Mosley: Vettel schuldlos am Crash

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Sebastian Vettel

Hamburg - Max Mosley, ehemaliger Chef des Weltverbandes FIA, hat Formel-1-Pilot Sebastian Vettel von jeglicher Schuld am Crash mit dessen Red-Bull-Teamkollegen Mark Webber in Istanbul freigesprochen.

“Vettel war zum Zeitpunkt des Unfalls klar schneller als Webber. Er hatte in dieser Phase das Recht und die Aufgabe, Webber zu überholen“, sagte der Brite der Tageszeitung “Die Welt“.


Beim Großen Preis der Türkei am Sonntag waren der Deutsche und der WM-Führende aus Australien in der 40. Runde im Kampf um die Spitze kollidiert. Vettel schied aus, Webber rettete hinter dem McLaren-Duo Lewis Hamilton und Jenson Button noch den dritten Platz. Viele Fahrerkollegen sahen die Verantwortung für den Vorfall beim 22- Jährigen aus Heppenheim. Die Teamleitung hatte zunächst Webber die Schuld zugewiesen, relativierten dies später aber.


“Wir könnten streiten, wenn Webber nicht der Teamkollege wäre, aber als solcher hätte er im Zweifelsfall die besondere Verantwortung oder Rolle für sein Team und seinen Teamkollegen respektieren sollen“, meinte Mosley, der im Oktober 2009 nach 16 Jahren vom Amt des FIA-Präsidenten zurückgetreten war.

Den Vorwurf an Red Bull, das Team habe mit einer verdeckten Stallorder versucht, Vettel nach vorn zu bringen, teilte der ehemalige Funktionär nicht. “Vettel stand unter Druck von Lewis Hamilton, er war schneller als Webber und musste, um den McLaren- Fahrer abzuschütteln, unbedingt am langsameren Webber vorbei“, meinte Mosley. Selbst wenn das Team diese Situation über Funk den Fahrern erklärt habe oder hätte, “wäre das keine Stallorder, sondern nur eine Erklärung einer besonderen Situation und keine Manipulation der Fahrer-WM, sondern nur eine Information, die für beide Red-Bull- Piloten und das Team notwendig war“.

Er verglich die Situation mit dem Skandal-Rennen 2002 in Österreich. Damals hatte Rubens Barrichello auf Anordnung der Ferrari-Teamleitung den Sieg seinem Teamkollegen Michael Schumacher überholen müssen. “Das eine war eine bewusste Manipulation der WM, das andere ist die legitime Erklärung einer Rennsituation“, sagte Mosley.

Red Bull zieht Schlussstrich unter Crash

Das Formel-1-Team Red Bull hat offiziell einen Schlussstrich unter den Unfall zwischen Sebastian Vettel und Mark Webber beim Großen Preis der Türkei gezogen. Die Teamverantwortlichen und die beiden Piloten trafen sich am Donnerstag im Firmensitz im englischen Milton Keynes. “Es tut mir leid, dass wir die Führung in dem Rennen verloren haben“, sagte Vettel. Webber versicherte: “Seb und ich werden sicherstellen, dass das nicht wieder passiert.“ Im Kampf um die Führung beim Großen Preis der Türkei am vergangenen Sonntag waren die beiden vorne liegenden Rennfahrer in der 40. Runde ineinandergerast. Vettel war danach ausgeschieden. Webber konnte das Rennen noch als Dritter beenden.

dpa

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