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Rückkehrer Petzschner Davis-Cup-Held in Kroatien

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Philipp Petzschner (li) und Christopher Kas.

Zagreb - Drei Jahre hatte Philipp Petzschner kein Tennis für das deutsche Davis-Cup-Team gespielt. Doch jetzt hat der Davis-Cup-Rückkehrer sein Team in einen Freudentaumel versetzt.

Seine Absage für 2010 sorgte für einigen Wirbel. Doch bei der Rückkehr gegen Kroatien avancierte der Wimbledonsieger im Doppel zum Matchwinner von Zagreb.Mit dem Sieg im entscheidenden Einzel sorgte der Bayreuther am Sonntag für den schwer erkämpften 3:2-Erfolg in Zagreb und den Einzug ins Viertelfinale.

Nach dem 6:4, 7:6 (7:3), 7:6 (7:5) von Petzschner über Ivo Karlovic kannte der Jubel auf der deutschen Bank keine Grenzen: Durch den ersten Auswärtssieg seit fast vier Jahren entgeht das DTB-Team 2011 dem Abstiegskampf. “Dass wir es so zu Ende bringen, ist wahnsinn“, jubelte der Wimbledonsieger im Doppel. “Es ist geil, Davis Cup zu spielen.“ Teamchef Patrik Kühnen war voll des Lobes für seinen Matchwinner: “Die Leistung war weltklasse, vor allem vom Kopf her. Philipp hat ein Riesen-Match gespielt.“

Vom 8. bis 10. Juli gibt es nun entweder (voraussichtlich in Stuttgart) ein Heimspiel gegen Frankreich oder ein Nachbarschaftsduell in Österreich. Zuletzt hatte eine deutsche Mannschaft auswärts vor 15 Jahren in der Schweiz die erste Runde überstanden.

Das Sportjahr 2010: Unvergessene Fotos

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2010, was war das wieder für ein Sportjahr! Olympia, Fußball-WM, Formel 1: Wir zeigen Ihnen unvergessliche Fotos, die immer noch im Gedächtnis haften. © ap
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Die Olympischen Spiele begannen mit einem schweren Schock. Der georgische Rodler Nodar Kumaritaschwili verunglückte im Eiskanal. © dpa
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Es war der vielleicht schlimmste Moment des Sportjahres. Schlimmere Anblicke möchten wir Ihnen an dieser Stelle ersparen. © ap
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Beim Staffelwettbewerb der Eisschnelläuferinnen stürzte Anni Friesinger Meter vor dem Ziel. Gedankenschnell zog sie jedoch ihr Bein nach vorne und löste so die Zeitnahme aus. © dpa
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So sicherte Friesinger dem deutschen Team die Goldchance. Monate später beendete sie ihre Karriere. © dpa
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Die kanadischen Eishockeyspielerinnen bejubelten ihren Olympiasieg wenig ladylike mit Schampus und Zigarre - was in Nordamerika für einen mittelschweren Eklat sorgte. © ap
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Beim Langlauf schenkten sich Nikita Kriukow (Gold-Medaille, links) und Alexander Panzhinskiy (Silber, r.) nichts. Gut, dass wir den Fotobeweis haben. © Getty
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Schock vor der WM: Michael Ballack verletzte sich nach einem Foul von Kevin-Prince Boateng schwer. © dpa
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Der FC Bayern war auf der Titeljagd äußerst erfolgreich. Erst holte der FCB die Meisterschaft,... © dpa
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...dann den DFB-Pokal. © dpa
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Es war auch die Geburtsstunde des "Feierbiests" Louis van Gaal. © dpa
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Noch ein Feierbiest - José Mourinho. Der Portugiese holte im Champions-League-Finale gegen die Bayern das Triple. © Getty
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Inter Mailand feierte,... © dpa
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...während sich die Bayern-Spieler nur an den Kopf fassen konnten. © dpa
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John Isner gewann im Juli gegen Nicolas Mahut das längste Tennis-Match der Welt nach mehr als elf Stunden Spielzeit. © ap
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Danach ließen sich die Marathon-Spieler vor der Anzeigetafel fotografieren. © dpa
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Lance Armstrong stürzte bei seiner Rückkehr auf die Weltbühne des Radsports. © AP
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Alberto Contador gewann erneut die Tour de France - und geriet danach ins Visier der Dopingfahnder. © dpa
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Wladimir Klitschko schickte Eddie Chambers in die Seile. © ap
Sein Bruder Witali stopfte Shannon Briggs das lose Mundwerk. © dpa
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Bayern-Star Philipp Lahm heiratete seine Claudia. © dpa
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Nelson Mandela konnte seine Heim-WM wegen eines familiären Schicksalsschlags zum Turnierbeginn nur eingeschränkt genießen, zeigte sich aber trotzdem dem Volk. © ap
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Die hochnotpeinliche Posse um das französische Nationalteam mit Skandal-Trainer Raymond Domenech sorgte für großes Interesse der Medien. © ap
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Die Fußball-WM lebte wie immer auch von ihren Emotionen: Jubel... © Getty
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...noch mehr Jubel... © ap
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...aber auch bittere Enttäuschung zeichnete sich in den Gesichtern der Spieler ab. © Getty
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Thomas Müller drehte zum Jubel ab. Er holte sich den Goldenen Schuh des Turniers. © Getty
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Wenn es um große Gefühle geht, ist Diego Maradona nicht weit. © ap
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Der exzentrische damalige Nationaltrainer Argentiniens war das Gesicht der WM. © dpa
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An der Seitenlinie führte er einen regelrechten Veitstanz auf. © Getty
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Erst im Viertelfinale gegen Deutschland verging ihm das Lachen und die Tanzeslust. © Getty
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Englands Keeper Robert Green leistete sich den vielleicht gößten Patzer der WM. © ap
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England und seine Torhüter ... © ap
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... ein Dauerthema mit Spaß-Garantie! © ap
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Bei der so genannten "Battle of Bloemfontein" zwischen England und Deutschland im Achtelfinale ... © ap
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... bekam aber auch Deutschlands Keeper Manuel Neuer einen eingeschenkt. Aber nur einen. © dpa
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Deutschland besiegte England mit 4:1 und Argentinien eine Runde später gar mit 4:0. © dpa
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Gegen den späteren Weltmeister Spanien war dann zwar im Halbfinale Schluss, aber Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski konnten sich mit einiger Verzögerung auch über Bronze freuen. © dpa
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Die Bilder des Finales: Wie immer waren Freud und Leid nur wenige Meter voneinander entfernt. © dpa
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Sitchwort Leid: Nigel de Jong täuschte sich in der Sportart und betrieb Mixed Martial Arts. © Getty
Das Sportjahr 2010: Unvergessene Fotos
Iker Casillas und Carles Puyol kamen sich in die Quere. © Getty
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Andres Iniesta traf Oranje mit seinem Treffer in der Verlängerung mitten ins Herz. © dpa
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Auf seinem Unterhemd hatte Iniesta einen verstorbenen Freund verewigt. © ap
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Die Anspannung auf Seiten Spaniens ... © Getty
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... wich dem kollektiven Jubel. © Getty
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Beim Jubeln war auch Paraguay-Fan Larissa Riquelme stets ganz weit vorne dabei. © ap
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Vornehmlich mit ihrem Handy zwischen den Brüsten! © Getty
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Beim Länderspiel in Berlin gegen die Türkei stattete Kanzlerin Angela Merkel ihrem Integrationsbeauftragten Mesut Özil in der Kabine einen Besuch ab. Er war etwas underdressed. © Getty
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Auch in der Formel 1 gab es einiges zu feiern, vor allem bei Red Bull. Mark Webber nahm nach einem GP-Sieg mit seinem Pokal ein Bad im Pool. © ap
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Doch der große Gewinner der Saison war natürlich Weltmeister Sebastian Vettel. Seine Heimat Heppenheim wurde vorübergehend umbenannt. © dpa
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Altmeister Michael Schumacher gratulierte seinem Nachfolger. © dpa
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Das Geräusch des Jahres im Bild: das Dröhnen der Vuvuzelas. Wir belassen es beim Foto und verzichten auf die Audio-Datei. © ap
Das Sportjahr 2010: Unvergessene Fotos
Tiger Woods fiel weniger durch seine golferischen Talente als vielmehr durch sein außereheliches Sexspektakel auf. © ap
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Mama Woods hatte ihn trotzdem noch lieb. Ehefrau Elin Nordegren hingegen nicht mehr. © ap
Das Sportjahr 2010: Unvergessene Fotos
Kommen wir zu einer Reihe von Fotos, die Sie vielleicht noch nicht gesehen haben, aber trotzdem nicht verpassen dürfen! © Getty
Das Sportjahr 2010: Unvergessene Fotos
Das Sportjahr 2010: Unvergessene Fotos © Getty
Das Sportjahr 2010: Unvergessene Fotos
Das Sportjahr 2010: Unvergessene Fotos © Getty
Das Sportjahr 2010: Unvergessene Fotos
Das Sportjahr 2010: Unvergessene Fotos © Getty
Das Sportjahr 2010: Unvergessene Fotos
Das Sportjahr 2010: Unvergessene Fotos © Getty
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Das Sportjahr 2010: Unvergessene Fotos © Getty
Das Sportjahr 2010: Unvergessene Fotos
Das Sportjahr 2010: Unvergessene Fotos © Getty
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Das Sportjahr 2010: Unvergessene Fotos © Getty
Das Sportjahr 2010: Unvergessene Fotos
Das Sportjahr 2010: Unvergessene Fotos © Getty
Das Sportjahr 2010: Unvergessene Fotos
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Das Sportjahr 2010: Unvergessene Fotos
Das Sportjahr 2010: Unvergessene Fotos © ap
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Das Sportjahr 2010: Unvergessene Fotos © Getty
Philipp Kohlschreiber macht sich lang

Bereits im Doppel hatte Petzschner mit einer starken Leistung zusammen mit Christopher Kas für die 2:1-Führung gesorgt. Das eingespielte Duo besiegte Ivan Dodig und Ivo Karlovic 6:3, 3:6, 5:7, 6:3, 6:4. Philipp Kohlschreiber verpasste es am Sonntag beim 2:6, 3:6, 6:7 (6:8) gegen Marin Cilic, vorzeitig für den uneinholbaren 3:1-Vorsprung zu sorgen. Das Gleiche war Petzschner 2007 bei seinem Debüt im verlorenen Halbfinale in Russland passiert.

In Zagreb gab Kühnen Petzschner den Vorzug vor Florian Mayer, der am Freitag nach seiner Niederlage gegen Cilic sehr geknickt gewirkt hatte. Drei Jahre nach seinem bislang letzten Einsatz und der Absage zugunsten der Solokarriere im Vorjahr rechtfertigte Petzschner die nicht überraschende Entscheidung. “Philipp wusste es wohl schon gestern Abend. Er war bereit“, berichtete Kohlschreiber, der nach seinem Viereinhalb-Stunden-Zittersieg über Dodig am Freitag müde war und sich zu spät in die Partie gegen Cilic biss.

Kroatiens Kapitän Goran Prpic verzichtete auf Dodig, der schon mehr als acht Stunden im Einzel und Doppel gespielt hatte. 2,08-Meter-Riese Karlovic stellte dort mit 251 Stundenkilometern einen Aufschlag-Weltrekord auf, der angesichts des nicht immer zuverlässig scheinenden Messgerätes etwas zweifelhaft wirkte. Petzschner hatte sich am Samstag immer besser auf den 32 Jahre alten Lokalmatador aus Zagreb eingestellt.

“Ich konnte plötzlich seinen Aufschlag lesen, das ist seit zehn Jahren nicht passiert“, meinte der 26-Jährige. Er schaffte auch im Einzel mit einem Break einen optimalen Start gegen Karlovic, dem er bisher zweimal unterlag. Die einstige Nummer 14 der Welt belegt aber nur noch Platz 217. In dem Aufschlag-Festival überzeugte Petzschner auch spielerisch. Als er sich im Tiebreak mit dem 6:3 drei Satzbälle erkämpfte, setzte sich Karlovic irrtümlich schon auf die Bank.

Zwar gab Petzschner nach dem 2:0 im dritten Satz seinen Aufschlag ab, behielt aber im entscheidenden Tiebreak die Nerven. DTB-Teamchef Kühnen war schon nach dem Doppel voll des Lobes über Petzschner. “Er hat eine Weltklasseleistung gezeigt, darum ist er auch Wimbledonsieger geworden“, sagte Kühnen, der beim 1:4 vor neun Jahren an gleicher Stelle Assistent von Michael Stich war.

Es bleibt die einzige Niederlage gegen die Kroaten bei nunmehr drei Siegen. Petzschner schwärmte nach der Partie vor den 2000 nicht immer fairen Fans in der halbvollen Halle: “Ich spiele lieber vor solchen Leuten, wo 800 gegen mich sind, als vor 27 in Freudenstadt.“

Von Robert Semmler

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