Vor Kracher gegen Real

Schalkes Siegesserie ist gerissen

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Elkin Soto im Zweikampf gegen Schalkes Adam Szalai.

Gelsenkirchen - Vor dem Champions-League-Hit gegen Real Madrid mussten sich die „Königsblauen“ am Freitagabend mit einem Ergebnis begnügen, das ihnen sicher nicht schmeckte.

Das Kurz-Comeback von Nationalspieler Julian Draxler im Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 endete mit einem 0:0. Nach zuvor vier Siegen reichte der eine Punkt den Schalkern vor 60 952 Zuschauern nicht, um den Erzrivalen Borussia Dortmund vom dritten Tabellenplatz zu verdrängen.

„Wir müssen mit dem Punkt gegen einen starken Gegner Leben. Wir haben uns unheimlich schwer getan. Wir können nicht alles gewinnen und nicht jeden Gegner aus dem Stadion schießen“, sagte Trainer Jens Keller beim TV-Sender Sky.

Auf sein Team kommen nun große Aufgaben zu: Am Mittwoch geht es in der Königsklasse im Achtelfinal-Hinspiel gegen das Starensemble von Real Madrid mit Weltfußballer Cristiano Ronaldo. „Das ist ein Fest für uns“, sagte Keller. Nur drei Tage später steht für die Gelsenkirchener das schwere Auswärtsspiel beim FC Bayern auf dem Programm. Der Tabellensiebte aus Mainz schnuppert nach dem verdienten Punktgewinn weiter an der Europa League. „Wir waren sehr mutig“, erklärte Gäste-Trainer Thomas Tuchel. „Wo unser Weg hinführt, ich weiß es nicht“, bemerkte er zu den internationalen Aussichten.

Keller hatte auf die dieselbe Startelf wie zuletzt beim 2:1-Erfolg in Leverkusen gesetzt. Selbst Jungstar Draxler musste nach seiner zweimonatigen Verletzungspause zunächst auf der Bank begnügen, kam erst nach 65 Minuten zu einem kurzen Comeback.. „Er hat sich schwetr getan, als er reingekommen ist“, sagte Keller. Für Kapitän Benedikt Höwedes kam ein Einsatz nach einer Muskelverletzung noch zu früh.

Nach zuletzt vier Siegen in fünf Spielen traten auch die Gäste selbstbewusst auf und fanden ohne den verletzten Joo-Ho Park schneller ins Spiel. Stefan Bell köpfte ans Außennetz (11.). Elkin Soto prüfte Ralf Fährmann mit einem Distanzschuss (19.). Noch mehr gefordert war Schalkes Torwart bei einem Schuss von Shinji Okazaki aus acht Metern, den er reaktionsschnell mit der rechten Hand abwehren konnte. Der agile Japaner Okazaki hatte später noch einmal das Führungstor auf dem Fuß, schoss aber Fährmann an (39.).

Schalke brauchte mehr Anlaufzeit. Gefahr kam meist dann auf, wenn der seit Wochen formstarke Jefferson Farfan in Aktion trat. Der Peruaner zirkelte einen Eckball direkt auf die Latte (13.), schoss ans Außennetz (33.) und verfehlte das Mainzer Tor nach einem schönen Zusammenspiel mit Max Meyer nur haarscharf (41.). Die von Thomas Tuchel gut eingestellten und gut aufeinander abgestimmt agierenden Mainzer hätten eine Pausenführung jedoch mehr verdient gehabt.

Nach dem Seitenwechsel versuchten die Gastgeber, mehr Druck aufzubauen. Nach einem Patzer des Mainzer Torwarts Loris Karius, der als letzer Mann Meyer anspielte, hatte der Schalker alle Optionen. Der Jungstar entschied sich zum Schuss, den Karius jedoch an der Strafraumgrenze parieren konnte (52.). Meyer hätte entweder besser schießen müssen oder aber den freistehenden Torjäger Klaas Jan Huntelaar anspielen sollen. „Er muss noch ein Stück gehen und dann querlegen“, rügte Coach Keller den Jungprofi.

Mainz blieb ein unangenehmer Gegner. Die Gäste setzten auch weiter Nadelstiche nach vorne. Innenverteidiger Bell hatte eine weitere Kopfballchance, konnten den Ball aber nicht genug drücken (60.). Dann kam Draxler. Der Nationalspieler löste in den letzten 25 Minuten Meyer ab. Die ganz große Torchance ergab sich nicht mehr.

dpa

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