"Spiegel":

Klasnic-Prozess: Borowski und Klose sollen aussagen

klasnic
+
Klasnic wirft zwei Medizinern und zwei Reha-Einrichtungen des Bundesligaclubs vor, seine schwere Nierenerkrankung trotz eindeutiger Blutwerte nicht rechtzeitig erkannt zu haben.

Bremen - Der Prozess von Fußball-Profi Ivan Klasnic gegen zwei Ärzte seines früheren Vereins Werder Bremen könnte unter Umständen weiter an öffentlicher Brisanz gewinnen.

Laut dem Nachrichtenmagazin “Der Spiegel“ (Montag) hat der Angreifer in dem Rechtsstreit 64 Profis und Trainer als Zeugen benannt, darunter den Bremer Nationalspieler Torsten Frings sowie seine ehemaligen Mannschaftskameraden Tim Borowski und Miroslav Klose (beide Bayern München).

Nach Angaben des Magazins will Klasnic damit beweisen, dass bei Werder routinemäßig Schmerzmittel verteilt wurden. “Wer sich meldete, dem wurden ein oder zwei Tabletten ausgehändigt, um diese vor dem Spiel einzunehmen“, sagte Matthias Teichner, Anwalt von Klasnic, dem Hamburger Magazin.

Der kroatische Nationalspieler Klasnic, der mittlerweile beim französischen Erstligisten FC Nantes unter Vertrag steht, hatte bei der Verhandlung vor dem Bremer Landgericht im April einen Vergleichsvorschlag abgelehnt. Klasnic wirft den Medizinern und zwei Reha-Einrichtungen des Bundesligaclubs vor, seine schwere Nierenerkrankung trotz eindeutiger Blutwerte nicht rechtzeitig erkannt zu haben. Die Folge waren zwei Nierentransplantationen im Jahr 2007. Der Stürmer verlangt Schmerzensgeld und Ersatz für entgangenen Gewinn in Höhe von etwa 1,1 Millionen Euro.

dpa

Kommentare