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Kaymer wünscht sich Woods in Topform zurück

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Martin Kaymer.

Miami - Kurz nach seinem Aufstieg zur Nummer eins der Weltrangliste am 27. Februar stellt sich Martin Kaymer in dieser Woche in Miami erneut der Schar seiner Verfolger.

Der neue Weltranglisten-Erste Martin Kaymer wünscht sich US-Golfstar Tiger Woods in der Form früherer Jahre zurück. „Es wäre fantastisch, wenn ich gegen den Tiger in seiner alter Stärke antreten könnte, den Größten, der jemals diesen Sport betrieb. Wenn er so grandios spielen würde wie im Jahr 2000, dann könnte ich gegen ihn scheitern. Aber es wäre toll, eine solche Herausforderung zu haben“, sagte der 26-jährige Rheinländer.

In Miami/Florida spielt Martin Kaymer ab Donnerstag bei dem mit 8,75 Millionen Dollar dotierten Turnier der Europa- und US-Tour wohl noch nicht gegen den Woods früherer Tage. Der aktuelle Weltranglisten-Fünfte ist zwar am Start, war aber zuletzt weit von der Glanzform früherer Tage entfernt, als er insgesamt 623 Wochen lang die Nummer eins war.

Die Organisatoren haben die derzeit 21 Weltbesten in sieben Dreier-Gruppen aufgeteilt. Kaymer startet zusammen mit dem Weltranglisten-Zweiten Lee Westwood, dem er vor knapp zwei Wochen die Nummer eins abgejagt hatte, und dem Dritten Luke Donald (beide England). Der Deutsche, in der aktuellen

Liste

mit 8,24 Durchschnittspunkten deutlich vor Westwood (7,88), darf sich keine Pleite leisten, vor allem nicht bei einem starken

Auftritt

des Briten, sonst könnte er die

Führung

schnell wieder los sein.

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Kaymer, der zusammen mit Westwood und Donald im Europateam gegen die USA den Ryder Cup gewonnen hatte, sagte vor dem Turnier in Miami: „Bei mir hat sich nichts verändert, seit ich die Nummer eins der Weltrangliste wurde. Höchstens, dass ich ein bisschen beschäftigter bin als zuvor.“

Was sich allerdings geändert hat in den 17 sieglosen Monaten von Tiger Woods, ist die Tatsache, dass die Amerikaner ihre starke Position in der Weltrangliste verloren haben. Kaymer: „Es ist fantastisch, dass nun vier Europäer auf den ersten Plätzen der Weltrangliste liegen.“

Martin Kaymer freute sich in den letzten Tagen auch über die Resonanz aus der Heimat, wie die von Bernhard Langer, der 1986 der erste und bislang einzige deutsche Weltranglisten-Erste war. „Er sagte, er sei sehr stolz darauf, wie ich das alles geschafft habe, dass ich mein Ziel immer im Auge hatte. Und ich würde nie den Boden unter den Füßen verlieren, das sei das Wichtigste“, erzählte Kaymer.

Der 26-Jährige wurde nach seiner Thronbesteigung in den USA überrascht vom unerwarteten Besuch seines Vaters. Horst Kaymer, der die Millionen des Filius verwaltet, begründete seine Blitzvisite in den Staaten so: „Ich wurde zu Hause nur noch bombardiert von Anrufen und Glückwünschen. Da habe ich mich entschlossen, meinem Sohn persönlich zu gratulieren.“

Martin Kaymer war erfreut und bewegt: „Nicht jeder Vater würde sich aus diesem Grund insgesamt 30 Stunden ins Flugzeug setzen. Er sagte mir, er wollte nicht warten, bis ich das nächste Mal in Deutschland bin. Denn schließlich könne keiner wissen, wie lange ich die Nummer eins bleibe.“

Bernhard Langer war vor 25 Jahren gerade mal für drei Wochen Spitzenreiter. Bei Martin Kaymer sind seit der Thronbesteigung am 27. Februar nicht einmal zwei Wochen vergangen.

sid

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