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Bundestrainer schreibt EM-Gold ab

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Marcus Ehning gewann nach zehn Prüfungen ohne heimischen Sieger das Springen mit Siegerrunde mit Plot Blue.

Aachen - Überschäumender Jubel bei der Vielseitigkeit, blankes Entsetzen bei der Dressur: Nach dem neuesten Schock am Viereck hat der Bundestrainer das EM-Gold bereits abgeschrieben.

“Wir haben Einschläge, die nicht normal sind“, sagte Holger Schmezer am Sonntag: “Wir müssen sehen, dass wir die Silbermedaille im Blick behalten.“

Für Fassungslosigkeit hatte die Verletzung von Ulla Salzgebers Pferd Herzruf's Erbe gesorgt, das beim Einritt zum Grand Prix Special urplötzlich lahmte.

Insgesamt schnitten die deutschen Dressurreiter beim CHIO in Aachen so schlecht ab wie noch nie.

Für einen krassen Gegensatz sorgten die Vielseitigkeitsreiter, die ausgelassen den Hattrick feierten. Die Zuschauer zuckten zusammen, als der zehnjährige Wallach der Dressur-Reiterin aus Bad Wörishofen unversehens humpelte. Bei einer Untersuchung wurde eine Zerrung des Fesselkopfes am rechten Hinterbein festgestellt. Die zweimalige Team-Olympiasiegerin und ihr Pferd waren für die EM Ende August in Windsor eingeplant, doch ihre Teilnahme ist so gut wie ausgeschlossen. “Es ist nicht zu glauben“, sagte Verbandschef Breido Graf zu Rantzau: “Es ist einfach furchtbar.“

Nach dem Ausfall von Isabell Werth wegen ihres Dopingfalls traf dieser Schock der ganz anderen Art das Dressurteam zum schlechtesten Zeitpunkt. Entsetzt war vor allem Salzgeber, die mit ihrem begabten Pferd in Aachen ihr internationales Comeback gab. “Ich bin am Boden zerstört und total enttäuscht“, kommentierte die 50-Jährige. Die Verletzung konnte niemand erklären. “Es gab überhaupt keine Anzeichen, dass irgendetwas nicht stimmt“, sagte Salzgeber.

Lange Zeit stand das deutsche Dressurteam für das sicherste Gold der Welt. Doch die einstigen Seriensieger haben ein Nachwuchsproblem und einen derzeit übermächtigen Gegner. “Man muss das realistisch sehen: Die Niederländer sind stark wie nie“, sagte der Bundestrainer. Ohne ihre Vorreiterin Isabell Werth sind die Deutschen chancenlos, was sich auch in den Einzelwertungen zeigte. So schwach waren die Gastgeber noch nicht, es gab keine Topplatzierung. Die Kür am Sonntag gewann der Amerikaner Steffen Peters im Sattel von Ravel mit 85,600 Prozentpunkten vor der Niederländerin Anky van Grunsven mit Salinero (84,500).

Der in Wesel geborene US-Reiter sicherte sich zudem den Sieg in der Gesamtwertung. Das beste deutsche Ergebnis lieferte Heike Kemmer (Winsen) mit Bonaparte (77,900) als Fünfte. Siebter wurde Matthias Alexander Rath (Kronberg) mit Sterntaler (76,350).

Für den einzigen Team-Sieg der Gastgeber sorgten die Vielseitigkeitsreiter. Trotz eines Patzers von Bettina Hoy schafften sie den Hattrick. Mit 140,40 Strafpunkten setzte sich die deutsche Mannschaft vor Großbritannien (173,90) und Neuseeland (250,30) durch. In der Einzelwertung gab es einen Dreifach-Erfolg: Andreas Dibowski (Egestorf) siegte mit Serve Well vor Ingrid Klimke (Münster) mit Abraxxas und Dirk Schrade (Sprockhövel) mit King Artus.

Marcus Ehning beendete derweil die schwarze Springreiter-Serie. Nach zehn Prüfungen ohne heimischen Sieger gewann der Reiter aus Borken das Springen mit Siegerrunde mit Plot Blue. Anschließend gab es weitere Erfolge in kleineren Prüfungen durch Meredith Michaels- Beerbaum (Thedinghausen) und Holger Wulschner (Groß Viegeln).

dpa

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