neuner wurde am 9. Februar 1987 in Garmisch-Partenkirchen geboren. Die Oberbayerin wuchs in Wallgau auf. © Jantz
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Sie ist bekennende Bairisch-Sprecherin ... © dpa
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... und pflegt die Tradition. © dpa
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Sie ist bei der Bundeszollverwaltung als Zollhauptwachtmeisterin angestellt. Bereits in Jugendwettbewerben holte Lena Trophäe um Trophäe. Im Jahr 2004 war die damals 17-jährige (2.v.r.) noch merklich schüchtern, als sie mit dem deutschen Zoll-Team vom damaligen Finanzminister Hans Eichel empfangen wurde. © dpa
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Ihren großen Durchbruch feierte sie in der Saison 2006/2007. © dpa
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Am 5. Januar 2007 holte sie in Oberhof ihren ersten Weltcupsieg. © dpa
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Bei den Weltmeisterschaften 2007 in Antholz (Italien) hatte sie dann ihren großen Auftritt und holte drei Goldmedaillen. © dpa
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Auch bei der WM 2008 in Östersund sammelte Lena dreimal Gold. © dpa
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... und obendrein in derselben Saison noch den Gesamtweltcup und zwei Einzelweltcups. © dpa
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Lena erklärte es bislang für ausgeschlossen, sich für den Playboy auszuziehen. © dpa
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Wieso auch? Sie ist angezogen ein größerer Blickfang als viele andere nackt. © dpa
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Zu ihren Hobbies zählt Stricken. © LANA GROSSA
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Ja, richtig gelesen: Stricken! © LANA GROSSA
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Außerdem hört sie gerne Musik. Mit hartem Rock bringt sich Lena auf Betriebstemperatur für Wettkämpfe. In einem Tagesspiegel-Interview gestand sie, sich früher mit der Metal-Band System Of A Down aufgeputscht zu haben. © dpa
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Auch Robbie Williams und Chris Martin schallen ihr des öfteren durch die Ohren. © LANA GROSSA
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Lena ist äußerst schlagfertig und kann so auch mal einen Thomas Gottschalk ins Stocken bringen. © dpa
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Die süße Oberbayerin kann aber auch mal schimpfen. Hobby-Lippenleser dürfen hier mal an einer einfachen Aufgabe üben. © dpa
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"Ich glaub, mich knutscht eine Lena" - Die Biathletin dreht bei diesem Elch das Spiel um. © dpa
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In ihrer Heimat Wallgau trägt man sie auf Händen. © dpa
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Und auch die WM-Maskottchen 2007 namens "Bumsi" ließen sie hoch leben. © dpa
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Lena mit Hund Rocky © dpa
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Miss Neuner mit ihrer "Sportlerin des Jahres 2007"-Trophäe. © dpa
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Sie muss eine große Vitrine haben. © dpa
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Auch beim harten Training hat sie immer ein Lächeln übrig. © dpa
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Lena (r.) posiert mit den Alpin-Skifahrerinnen Maria Riesch (v-l), Kathrin Hölzl und Monika Bergmann-Schmudere vor der Allianz Arena. © dpa
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Ist echt! Lena macht die Probe aufs Exempel. © dpa
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Im Dezember 2011 kündigte Neuner ihr Karriereende für Frühjahr 2012 an. Sie wolle sich neu orientieren und mal etwas anderes ausprobieren, erklärte die Biathletin. © dpa

Neuner war mit über 40 Sekunden Vorsprung vor Mäkäräinen zum letzten Schießen gekommen, doch nach fehlerfreien Leistungen in der Mixedstaffel, im Sprint und bei den ersten drei Anschlägen im Verfolger erwischte es die 24-Jährige ausgerechnet im Stehendanschlag gleich doppelt. Mäkäräinen nutzte ihre Chance, schoss fehlerlos und ging mit acht Sekunden Vorsprung auf die Schlussrunde. Dort baute sie ihre Führung sogar noch aus und machte ihren ersten WM-Titel perfekt.

Andrea Henkel (Großbreitenbach) zeigte ebenfalls eine starke Leistung, blieb fehlerfrei im Schießen und schob sich vom 20. Platz noch auf Rang vier vor. Miriam Gössner (Garmisch) patzte im dritten Schießen viermal und vergab damit ihre Medaillenchance. Sie wurde Siebte. Kathrin Hitzer (Gosheim/4 Fehler) belegte Platz 27.

sid

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