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Kiefer verpasst Finale

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Kiefer musste sich in zwei Sätzen geschlagen geben.

Stuttgart - Nicolas Kiefer hat beim Heim-Turnier auf dem Stuttgarter Weissenhof den ersten Finaleinzug eines deutschen Tennisprofis seit zehn Jahren verpasst.

Der 32 Jahre alte Davis-Cup- Spieler aus Hannover unterlag im Halbfinale der mit 450 000 Euro dotierten Sandplatz-Veranstaltung am Samstag dem Franzosen Jeremy Chardy mit 3:6, 5:7. “Er hat mein Spiel ganz gut gelesen und ich konnte sein Spiel nicht so gut lesen. Dann bin ich ins offene Messer gelaufen“, sagte Kiefer am Ende einer ungewöhnlichen Doppelschicht. Denn da ihre Viertelfinals am Vortag wegen heftigen Regens abgesagt worden waren, hatten beide Akteure schon eine Partie in den Beinen. Dabei hatte Kiefer den Polen Lukasz Kubot und Chardy den Hamburger Mischa Zverev ausgeschaltet. Im Finale trifft Chardy am Sonntag (15.30 Uhr/DSF) auf den Rumänen Victor Hanescu, der Fabio Fognini aus Italien mit 6:3, 6:7 (4:7), 6:2 besiegte.

Beim 6:2, 6:1 gegen Kubot hatte Kiefer seine Kräfte noch schonen können, am Nachmittag machte dem Weltranglisten-40. das herbstlich ungemütliche Wetter zu schaffen. “Schade, dass es so ein Ende nimmt. Es war sicher nicht so einfach bei Nieselregen. Mir liegen schnellere Bedingungen besser“, sagte er. Von Beginn an fand Kiefer gegen den in der Weltrangliste drei Ränge hinter ihm stehenden Chardy nicht seinen Rhythmus vom Vormittag und hatte im ersten Durchgang bei drei Aufschlagverlusten insgesamt elf Breakbälle gegen sich. Insgesamt zog der Routinier aber dennoch eine positive Bilanz seiner ersten Weissenhof-Teilnahme seit zwölf Jahren: “Ich habe drei Matches gewonnen. Das war ein guter Start in die zweite Jahreshälfte.“

Überraschungs-Finalist Chardy war hochzufrieden, die erste Endspiel-Teilnahme eines Deutschen beim “Mercedes Cup“ seit Thomas Haas' Final-Niederlage 1999 gegen Magnus Norman (Schweden) verhindert zu haben. “Zwei Spiele an einem Tag sind hart und Nicolas ist ein guter Spieler. Ich bin froh, dass ich so ein Spiel abgeliefert habe“, so der 22-Jährige. “Nun möchte ich morgen meinen ersten Titel holen.“

Anders als Kiefer war Mischa Zverev wohl schon am Morgen mit dem falschen Bein aufgestanden und hatte das von Fans und Veranstaltern erhoffte deutsch-deutsche Duell gegen seinen Davis-Cup-Doppelpartner beim 6:7 (4:7), 1:6 gegen Chardy klar verpasst. “Ich habe die Bälle schlecht getroffen und mich zu langsam bewegt. Es war eine Katastrophe. Es gibt so Tage, da merkt man schon beim Einschlagen, dass die Beine 500 Kilo wiegen“, sagte der 21 Jahre alte Hamburger.

Etwas trösten konnte sich Zverev mit der Vorfreude auf das am Montag beginnende Turnier am Hamburger Rothenbaum. Dort spielt er neben dem Einzel im Doppel mit dem ehemaligen Wimbledon-Sieger Michael Stich, der damit zwölf Jahre nach dem Ende seiner Karriere im Alter von 40 noch einmal ein ATP-Turnier bestreitet. “Wir werden sicher Spaß haben und nicht chancenlos sein“, meinte Zverev. Eine Wiederholung wird die aufsehenerregende Aktion laut Zverev aber nicht finden: “Wir werden wohl keine gemeinsame Zukunft haben.“

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