Trotzdem große Zuversicht

Laböck verpatzt Olympia-Generalprobe

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Isabella Laböck (Archivfoto).

Bayrischzell - Isabella Laböck war als Siebte noch die Beste: Die Raceboarder haben die Generalprobe für Sotschi beim Heim-Weltcup gründlich verpatzt.

Snowboard-Weltmeisterin Isabella Laböck scheiterte als letzte im Wettbewerb verbliebene deutsche Athletin bereits im Viertelfinale, doch ihre gute Laune wollte sie sich von der verpatzten Olympia-Generalprobe nicht vermiesen lassen. „Ich habe trotzdem gemerkt, dass ich wieder locker bin und mein Können abrufen kann. Das gibt einen ordentlichen Schub für Sotschi. Da ist mit mir zu rechnen“, sagte die Chiemgauerin nach ihrem siebten Platz beim Parallel-Riesenslalom am Sudelfeld nahe Bayrischzell.

Laböck war beim letzten Weltcup des Winters in beiden Läufen chancenlos gegen Patrizia Kummer (Schweiz), die sich mit ihrem vierten Saisonsieg den Gesamtweltcup sicherte. „Die Patrizia ist im Moment unschlagbar und wird in Sotschi eine harte Nuss. Aber wir haben schon bewiesen, dass wir besser sein können als sie“, sagte Laböck (Klingenthal). Am Sudelfeld sah das bei Sonnenschein und frühlingshaften Verhältnissen jedoch ganz anders aus.

Selina Jörg (Sonthofen) scheiterte im Achtelfinale denkbar knapp und kam auf Rang zehn, Anke Karstens aus Bischofswiesen belegte Platz 16. Und Amelie Kober aus Fischbachau, 2006 in Turin Olympia-Zweite, verpasste die Finalläufe um eine Hundertstelsekunde und wurde schließlich als 18. notiert.

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Bei den Männern musste sich Patrick Bussler nach einem Beinahe-Sturz im Achtelfinale mit Platz 13 begnügen. „Das ist traurig und hätte nicht sein müssen“, sagte der Aschheimer. Beim Tagessieg des Franzosen Sylvain Dufour belegte Alexander Bergmann gleichauf mit dem nicht für Olympia qualifizierten Daniel Weis (beide Bischofswiesen) Platz 18. Stefan Baumeister aus Aising-Pang kam auf Rang 26.

In Sotschi, wo nach dem Parallel-Riesenslalom am 19. Februar mit dem Parallel-Slalom drei Tage darauf erstmals ein zweiter Wettbewerb ausgetragen wird, wollen Laböck und Co. zurückschlagen. „Wir haben die Chance, da ganz vorne dabei zu sein. Ich will Gas geben und kann es kaum noch erwarten“, sagte Laböck. Der Heim-Weltcup vor Freunden und Verwandten sei hinsichtlich Druck und Nervosität „eine gute Vorbereitung“ für Olympia gewesen.

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Kober und Jörg hatten indes etwas länger an der verpatzten Generalprobe zu knabbern. Jörg, der fünf Hundertstelsekunden zum Einzug ins Viertelfinale gefehlt hatten, musste sich von Laböck trösten lassen. Und Kober meinte: „Es ist extrem bitter, dass ich beim Heim-Weltcup so früh draußen war, und es wird dauern, bis ich das verdaut habe.“

Die Vorfreude auf Olympia sei dennoch „riesig“, ergänzte die zweifache Dritte der WM 2013: „Das wird größer und gigantischer, als es je war. Wir fahren mit voller Kraft hin.“ Cheftrainer Andreas Scheid meinte: „Beim nächsten Mal muss es besser sein - und das ist in Sotschi.“

Dort nehmen die Raceboarder bereits an der Eröffnungsfeier teil, um „sicher unvergessliche Eindrücke“ zu sammeln, wie Laböck meinte. Anschließend geht es zurück nach Deutschland, den „Feinschliff“ (Laböck) für die Spiele wollen sie sich beim Training in Italien holen, ehe es am 14. Februar wieder nach Russland geht.

sid

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