Rettig-Statement nach "Tor-Klau"

DFL: Torlinientechnik erst ab 2015

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DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig.

Berlin/Köln - Die Torlinientechnik soll im deutschen Profi-Fußball auch nach dem „Torklau von Hoffenheim“ erst frühestens zur Saison 2015/16 Einzug halten.

Diese Position der Deutschen Fußball Liga (DFL) bekräftigte Geschäftsführer Andreas Rettig einen Tag nach der Fehlentscheidung beim Bundesliga-Spiel zwischen 1899 Hoffenheim und dem 1. FC Nürnberg (2:2) auf Anfrage der Bild-Zeitung.

„Dass die Entscheidung in Hoffenheim die Diskussion über die Torlinien-Technologie neu entfacht, ist verständlich. Derzeit gibt es nach unserer Einschätzung jedoch noch kein perfekt ausgereiftes System, welches diese tiefgreifende und möglicherweise dann endgültige Entscheidung einer sofortigen Einführung rechtfertigt. So lässt die FIFA derzeit noch eine Fehlertoleranzgrenze von drei Zentimetern zu“, sagte Rettig.

Beim Confed Cup zuletzt in Brasilien hatte der Weltverband FIFA die in Deutschland entwickelte GoalControl-Technik mit einer Messtoleranz von nur 0,5 cm getestet. Die FIFA hat auch schon angekündigt, bei der WM-Endrunde 2014 in Brasilien das deutsche oder ein anderes Kontrollsystem einzusetzen. Die DFL hatte sich im vergangenen März darauf festgelegt, Torlinientechnik „frühestens zum 1. Juli 2015“ einzuführen.

Die Schiedsrichter der Bundesliga

Die Schiedsrichter der Bundesliga

Die Diskussion über technische Hilfe für Schiedsrichter hatte zum Bundesliga-Start am vergangenen Samstag neue Nahrung erhalten. Einen Treffer von Hoffenheims Kevin Volland erkannte Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer nicht an, nachdem der Ball aufgrund starken Effets nach der vollständigen Überquerung der Nürnberger Torlinie wieder ins Spielfeld zurückgesprungen war.

Rettig, der im Express Gespräche der Liga mit vier Anbietern von Torlinientechniken bestätigte, will die abwartende Haltung der DFL nicht als Blockade verstanden wissen. „Grundsätzlich sind wir auch offen für den technischen Fortschritt. Denn die Technik sieht mehr als das menschliche Auge.“ Allerdings wolle die Liga anders als die englische Premier League, die ihre Stadien mit der „Hawk-Eye“-Torlinientechnik ausgestattet hat, den Fortschritt noch weiter beobachten.

sid

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