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Deutsches Quartett weiter - Kohlschreiber optimistisch

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Bei blauem Himmel und offenem Dach spielte Philipp Petzschner gegen den Franzosen Serra aus Frankreich auf dem Center Court.

Hamburg - Andreas Beck hat in der Dunkelheit von Hamburg ein abendliches Glanzlicht gesetzt.

Um 23.19 Uhr beendete der Davis-Cup-Profi aus Stuttgart den Eröffnungstag beim traditionellen Rothenbaum-Turnier und überstand als vierter deutscher Tennisprofi seine Erstrunden-Hürde. Mit 6:7 (3:7), 6:4, 6:4 kämpfte der 23 Jahre alte Linkshänder den Spanier Oscar Hernandez nieder. Auch Philipp Petzschner, Daniel Brands und Simon Greul zogen am Montag in die zweite Rothenbaum-Runde ein. Ausgeschieden ist dagegen Björn Phau.

Nachdem Hoffnungsträger Philipp Kohlschreiber einen Tag vor seinem ersten Auftritt gegen den Italiener Potito Starace nach einem kurzen Sprint durch den Regen braun gebrannt und gut gelaunt im Kaminzimmer Rede und Antwort stand, meisterte die zweite deutsche Garde ihre Auftritte auf dem Center Court mit erstaunlichem Erfolg.

Wimbledon-Pechvogel Petzschner setzte sich mit 7:6 (7:3), 6:2 gegen den Franzosen Florent Serra durch, 1,96-Meter-Riese Brands rang nach zähem Kampf den rumänischen Qualifikanten Victor Crivoi mit 4:6, 6:4, 6:1 nieder und Simon Greul bezwang den Serben Janko Tipsarevic mit 2:6, 6:3, 6:3. Phau scheiterte an Pablo Cuevas aus Uruguay.

Vor nur noch knapp 150 Zuschauern mühte sich Beck über drei Sätze, ehe nach 2:50 Stunden sein Erfolg feststand. Zuvor hatten die Absagen der verletzten Top-Stars Fernando Verdasco (Spanien), München-Sieger Tomas Berdych (Tschechien) und Gael Monfils (Frankreich) für finstere Mienen bei den Machern der International German gesorgt.

Während die ersten Partien wegen Regens unter dem geschlossenen Dach ausgespielt wurden, zeigte sich pünktlich zum Auftritt von Petzschner, der in der dritten Runde der All England Championships unglücklich am Australier Lleyton Hewitt gescheitert war, die Sonne am Hamburger Himmel, das Faltdach über dem Stadion wurde geöffnet - und der 25 Jahre alte Bayreuther ballte nach 1:23 Stunden kurz die Faust. Bei Becks abendlichem Auftritt allerdings war es wieder nass und kalt und das Dach geschlossen. Der Stuttgarter sah schon wie der Verlierer aus, kämpfte aber tapfer und wurde schließlich belohnt.

In Runde zwei warten nun aber harte Brocken: Beck trifft auf den frisch gekürten Stuttgart-Sieger Jeremy Chardy aus Frankreich , Petzschner auf den an zwei eingestuften Russen Nikolai Dawidenko, Brands auf den top-gesetzten Franzosen Gilles Simon. Nächster Gegner von Greul ist der Hamburger Mischa Zverev, der ein Freilos hatte.

Anders als Beck, Petzschner & Co. rechnet sich Kohlschreiber bei seinem sechsten Rothenbaum-Auftritt etwas aus. “Ich kann hier alle schlagen“, sagte er und fügte in Anspielung auf die Rückstufung des Turniers in die zweite ATP-Kategorie hinzu: “Es war noch nie so einfach, hier zu gewinnen.“ Der Weltranglisten-24. will erster heimischer Sieger nach Michael Stich 1993 werden. “Das Viertelfinale ist für mich Pflicht“, erklärte Kohlschreiber am Montag.

Von Wolfgang Müller und Andreas Bellinger , dpa

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