Nachfolge-Kandidat steht schon fest

Nach 16 Jahren: Prokop dankt als DLV-Präsident ab

Seit 2001 an der Spitze des DLV: Clemens Prokop will seine Tätigkeit als Präsident der Leichtathleten beenden.
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Seit 2001 an der Spitze des DLV: Clemens Prokop will seine Tätigkeit als Präsident der Leichtathleten beenden.

Leipzig - Clemens Prokop hat nach 16 Jahren genug. Der DLV-Präsident will nicht für eine weitere Amtszeit kandidieren. Es gibt offenbar einen klaren Favoriten auf die Nachfolge.

Clemens Prokop verzichtet auf eine weitere Kandidatur als Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) und wird sein Amt beim Verbandstag im November zur Verfügung stellen. Dies teilte der 59-Jährige am Rande der deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig mit.


Nachfolger des Juristen, der seit 2001 an der Spitze des DLV steht, soll Jürgen Kessing werden. Der Oberbürgermeister von Bietigheim-Bissingen wurde von einer Findungskomission des DLV-Verbandsrates vorgeschlagen. Es sind allerdings auch weitere Kandidaturen beim Verbandstag in Darmstadt (18./19. November) möglich.

Prokop will „Leben neben Beruf neu organisieren“

"Nach nahezu 25 Jahren Mitgliedschaft im Präsidium und einer fast 17-jährigen Amtszeit als Präsident ist es für ich an der Zeit, mein Leben neben dem Beruf neu zu organisieren", sagte Prokop: "Ich übergebe einen Verband, der sich in der besten wirtschaftlichen Situation seiner Geschichte befindet, der im Leistungssport wieder Anschluss an die Weltspitze gefunden hat und dessen sportpolitisches Profil so geschärft ist, dass der DLV in herausgehobener Weise national und international wahrgenommen wird."


Prokop wird allerdings weiterhin als Organisationschef der Heim-EM im kommenden Jahr in Berlin fungieren. "Das ist alleine schon eine ausfüllende Tätigkeit. Alle die, die gehofft haben, mich los zu sein, haben sich zu früh gefreut", sagte Prokop mit einem Lachen.

Der ehemalige Weitspringer ist nach Max Danz (1949 bis 1970) der am längsten amtierende Präsident des DLV. Einen Namen machte sich Prokop auch als Vorreiter im Anti-Doping-Kampf. Als einer der ersten Funktionäre setzte er sich für ein Anti-Doping-Gesetz ein und stand damit im Kontrast zu vielen Entscheidungsträgern im deutschen Sport.

sid

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