Deutsche verpassen die Top Ten

WM in Lahti: Gold für Björgen, auch Ustjugow triumphiert

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Die Nummer eins im Skiathlon: Marit Björgen feiert in Lahti ihr 15. WM-Gold.

Lahti - Marit Björgen hat ihre einzigartige Karriere bei der Nordischen Ski-WM einmal mehr gekrönt. Die Norwegerin gewinnt ihre 15. Goldmedaille. Bei den Männern siegt ein Russe.

Die Norwegerin Marit Björgen hat bei der WM in Lahti den Titel im Skiathlon gewonnen und damit als erste nordische Wintersportlerin ihre 15. Goldmedaille bei Weltmeisterschaften geholt. Die 36-Jährige siegte nach je 7,5 km im klassischen und freien Stil vor der Finnin Krista Parmakoski (4,8 Sekunden Rückstand), die dem Gastgeber die erste Medaille bescherte und von 35.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion frenetisch gefeiert wurde.

Bronze ging an die Schwedin Charlotte Kalla (+32,0), Gesamtweltcup-Spitzenreiterin Heidi Weng (+1:05,4 Minuten) ging als Fünfte überraschend leer aus. Beste Deutsche war Katharina Hennig (Oberwiesenthal), die in ihrem ersten WM-Rennen einen ganz starken elften Platz (+1:39,1) belegte. Victoria Carl (Zella-Mehlis) wurde 15., Sofie Krehl (Oberstdorf) belegte Platz 16, Sandra Ringwald (Schonach) kam als 21. ins Ziel.

Björgen holt Rekord-Gold

Superstar Marit Björgen krönte ihr Comeback, nachdem sie in der Vorsaison wegen der Geburt ihres ersten Kindes pausiert hatte. 14 Jahre nach ihrem ersten WM-Titel baute "Königin Marit" ihre einzigartige Erfolgsbilanz aus und hat nun eine Goldmedaille mehr als die Sowjetläuferin Jelena Wälbe auf dem Konto. Kein anderer nordischer Wintersportler war erfolgreicher.

Björgens Landsfrau Therese Johaug, die bei der WM 2015 den Skiathlon gewonnen hatte, fehlte wegen eines Dopingvergehens und ist noch bis zum kommenden November gesperrt.

Skiathlon-Weltmeister bei den Männern ist der Russe Sergej Ustjugow. Der 24 Jahre alte Sieger der Tour de Ski verwies in 1:09:16,7 Stunden den Norweger Martin Johnsrud Sundby, der nach einem Sturz am letzten Anstieg 6,7 Sekunden Rückstand hatte, auf Rang zwei. Den dritten Platz sicherte sich im Spurt der Verfolgergruppe Finn Haagen Krogh aus Norwegen. Florian Notz lief ein beherztes Rennen und kam als bester Deutscher auf Rang 16. Sein Rückstand auf Ustjugow betrug 57,7 Sekunden. Lucas Bögl kam als 19. ins Ziel, Jonas Dobler wurde 21.

sid, dpa

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