French Open: Favoritensterben geht weiter

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Serena Williams scheidet bei den Franch Open aus.

Paris - Das Favoritensterben bei den French Open geht weiter: Die Weltranglisten-Erste Serena Williams wurde am Mittwoch zum nächsten Opfer der Henin-Bezwingerin Samantha Stosur.

Williams unterlag der Weltranglisten- Dritte Novak Djokovic aus Serbien völlig überraschend Jürgen Melzer 6:3, 6:2, 2:6, 6:7 (3:7), 4:6. Melzer ist der erste österreichische Tennisprofi in einem Grand-Slam-Halbfinale seit Thomas Musters Roland-Garros-Triumph 1995. In einem nervenaufreibenden Viertelfinale musste sich Williams der Australierin Stosur 2:6, 7:6 (7:2), 6:8 geschlagen geben. Williams vergab bei 5:4 im dritten Satz sogar einen Matchball - ihr Fluch im Stade Roland Garros geht weiter, wo sie bisher nur im 2002 den Titel holen konnte. Bei allen anderen drei Major-Turnieren hat die 28-Jährige jeweils schon mindestens dreimal triumphiert.


Einen Tag nach dem überraschenden Viertelfinal-Aus seines großen Kontrahenten Roger Federer zeigte sich Sandplatz-“König“ Nadal beim 7:6 (7:2), 7:6 (7:3), 6:4 gegen seinen Landsmann Nicolas Almagro gewohnt souverän - der Linkshänder aus Mallorca steigerte seine beeindruckende Bilanz in Paris auf 36:1 Siege. Am Donnerstag feiert Nadal seinen 24. Geburtstag, einen Tag später bekommt er es im Halbfinale auf den Weltranglisten-27. Melzer zu tun. Nadal ist seit nun mehr 20 Matches ungeschlagen. Holt er am Sonntag seinen fünften French-Open-Sieg, löst er Federer wieder als Nummer eins ab. Die Weltranglisten-Siebte Stosur trifft in ihrem zweiten French- Open-Halbfinale nach 2009 am Donnerstag auf die frühere Nummer 1 Jelena Jankovic, die sich gegen die Überraschungs-Viertelfinalistin Jaroslawa Schwedowa aus Kasachstan mit 7:5, 6:4 durchsetzte.

Die frühere Doppelspezialistin Stosur mit der schnellen Vorhand und dem Klasse-Aufschlag bleibt die Frau der Stunde in dieser Sandplatzsaison: Sie schraubte ihre Matchbilanz auf 18:2. “Es ist etwas ganz Besonderes und Großartiges, hier die Nummer eins zu schlagen. Aber mein Weg ist noch nicht zu Ende“, sagte die überglückliche Stosur, die nach 2:24 Stunden gleich ihren ersten Matchball gegen Williams nutzte und dann Tränen in den Augen hatte. In der Runde der besten 16 hatte die 26-jährige Australierin bereits dafür gesorgt, dass Justine Henins Siegesserie von 24 Erfolgen nacheinander am Bois de Boulogne riss. Stosur errang bisher zwei Einzeltitel auf der WTA-Tour, 2010 triumphierte sie in Charleston und stand in Stuttgart im Finale. Für ihre nächste Gegnerin Jankovic ist es der dritte Halbfinaleinzug in Paris nach 2007 und 2008. Die Serbin, aktuell Weltranglisten-Vierte, feierte ihren bisher größten Erfolg bei einer Grand-Slam- Veranstaltung 2008 bei den US Open, als sie bis ins Endspiel kam.

dpa

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