Premiere

Bouchard gewinnt WTA-Turnier in Nürnberg

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So strahlt eine Siegerin: Eugenie Bouchard.

Nürnberg - Eugenie Bouchard hat in Nürnberg zum allerersten Mal in ihrer Karriere ein WTA-Turnier gewonnen.

Nach ihrem beeindruckenden Lauf bis ins Halbfinale der Australian Open hat sich Eugenie Bouchard nun auch erstmals in die WTA-Siegerliste eingetragen. Die Kanadierin gewann am Samstag das Sandplatzturnier in Nürnberg und damit ihren ersten Pokal überhaupt auf der Elite-Tour im Damen-Tennis. Die 20-Jährige setzte sich im Finale gegen Karolina Pliskova aus Tschechien in einer spannenden Partie mit vielen Höhen und Tiefen 6:2, 4:6, 6:3 durch.

Nach einigen Überraschungen schon früh in der Turnierphase setzte sich bei dem mit 250 000 Dollar dotierten Event in Franken doch die Mitfavoritin durch. Die an Position zwei gesetzte Bouchard hatte auf dem Weg ins Finale bei ihren vier Matches in Nürnberg keinen Satz abgegeben, musste dann aber erstmals über drei Durchgänge gehen.

„Ich bin so stolz, ich habe die ganze Woche hart gearbeitet“, sagte die Siegerin nach dem Matchball. „Wir haben beide sehr gekämpft.“ Noch am Abend ging Bouchards Flug nach Paris, wo sie in der nächsten Woche beim wichtigsten Sandplatzturnier des Jahres, den French Open, weiter auftrumpfen will. „Seit heute liebe ich Sand“, meinte die Kanadierin, nachdem sie den Pokal und einen Siegerscheck über 43 000 Dollar überreicht bekommen hatte.

Eugenie Bouchard in Aktion

Erster Turniersieg: Eugenie Bouchard in Aktion

Im Finale bestimmte die Weltranglisten-19. das Geschehen zu Beginn zwar klar, dann aber demonstrierte Pliskova ihre in dieser Woche schon des Öfteren gezeigten Comeback-Qualitäten. Die Tschechin hatte sowohl im Viertelfinale gegen die topgesetzte Kielerin Angelique Kerber als auch in der Vorschlussrunde gegen Jelina Switolina aus der Ukraine einen klaren Rückstand jeweils wettgemacht.

Auch im letzten Einzel dieser Woche kam Pliskova nach einem schwachen ersten Satz zurück, machte weniger Fehler als zuvor und schaffte den Satzausgleich. Bouchard wirkte nervös, ihre Gegnerin schien mehr und mehr die Kontrolle über das Match zu erlangen. Im letzten Durchgang flatterten dann bei beiden Frauen die Nerven. Zwischen dem 3:1 und dem 5:3 brachte keine der Finalistinnen ihren Aufschlag durch, erst im letzten Game ließ sich Bouchard dann nicht breaken. Nach 1:53 Stunden durfte sie erleichtert die Arme in die Höhe strecken.

Für Pliskova, die ihren zweiten WTA-Erfolg nach dem Turnier in Kuala Lumpur 2013 verpasste, war der Tag am Valznerweiher aber nach der Niederlage nicht vorbei: Sie musste im Anschluss an der Seite der Niederländerin Michaella Krajicek auch noch im Doppel-Endspiel gegen Raluca Olaru aus Rumänien und Shahar Peer aus Israel ran.

dpa

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