Lakers erzwingen mit Heimsieg siebtes Finale

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Im NBA-Finale bleibt es spannend (Foto: Glen Davis, Rasheed Wallace und Andrew Bynum)

Los Angeles/Boston - Spannender könnte das Finale der NBA nicht verlaufen. Erst im siebten und damit letzten Spiel fällt an diesem Donnerstag in Los Angeles die Entscheidung in der “best of seven“-Serie.

Finaler Showdown vor den Toren Hollywoods. Die Meisterschaft in der nordamerikanischen Basketball- Profiliga NBA wird in einem echten Endspiel entschieden. Nachdem die Los Angeles Lakers am Dienstagabend (Ortszeit) den Matchball der Boston Celtics eindrucksvoll mit einem 89:67-Heimsieg abgewehrt haben und in der Endspielserie zum 3:3 ausglichen, stehen sich die Erzrivalen am Donnerstag (Ortszeit) zum Final Countdown im Staples Center gegenüber.


“Wir müssen mit der gleichen Entschlossenheit und Energie auftreten“, forderte Lakers-Superstar Kobe Bryant unmittelbar nach dem Ende der einseitigen Partie. In der Celtics-Kabine steckten derweil die Profis ihre Köpfe zusammen und stimmten sich auf das wichtigste Spiel der Jahres ein. “Jetzt kommt es auf die mentale Stärke an - es ist das letzte Spiel der Saison, da gibt es keine Ausreden mehr. Ich bin nach wie vor selbstbewusst, aber wir müssen weitaus härter spielen“, betonte Kapitän Paul Pierce.


Während in Los Angeles die 18 997 Zuschauer - unter ihnen Michelle Obama - gut gelaunt die Arena verließen, wurden zur selben Zeit rund um den Bostoner TD Bank-Garden die Absperrgitter eingesammelt. Diese hatte die Polizei für den Fall des Titelgewinns aufgestellt. Doch feiern konnten diesmal nur die Lakers und ihre Fans. Als Ron Artest mit einem erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf zum 76:51 das dritte Viertel beendet hatte, lehnte sich Edelfan Jack Nicholson endgültig entspannt in seinen Sitz in der ersten Reihe zurück.

“Zu dieser Zeit habe ich bereits ans nächste Spiel gedacht“, so Celtics-Coach Doc Rivers. Die Partie war bereits bei der 51:31- Pausenführung der Gastgeber so gut wie entschieden. Los Angeles tat alles, um dem Erzfeind die Meisterfeier zu verderben und die Celtics spielten und vor allem warfen, als wäre ihnen der Titel total egal. “Wir hatten mehr Energie, unsere Defensive war gut, unser Rebound- Spiel noch besser“, analysierte Trainer Phil Jackson.

Zwei Tage nach der “One-Man-Show“ von Bryant (38 Punkte) bei der 86:92-Niederlage in Boston, präsentierten sich die Lakers diesmal als Mannschaft. Vor allem die Reservisten überzeugten und steuerten 15 Zähler zur Pausenführung bei. Bostons Bankspieler hingegen enttäuschten total, Nate Robinson gelangen in der 39. Minute die ersten Punkte eines Einwechslers - da lag sein Team aussichtslos mit 53:78 zurück. Zudem hatten die Lakers klare Vorteile bei den Rebounds (52:39). Dies lag auch am frühen Ausfall von Celtics-Center Kendrick Perkins. Der 2,08 Meter-Mann zog sich in der sechsten Minute eine Knieverletzung zu und droht auch für das siebte Spiel auszufallen.

Allerdings ist auch Lakers-Center Andrew Bynum aufgrund eines eingerissenen Meniskus nur bedingt einsatzfähig. “Es wird schwer für beide Teams. Aber wir sind beide dort, wo wir sein wollten“, betont Rivers. Die Lakers hoffen auf ihren Heimvorteil und darauf, erneut ein Bollwerk in der Verteidigung aufbauen zu können. Die 67 Punkte der Celtics waren der zweitschlechteste Wert der Endspiel-Historie. Nur die Utah Jazz trafen 1998 bei der 54:96-Niederlage in der dritten Partie bei den Chicago Bulls noch weniger. Boston baut indes auf die glorreiche Geschichte im Showdown. Viermal ging es für die Celtics auswärts bei den Lakers um alles oder nichts geht - viermal kehrten sie mit der Meistertrophäe zurück nach Massachusetts.

dpa

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