Dallas patzt erneut daheim - Denver mit Revanche

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Das ging ins Auge bei Nowitzki & Co.

Dallas - Licht und Schatten bei den Dallas Mavericks. Drei Tage nach dem Sieg in Denver verloren Dirk Nowitzki und Co. zu Hause gegen die Nuggets.

Die Heim-Allergie für Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks hält auch in dieser Saison an: Gegen die Denver Nuggets unterlagen die “Mavs“ am Samstag (Ortszeit) mit 92:103, nachdem sie die Nuggets drei Tage zuvor auswärts noch mit 102:101 besiegt hatten. “Das ist der Unterschied zwischen einem Meisterschaftsanwärter und einem guten Team. Ein Titelkandidat gewinnt seine Heimspiele“, klagte Dallas-Center Tayson Chandler.

Schon in der vergangenen Saison hatten die Mavericks daheim eine durchwachsene Bilanz von 28 Siegen bei 13 Niederlagen. Kein Team aus der Western Conference, das sich für die Playoffs qualifizierte, war in eigener Halle schwächer. Auch in dieser Spielzeit hat das Team von Trainer Rick Carlisle nun schon zwei Heimniederlagen auf dem Konto, nachdem bereits am zweiten Spieltag die Memphis Grizzlies den American Airlines Center als Sieger verlassen hatten. “Sie waren aggressiver, vor allem im vierten Viertel, das muss man anerkennen“, sagte Carlisle zerknirscht.

“Wir wollen die Saison nicht langsam angehen lassen. Wir müssen von Anfang an Gas geben“, hatte Nowitzki vor der Partie gefordert. Doch dann zeigte gerade der deutsche Basketball-Superstar ungewohnte Schwächen. Zwar war der Würzburger mit 23 Punkten zweitbester Werfer hinter Jason Terry (26), doch als die Gäste im Schlussabschnitt davonzogen, bekam der 32-Jährige die Partie nicht mehr in den Griff. Am Ende standen sieben Turnovers (leichte Ballverluste) für den Kapitän zu Buche, fünf davon in den letzten zwölf Minuten, in denen Nowitzki zudem ohne jeden Punkt blieb.

Was unser NBA-Star beim Freiwurf singt: So tickt Dirk Nowitzki

Was er beim Freiwurf singt: So tickt Dirk Nowitzki

Dirk Nowitzki ist weltweit einer der bekanntesten deutschen Sportler. Wir präsentieren Wissenswertes über den NBA-Superstar, das Sie überraschen könnten... © picture alliance / dpa
Sein ganzer Name lautet Dirk Werner Nowitzki. © picture alliance / dpa
Nowitzki ist eine absolute Identifikationsfigur in Dallas, seiner zweiten Heimat nach Würzburg. Er hatte im Laufe der Jahre verschiedene Spitznamen, unter anderem German Wunderkind, Dirkules, Dirk Diggler oder Dunking Deutschman. © picture alliance / dpa
Nowitzkis Schwester Silke arbeitete fürs Liga-Fernsehen NBA TV. © picture alliance / dpa
Als Dirk Nowitzki zu den Dallas Mavericks kam, war seine Abwehrarbeit alles andere als meisterlich. Deswegen strichen spitzfindige Fans kurzerhand das D für Defense aus seinem Vornamen und nannten ihn frech "Irk". © picture-alliance / dpa/dpaweb
Im Urlaub legt sich Nowitzki nicht auf die faule Haut, sondern rackert mit seinem Mentor Holger Geschwindner in einer Turnhalle in Rattelsdorf nahe Bamberg. © picture alliance / dpa
Nowitzki wurde in den USA 1997 ein Begriff. Beim Nike Hoop Summit, bei dem eine NBA-Auswahl gegen eine Horde europäischer Talente antrat, dunkte der junge Deutsche über NBA-Legende Charles Barkley. Dieser fragte in der anschließenden Pressekonferenz nach Nowitzkis Namen und empfahl ihm, in die USA zu kommen. © picture alliance / dpa
Individuell am Höhepunkt: 2007 bekam Nowitzki den MVP-Award und wurde praktisch zum besten Spieler der Welt ernannt. © picture-alliance/ dpa
In den ersten Jahren seiner NBA-Karriere war der kanadische Aufbauspieler Steve Nash Nowitzkis bester Kumpel. Beide wurden später unabhängig voneinander zum MVP ernannt, dem wertvollsten Spieler. © picture alliance / dpa
Dirk Nowitzki hätte möglicherweise auch als Tennisspieler Karriere machen können. In seiner Jugend zählte er zu den größten deutschen Talenten. Dann legte er den Schläger zur Seite und konzentrierte sich voll auf Basketball. © picture alliance / dpa
Beim US-Volkssport Baseball macht Nowitzki eher eine mittelprächtige Figur, aber Basketball liegt ihm in den Genen: Nowitzkis Mutter Helga spielte einst für die deutsche Basketball-Nationalmannschaft, sein Vater Jörg war Handballer. © picture alliance / dpa
Der einzige gebürtige Deutsche, der außer Nowitzki jemals den großen Durchbruch in der NBA schaffte, war Detlef Schrempf (l.). Im Vergleich zu Schrempf war es Nowitzki stets ein Anliegen, die deutsche Nationalmannschaft selbst nach der antrengenden NBA-Saison bei wichtigen Turnieren zu vertreten. © AFP
Logische Konsequenz: Nowitzki durfte bei Olympia 2008 in Peking die deutsche Flagge tragen. © picture-alliance/ dpa
Nowitzki und die Haarpracht: Im Laufe der Jahre trug er so ziemlich alles vom Stoppellook über die Boygroup-Gelfrisur bis hin... © picture-alliance/ dpa
... zur Langhaar-Matte. Als er mal besonders lange nicht beim Friseur war, verkleideten sich einige Fans mit Wischmob auf dem Kopf als Nowitzki. © picture alliance / dpa
Nowitzki wurde beim NBA-Draft von den Milwaukee Bucks ausgewählt, für die er aber nie spielen sollte, weil er sofort zu den Dallas Mavericks weitertransferiert wurde. Dort trägt er bis heute die Nummer 41. © picture alliance / dpa
Nowitzki spielt in seiner Freizeit Saxophon und Gitarre. Entsprechende Videos kursieren im Internet. © picture alliance / dpa
2009 erlitt Nowitzki emotional Schiffbruch, als die Beziehung zu seiner Verlobten Crystal Taylor platzte. Sie führte ein kriminelles Doppelleben und musste ins Gefängnis. © picture-alliance/ dpa
Mittlerweile hat Nowitzki eine neue Liebe gefunden. Im Sommer 2012 gaben sich der Basketballer und die Schwedin Jessica Olsson in der Karibik das Ja-Wort. © picture alliance / dpa
Nowitzki ist bekannt für seine Bescheidenheit. In den ersten Jahren seiner NBA-Karriere leistete er sich als Multimillionär nicht mehr als eine Wohnung und einen geräumigen Gebrauchtwagen, in dem seine Körpergröße keine Probleme darstellte. © picture alliance / dpa
Dirk Nowitzki singt beim Freiwurf "Looking for Freedom" von David Hasselhoff. Natürlich nicht voller Inbrunst, sonder nur ganz leise, um sich besser konzentrieren zu können. © picture alliance / dpa

Insgesamt leisteten sich die Gastgeber 21 leichte Ballverluste - zu viele, um den vierten Saisonsieg einzufahren. “Das ist verantwortungslos und muss schnell aufhören“, sagte Terry. “Wir haben ihnen 16 Steals genehmigt. Wir müssen besser und stärker werden, wenn wir den Ball haben“, kritisierte Carlisle. Bereits an diesem Montag steht die nächste schwere Aufgabe für Nowitzki und Co. gegen die Boston Celtics an. Zum Glück für die “Mavs“ findet diese Partie in Boston statt.

Licht und Schatten gab es am Wochenende für das Starensemble der Miami Heat. Zunächst verlor der Topfavorit bei den nach wie ungeschlagenen New Orleans Hornets mit 93:96, dann entledigten sich LeBron James, Chris Bosh und Dwyane Wade der Pflichtaufgabe gegen die New Jersey Nets mit 101:89. Wade war mit 29 Punkten und zehn Rebounds der dominante Akteur.

Neben den Hornets sind zwei weitere Teams in der besten Basketball-Liga der Welt noch ohne Niederlage. In der Eastern Conference die Atlanta Hawks nach dem 113:103 bei den Minnesota Timberwolves, im Westen die Los Angeles Lakers. Der Titelverteidiger gewann am Freitag gegen die Toronto Raptors 118:103. Zwei weitere Niederlagen setzte es für Nationalspieler Chris Kaman und die Los Angeles Clippers. Nach dem 104:111 in Denver gab es für die Clippers auch beim 107:109 nach Verlängerung bei den Utah Jazz nichts zu holen.

Lars Reinefeld, dpa

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