Totz Testspiel-Pleiten

Basketballer optimistisch: "Mit breiter Brust in die WM"

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Bundestrainer Henrik Rödl blickt positiv in Richtung WM. Foto: Nicolas Armer

Trotz zwei Niederlagen zum Abschluss der Qualifikation fiebern die deutschen Basketballer der WM entgegen. Wie die Auslosung läuft, ist noch unklar. Trainer Henrik Rödl steht vor schweren Entscheidungen.

Bamberg (dpa) - Auch die beiden Niederlagen zum Abschluss der Qualifikation können Henrik Rödl die Lust auf die Weltmeisterschaft nicht verderben.

"Wir gehen mit einer breiten Brust in die WM. Ich freue mich auf alles, was mit dieser Generation noch kommt", sagte der Basketball-Bundestrainer nach dem 63:69 (34:33) gegen Griechenland in Bamberg. Auch wenn die Auswahl des Deutschen Basketball Bunds nicht wie erhofft als Gruppensieger das Ticket für die Endrunde in China (31. August bis 15. September) löste, ist der Optimismus nach insgesamt neun Siegen und drei Niederlagen groß.

"Wir sind Zweiter in einer ganz starken Gruppe geworden. Wir haben gezeigt, dass wir mit den Großen mithalten und sie auch schlagen können", sagte Rödl mit Blick auf die Endrunde der besten 32 Teams der Welt. Gegen wen es in einer der acht Vorrundengruppen geht, wird am 16. März auch von Superstar Kobe Bryant ausgelost. Noch bleibt das Prozedere der Auslosung in Shenzhen rätselhaft, erst am 6. März wird der Weltverbands FIBA erläutern, wie sich die Gruppen zusammensetzen.

"Ein Teil wird über die Weltrangliste gesetzt, ein Teil über die Qualifikation", sagte DBB-Präsident Ingo Weiss. Die FIBA wolle unter anderem erreichen, dass "nicht alle Europäer in einem Lostopf landen und die Nationen möglichst breit gestreut sind", sagte Weiss. Der deutsche Verbandschef hätte sogar nichts gegen Titelfavorit USA in der Vorrunde: "Weil wir sie dann erst wieder im Endspiel haben können." Um es in die nächste Runde zu schaffen, wäre der Druck für weitere Siege groß, Rödl würde dieses Szenario gerne vermeiden.

Sein Team könne sonst aber "alle" schlagen, sagte der Coach, der seit 2017 im Amt ist: "Die Auslosung ist extrem wichtig, da kann man in eine ganz starke Gruppe gehen oder in eine nicht so starke, das spielt eine große Rolle." Denn es geht nicht nur um Medaillen bei der WM, die besten beiden europäischen Teams qualifizieren sich direkt für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Das ist Rödls großes Ziel.

Dass der Europameister von 1993 daran glaubt, gegen jeden Gegner zu bestehen, ist kein Übermut. Immerhin gab es gegen Vizeweltmeister Serbien in der Qualifikation zwei Siege, zudem verfügt Deutschland über so viele Talente wie noch nie. "Ich bin sehr stolz auf alle 27 Spieler, die in dieser Qualifikation gespielt haben. Jeder von Ihnen verdient ein Lob", sagte Rödl. Die Pleiten gegen Griechenland und drei Tage zuvor in Israel seien durchaus vermeidbar gewesen.

Aufgrund von Verpflichtungen in der NBA und Euroleague oder Verletzungen hatte Rödl kein einziges Mal seit Beginn der WM-Quali Ende 2017 seine besten zwölf Spieler zusammen. Die Stars Dennis Schröder, Daniel Theis und Maxi Kleber wollen aber im Sommer in China spielen. So hat Rödl ein Luxusproblem, die besten zwölf deutschen Korbjäger auszuwählen. Auf den Positionen unter dem Korb herrscht ein Überangebot an talentierten Spielern.

"Es werden einige Jungs zu Hause bleiben müssen, die eigentlich auch in China spielen könnten. Die Konkurrenz ist auch für die NBA-Spieler da", sagte Rödl, der erst nach Saisonende nominieren will. Im Juli soll der Kader zusammengestellt werden, ehe im August die direkte WM-Vorbereitung beginnt. Die Freude darauf ist jetzt schon da. "Ich freue mich auf den Sommer und darauf, dann durchzustarten", sagte Andreas Obst, mit zwölf Punkten Topscorer gegen die Griechen.

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