Bamberger Basketballer mischen Europa auf

Die Brose Baskets Bamberg sind amtierender Deutscher Meister
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Die Brose Baskets Bamberg sind amtierender Deutscher Meister

Bamberg - Nach dem Sensationssieg gegen Piräus überzeugten die Brose Baskets Bamberg in der Basketball-Euroleague auch gegen Charleroi. Jetzt geht's gegen einen spanischen Topklub.

Nach dem sensationellen Sieg gegen Euroleague- Champion Olympiakos Piräus hatten die Basketballer der Brose Baskets Bamberg extra Erinnerungs-Shirts drucken lassen. Den zweiten Erfolg in der Königsklasse gegen Spirou Charleroi nahmen die Franken etwas gelassener entgegen. “Das Ding gegen Piräus war etwas Historisches, da kann man so etwas schon mal machen. Ein weiteres T-Shirt wird es aber nicht geben“, sagte Bambergs Manager Wolgang Heyder. Mit 79:69 setzten sich die Bamberger am Mittwochabend gegen die Belgier durch und übernahmen damit zumindest kurzzeitig die Tabellenführung in der starken Gruppe B.

“Wir bleiben dennoch krasser Außenseiter“, sagte Heyder nach dem Triumph vor 6800 begeisterten Zuschauern in der Stechert Arena. Mit zwei Siegen im Rücken kann der deutsche Meister nun ganz gelassen zum Topclub Real Madrid reisen, wo am kommenden Donnerstag das nächste Highlight für das Team von Trainer Chris Fleming ansteht. “Das können wir nun ganz relaxed angehen und genießen“, sagte Heyder.

Das war zu Beginn der Saison auf internationalem Parkett noch anders. Nach dem Double-Gewinn in der Heimat wollten die Brose Baskets auch in Europa beweisen, dass sie zu den Topteams gehören. Doch der Auftakt in Rom ging mit 65:83 kräftig daneben. “Da hat die Mannschaft zu viel gewollt und ist verkrampft. Wir wollen schließlich unbedingt in die Zwischenrunde“, sagte Heyder.

Als Türöffner zur Zwischenrunde fungierte dann ausgerechnet das Duell gegen die scheinbar übermächtigen Griechen aus Piräus. Der unerwartete Erfolg setzte Kräfte frei und schaffte Vertrauen, das am Mittwochabend auch gegen Charleroi der Schlüssel zum Sieg war. Obwohl es anfangs nicht rund lief, behielten die Franken die Nerven. Mit einem 14:0-Lauf zu Beginn des Schlussviertels distanzierten sie die Gäste, die in der Qualifikation immerhin ALBA Berlin ausgeschaltet hatten.

Allen voran Kapitän Casey Jacobsen übernahm Verantwortung. Der Amerikaner kam am Ende auf zwölf Punkte, neun davon im Schlussabschnitt. Bester Werfer war Neuzugang Kyle Hines mit 16 Zählern. “Wir haben die Leistungsträger gehalten und uns mit Hines und Terry super verstärkt“, analysierte Heyder den Höhenflug. Coach Fleming, vor einem Jahr in Bamberg noch heftig kritisiert, blieb gelassen. “Wenn du in dieser Gruppe weiterkommen willst, musst du deine Heimspiele gewinnen“, sagte der Baskets-Trainer.

dpa

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