Das Missgeschick des Tages

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Pavlo Rozenberg bei seinem Missgeschick.

Rom - Patrick Hausding sprang letztlich sicher ins Finale, Pavlo Rozenberg stürzte im Vorkampf ab: Unterschiedlicher hätten die Vorstellungen der deutschen Wasserspringer vom Drei-Meter-Brett kaum ausfallen können.

 Als Halbfinal-Zehnter erreichte der EM -Vierte Hausding (Berlin) mit 434,10 Punkten den Endkampf an diesem Donnerstag, in den der Kanadier Alexandre Despatie (485,05) als Punktbester geht. Für Rozenberg war am Mittwoch nach einem unfreiwilligen Sturz ins Becken das Vorrunden-Aus bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Rom perfekt. Der Aachener versuchte nach einem missratenen Anlauf noch, mit akrobatischen Bewegungen auf dem Brett zu bleiben, doch er fiel ins Wasser und kassierte null Punkte.


Wäre er auf dem Brett geblieben, hätte Rozenberg seinen Sprung wiederholen können und trotz Punktabzügen große Chancen auf das Halbfinale der besten 18 gehabt. So wurde er nur 31. Wegen des Mammut-Feldes von 51 Teilnehmern mussten die Springer jeweils fast eine dreiviertel Stunde zwischen ihren sechs Durchgängen warten. “Der Anlauf ist ab und an mal eine schwierige Sache. Nach 40 Minuten Pause ist das aber eine Kunst“, sagte Rozenberg, der mit seinem Absturz nicht alleine da stand.

“Das ist so, als ob man nach einer dreiviertel Stunde ohne Erwärmung einen Vollsprint machen soll“, erklärte Hausding und ergänzte: “Das Brettgefühl geht verloren, ich hatte heute auch schlechte Absprünge.“ Im Halbfinale ging bis zum dritten Sprung alles glatt, doch dann patzte er beim dreieinhalbfachen Auerbach-Salto.

dpa

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