Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Britta Heidemann gewinnt Gold bei Fecht-EM

Britta Heidemann hat sich Gold geholt

Plowdiw - Der deutsche Medaillen-Sturmlauf auf den Planchen von Plowdiw dauert an: Britta Heidemann machte in Bulgarien mit Europameisterschafts-Gold das Degen-“Triple“ nach Olympia-Triumph 2008 und WM-Sieg 2007 perfekt.

Die 27-Jährige schlug im Finale die gleichaltrige Russin Anna Siwkowa mit 15:8. “Das ist total gigantisch. Der Titel hat mir noch in der Sammlung gefehlt“, kommentierte die aktuell weltbeste Degen-Expertin ihren Triumph. Florett-Spezialist Andre Weßels entschädigte den Deutschen Fechter- Bund (DFeB) mit Bronze für das vorzeitige Aus von Olympiasieger Benjamin Kleibrink und Weltmeister Peter Joppich eindrucksvoll und verlor erst im Halbfinale mit 7:15 gegen den neuen italienischen Europameister Andrea Baldini.

Die Leverkusenerin Heidemann war nervlich eiskalt. Nur ein Treffer Vorsprung beim 15:14 unter den besten 32 gegen Bianca Del Carretto (Italien), hauchdünne Erfolge auch beim 14:13 nach Verlängerung im Viertelfinale gegen Irina Embrich (Estland) und beim 16:15 gegen Jana Schemjakina aus der Ukraine, als es um das Finalgefecht ging. “Über das eine oder andere knappe Gefecht habe ich mir keine Gedanken gemacht. Das realisierst du erst später“, meinte die ausgebuffte Europameisterin. “Sie hat gewissermaßen den Grand Slam gewonnen, das muss erstmal einer nachmachen“, zollte DFeB-Sportdirektor Manfred Kaspar, in Peking noch Heidemann-Trainer, seiner Top-Frau höchste Anerkennung.

Für den 27 Jahre alten Bonner Weßels, der seit WM-Silber 2002 in Lissabon als die große deutsche Floretthoffnung galt, war Plowdiw “einfach traumhaft“. 15:9 im 32er-Tableau gegen den Kroaten Bojan Jovanovic, ebenfalls 15:9 gegen seinen Bonner Mannschaftskollegen Sebastian Bachmann im Achtelfinale, dann ein 15:12 gegen Kleibrink- Bezwinger Stefano Barrera aus Italien - es lief richtig rund, Bronze war ihm sicher, “für mich ist ein großer Traum in Erfüllung gegangen“.

Kleibrinks Hoffnungen platzten in der Runde der besten 32 im “Sudden Death“. 4:11 und 9:14 lag der Olympiasieger gegen Barrera zurück - im Fechten fast aussichtslos. Doch der Linkshänder holte Treffer um Treffer auf, ehe ihn in der Verlängerung der “plötzliche Tod“ ereilte. Der dreimalige WM-Titelträger Joppich griff nur um Millimeter an seiner ersten EM-Einzelmedaille vorbei, als er in der Neuauflage der WM-Finals von 2006 in Turin und 2007 in St. Petersburg im Viertelfinale auf Baldini traf und dem 23-Jährigen ein ähnliches Drama lieferte wie zuvor Kleibrink dessen Landsmann Barrera.

2:7 lag Joppich gegen seiner Dauerrivalen hinten, die rechte Schulter war endlich schmerzfrei, der Weltranglisten-Vierte vom Deutschen Eck witterte seine Chance. Doch den entscheidenden Treffer um Edelmetall oder Blech setzte diesmal Baldini beim Stand von 14:14 und wurde im Kampf um Gold mit 15:7 gegen den Briten Richard Kruse auch neuer Titelträger.

dpa

Kommentare