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St. Petersburg: Russische Stars beleidigt

Wegen 60-Millionen-Hulk: Mitspieler sind neidisch

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Hulk und Axel Wisel (von links) sorgen mit ihren üppigen Gehältern für Neid bei den Kollegen.

St. Petersburg - Kaum hat der neue Superstar Hulk seinen Dienst beim russischen Fußballmeister Zenit St. Petersburg angetreten, kracht es beim Titelverteidiger gewaltig.

Angesichts des teuren Neuzugangs - Zenit überwies angeblich 60 Millionen Euro an den FC Porto - sind in der Mannschaft große Gräben aufgesprungen. Vor allem Kapitän Igor Denissow fordert lautstark Respekt für die russischen Spieler ein. Im Gegenzug stellt Zenit den Mittelfeldmotor als Raffke dar und schiebt ihn wie auch Torjäger Alexander Kerschakow ins Nachwuchsteam ab.

Die Stimmung ist auf dem Tiefpunkt: In der Champions League setzte es eine 0:3-Klatsche beim FC Malaga, in der Liga rutschte der Topfavorit auf Rang Fünf ab. „In der Mannschaft herrscht Unruhe“, räumt auch der italienische Trainer Luciano Spalletti ein. Dabei wollte der vom Staatskonzern Gazprom mit Millionen unterstützte Club doch mit Hulk und dem Belgier Axel Witsel (für 30 Millionen Euro von Benfica Lissabon) endlich zum Angriff auf Europas Fußballthron blasen. Doch der „Fall Denissow“ droht, den Höhenflug jäh zu bremsen.

Die teuersten Transfers der Fußballgeschichte

Die teuersten Transfers der Fußballgeschichte

Fußball: Die teuersten Transfers aller Zeiten
Wir haben für Sie die 15 teuersten Transfers der Fußballgeschichte zusammengestellt. Bei den Ablösesummen berufen wir uns auf transfermarkt.de. Platz 15: Gaizka Mendieta wechselte 2001 vom FC Valencia zu Lazio Rom - für 48 Millionen Euro. © dpa
Fußball: Die teuersten Transfers aller Zeiten
Platz 14: Mesut Özil wechselte im Sommer 2013 für 50 Millionen Euro von Real Madrid zum FC Arsenal. © dpa
Fußball: Die teuersten Transfers aller Zeiten
Platz 13: Der teuerste Torwart aller Zeiten: Gianluigi Buffon. 54 Millionen Euro überwies Juventus Turin 2001 an den FC Parma. © dpa
Fußball: Die teuersten Transfers aller Zeiten
Platz 12: Hernan Crespo wechselte 2000 vom FC Parma zu Lazio Rom - für 55 Millionen Euro. © dpa
Fußball: Die teuersten Transfers aller Zeiten
Platz 11: Der brasilianische Stürmer Hulk wechselte 2012 für 55 Millionen Euro vom FC Porto zum russischen Klub Zenith St. Petersburg. © dpa
Fußball: Die teuersten Transfers aller Zeiten
Platz 10: Brasiliens Superstar Neymar wechselt für 57 Millionen vom FC Santos zum FC Barcelona. © AFP
Fußball: Die teuersten Transfers aller Zeiten
Platz 9: Fernando Torres wechselte 2011 vom FC Liverpool zum FC Chelsea - für 58,5 Millionen Euro. © AFP
Fußball: Die teuersten Transfers aller Zeiten
Platz 8: Luis Figo wechselte 2000 vom FC Barcelona zu Real Madrid - für 60 Millionen Euro. © dpa
Fußball: Die teuersten Transfers aller Zeiten
Platz 7: Falcao kommt für ebenfalls 60 Millionen Euro von Atlético Madrid zum AS Monaco. © dpa
Platz 6: Edinson Cavani wechselte im Sommer 2013 für 64,5 Millionen Euro vom SSC Neapel zu Paris St. Germain. © AFP
Fußball: Die teuersten Transfers aller Zeiten
Platz 5: Kaka wechselte 2009 vom AC Mailand zu Real Madrid - für 65 Millionen Euro. © dpa
Platz 4: Zlatan Ibrahimovic wechselte 2009 von Inter Mailand zum FC Barcelona - für 69,5 Millionen Euro. © dpa
Fußball: Die teuersten Transfers aller Zeiten
Platz 3: Zinedine Zidane wechselte 2001 von Juventus Turin zu Real Madrid - für 73,5 Millionen Euro. © dpa
Fußball: Die teuersten Transfers aller Zeiten
Platz 2: Gareth Bale war Gerüchten zu Folge der teuerste Transfer aller Zeiten. Laut Real Madrid Präsident Florentino Perez betrug seine Ablöse Summe doch "nur" 91 Millionen Euro. Das heißt Platz zwei in diesem Ranking. © dpa
Fußball: Die teuersten Transfers aller Zeiten
Platz 1: Cristiano Ronaldo ist und bleibt der Rekordhalter: Seine Unterschrift war Real Madrid 2009 sage und schreibe 93 Millionen Euro wert - Manchester United durfte sich über einen warmen Geldregen freuen. © dpa

Offen zutage traten die Differenzen, als Denissow sich am vergangenen Wochenende weigerte, im Ligaspiel bei Krylja Sowjetow Samara (2:2) aufzulaufen. Der Spieler habe „ultimativ“ einen kräftigen Gehaltsaufschlag verlangt, teilte Zenit mit. Der Verein lehnte ab. „Denissow hat einen der besten Verträge in Russland“, sagte Generaldirektor Maxim Mitrofanow der Zeitung „Sport Express“. Angeblich verdient der 28-Jährige jährlich drei Millionen Euro.

Es gehe nicht um ihn, sagt Denissow. Er versteht sich als Advokat der russischen Spieler, „auf die Zenit immer angewiesen ist“. Deren Gehälter müssten an das Niveau der ausländischen Stars angepasst werden. „Sind die Neuen soviel besser als die aktuellen Führungsspieler, dass sie dreimal mehr verdienen sollen?“, fragt er.

Dieses „Ungleichgewicht“, das Denissow beklagt, hat auch der frühere Bundesligaprofi Dietmar Beiersdorfer zu verantworten. Der neue Sportdirektor war erst vor kurzem für seinen teuren Doppelschlag auf dem Transfermarkt gefeiert worden. Nun kritisieren Medien, der Vereinsführung gehe es offenbar nur um kurzfristigen sportlichen Erfolg. Ohnehin stehen die Zenit-Verantwortlichen im Ruf, impulsive Entscheidungen zu treffen. Trotz der jüngsten Erfolge wackelt nun auch Trainer Spalletti vor dem Spitzenspiel bei Lokomotive Moskau.

Eine schnelle Lösung des Konflikts ist nicht zu erwarten. Während der Verein eine Entschuldigung fordert, erhält Denissow Rückendeckung vom neuen Nationaltrainer Fabio Capello. Spallettis Landsmann kündigte demonstrativ an, den Aussortierten weiter zu berufen, den er unlängst zum Kapitän der Sbornaja ernannt hatte.

Nun stehen die Zeichen auf Trennung: Angeblich bemüht sich der FC Liverpool schon um Denissow. Zenit habe als Ersatz den Niederländer Kevin Strootman von der PSV Eindhoven im Visier, berichtete die Zeitung „Iswestija“. Der teure Neuzugang Hulk aber sitzt zwischen allen Stühlen. Eine Bitte des Stürmers zu einem Gespräch hätten die alteingesessenen Spieler rundweg abgelehnt, schrieb das Blatt.

dpa

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