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DLV: Neuaufbau „in hohem Maße gelungen“

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Die Leichtathletik-WM in Berlin ist ein voller Erfolg.

Berlin - Ein Jahr nach dem Olympia-Debakel von Peking ist die Erleichterung beim Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) über den sportlichen Aufschwung bei der Weltmeisterschaft riesengroß.

“Wir sind jetzt mit sechs Medaillen nach sechs Tagen bereits deutlich besser als 2003 und 2005 und liegen ganz knapp hinter dem Ergebnis von Osaka 2007“, sagte Sportdirektor Jürgen Mallow am Freitag bei einer Pressekonferenz in Berlin . Der Neuaufbau der Nationalmannschaft sei “in hohem Maße“ gelungen. Vor dem Final-Wochenende mit noch insgesamt 15 Entscheidungen hat der WM -Gastgeber zweimal Gold, zweimal Silber und zweimal Bronze geholt.

Die Spitznamen der Leichtathletik-Stars

foto

Damit kann sich Mallow nach der

WM

einigermaßen beruhigt in die Rente verabschieden. Speerwurf-Weltmeisterin Steffi Nerius und die gescheiterte Diskuswerferin Franka Dietzsch stehen für die Generation, die ihre Karriere ausgereizt hat, Weitsprung-Ass Sebastian Bayer und

Ariane Friedrich

, die

WM

-Dritte im Hochsprung, für jene Athleten, die künftig die Gesichter der olympischen Kernsportart sein sollen. “Wir haben ein hohes Potenzial“, meinte Mallow und verwies auch auf Talente wie den 19 Jahre jungen

Robert Hering

, der über 200 Meter ins Halbfinale rannte und neben Superstar Usain Bolt starten durfte. Hallen-Europarekordler Bayer kann zwar wegen seiner Knöchelverletzung am Samstag nicht mehr um die Medaillen mitspringen, doch in Hammerwerferin Betty Heidler hat der

DLV

noch eine heiße Kandidatin: “Mein Ziel bleibt die Titelverteidigung“, meinte die gebürtige Berlinerin, die in der Qualifikation mit 75,27 Metern so weit warf wie noch keine bei einer

WM

.

Im Stabhochspringen wollen Alexander Straub von der LG Filstal und Malte Mohr aus Leverkusen mitmischen, zumal Olympiasieger Steve Hooker aus Australien angeschlagen ist und Titelverteidiger Brad Walker aus den USA fehlt. “Alles ist möglich. Mit 5,80 Meter stehe ich auf Platz fünf der Weltbestenliste. Und ich weiß, dass ich mehr kann“, sagte der deutsche Meister Straub.

So sexy ist die Leichtathletik-WM in Berlin

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In den Staffeln über 4 x 100 und 4 x 400 Meter hoffen die Deutschen auf eine gute Platzierung, um noch Punkte für die beim DLV so beliebte Nationenwertung zu sammeln. Im Medaillenspiegel wird das deutsche Team in absehbarer Zeit indes nicht auf das Rekordergebnis nach der Wende von Tokio 1991 herankommen: Damals sammelten die erstmals vereinten deutschen Leichtathleten fünf Titel, dazu gab es viermal Silber und achtmal Bronze. Nach den mageren Jahren 2003 (0/1/3) in Paris und 2005 in Helsinki (1/1/3) wurde der Aufwärtstrend von Osaka 2007 (2/2/3) mit nur einer Bronzemedaille in Peking durch Speerwerferin Christina Obergföll abrupt gestoppt.

Mit seiner Brandrede gegen die Geldgeber des deutschen Sports hatte Mallow damals für Aufsehen und auch Unverständnis gesorgt. Der hauptamtliche Spitzenfunktionär des DLV bleibt trotzdem dabei, dass die Leichtathletik seines Erachtens finanziell zu wenig unterstützt wird. “Wir hätten sehr viel mehr Möglichkeiten, wenn wir mehr Ressourcen hätten“, meinte er.

dpa

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