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Jamaika schließt Ex-Weltrekordler Powell von WM aus

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Asafa Powell wurde durch den jamaikanischen Leichtathletik-Verband von der WM in Berlin ausgeschlossen.

Berlin - Jamaika hält die Leichtathletik-Welt in Atem. Aus disziplinarischen Gründen hat der Verband des Landes Ex-Weltrekordler Asafa Powell von den Weltmeisterschaften in Berlin ausgeschlossen.

Weitere Opfer sind 100-Meter-Olympiasiegerin Shelly-Ann Fraser und weitere vier Sportler. Der Weltverband IAAF wurde aufgefordert, die jamaikanischen Teilnehmer aus der WM -Teilnehmerliste zu streichen und sie aus dem Athletenhotel in Berlin zu verbannen. "Um sicher zu gehen, haben wir die Jamaikaner aber in einem Brief aufgefordert, dies noch einmal zu bestätigen", erklärte IAAF-Sprecher Nick Davies.

Der jamaikanische Verband reagierte mit dieser disziplinarischen Maßnahme darauf, dass Powell, Fraser, die Olympia-Zweite Shericka Williams (400-Meter-Hürden), Brigitte Foster-Hylton , Kaliese Spencer und Melaine Walker nicht an einem gemeinsamen Trainingslager teilgenommen hatten. Alle sechs Athleten stammen aus der Trainingsgruppe von Steven Francis und seinem Club Maximising Velocity Power. In der Vergangenheit hatte Francis offenbar schon öfter Streit mit dem Verband, der diesmal hart durchgriff.

Der Olympia-Fünfte Powell, der zuletzt im Schatten von Landsmann Usain Bolt und dem US-Sprinter Tyson Gay stand, war bereits am Mittwoch zusammen mit den anderen fünf Sportlern seines Clubs in das Athletenhotel "Berlin, Berlin" eingezogen. Dort logiert auch die deutsche Mannschaft. Der 25 Jahre alte Powell hatte am 10. Juli in Rom mit 9,88 Sekunden die drittschnellste 100-Meter-Zeit des Jahres erzielt. Seinen Weltrekord stellte er im September 2008 mit 9,72 Sekunden auf. Bei den Olympischen Spielen in Peking unterbot Bolt die Marke mit unglaublichen 9,69 Sekunden. Durch den Ausschluss von Powell und Fraser minimierte Jamaika die Chancen in den Sprint-Staffeln.

"Es ist das Recht jedes Verbandes solche Maßnahme zu ergreifen. Wir würden es auch tun, wenn zu unserem Trainingslager Athleten nicht kommen würden", sagte IAAF-Councilmitglied Helmut Digel, betonte aber: "Die IAA hat damit nichts zu tun." Einen Zusammenhang mit dem Fall der des Doping verdächtigten, anderen jamaikanischen Leichtathleten wollte der Tübinger damit ausschließen.

Das Verfahren gegen die bei den nationalen Meisterschaften positiv getesteten Athleten bleibt vor der WM weiter eine Hängepartie. Die Anti-Doping-Agentur Jamaikas (JADOC) hatte gegen die Entscheidung seiner eigenen Disziplinarkommission, Yohan Blake, Marvin Anderson , Lansford Spence und Allodin Fothergill freizusprechen, Berufung eingelegt. Staffel-Vizeweltmeisterin Sheri-Ann Brooks war zuvor schon wegen eines Formfehlers einer Strafe entkommen. Die fünf Athleten waren bei den nationalen Meisterschaften Ende Juni auf das Stimulanzmittel Methylxanthin positiv getestet worden.

Von Andreas Schirmer, dpa

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