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Unterbringung auf Vereinsgelände

Wegen Flüchtlingen: Streit zwischen HSV und Hamburg

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HSV-Boss Dietmar Beiersdorfer.

Hamburg - Zwischen dem Fußball-Bundesligisten Hamburger SV und der Innenbehörde der norddeutschen Metropole ist ein Streit um die Unterbringung von Flüchtlingen entbrannt.

Per Unterlassungsanordnung hat der Profiklub der Stadt untersagt, auf einem bei Heimspielen als Parkplatz genutzten und für diesen Zweck gepachteten Areal weitere Zelte als Notunterkünfte aufzustellen.

Aktuell leben 1300 Flüchtlinge auf dem Gelände. Dafür sind 300 von ursprünglich 1500 Parkplätzen weggefallen. Der geplante zusätzliche Aufbau von Zelten hätte die Fläche von 400 weiteren Parkplätzen in Anspruch genommen.

Nun soll in Gesprächen eine kurzfristige Lösung des Konflikts erreicht werden. „Wir sind uns der Flüchtlingsproblematik in vollem Umfang bewusst und kooperieren mit der Stadt Hamburg, um unserer Verantwortung als HSV und als Gesellschaft gerecht zu werden“, wird HSV-Boss Dietmar Beiersdorfer auf der Homepage der Hanseaten zitiert.

Verhandelt wird über eine Ersatzfläche auf einem weiter vom Volksparkstadion entfernt gelegenen Parkplatz. Dort allerdings, so heißt es aus Behördenkreisen, sei es deutlich schwieriger, die notwendigen sanitären Einrichtungen zu installieren. Die Differenzen sollen bis zum ersten Bundesliga-Hemispiel des HSV am 22. August (18.30 Uhr/Sky) gegen den VfB Stuttgart beigelegt sein.

Die Zahl der von Krieg und Verfolgung bedrohten Menschen, die nach Hamburg fliehen und Asyl beantragen, ist in den vergangenen Monaten drastisch gestiegen. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden 5725 Flüchtlinge registriert, etwa soviele wie im gesamten Jahr 2014. Seit Monatsbeginn werden der Hamburger Sozialbehörde sogar täglich rund 200 Hilfesuchende gemeldet.

sid

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