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Trainingjacke statt Anzug: Rangnick zurück auf dem Rasen

Als Trainer bei RB Leipzig ist Ralf Rangnick wieder in seinem Element. Foto: Jan Woitas
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Als Trainer bei RB Leipzig ist Ralf Rangnick wieder in seinem Element. Foto: Jan Woitas

Fast vier Jahre ist es her, dass Ralf Rangnick beim FC Schalke 04 als Trainer hinwarf. Doch nun ist der 56-jähriger Fußballlehrer wieder da.

Leipzig (dpa) - Zunächst war er sehr ruhig, später wurde er lebhafter: Vor etwa 40 Anhängern von Fußball-Zweitligist RasenBallsport Leipzig hatte Ralf Rangnick am Montag seinen ersten Auftritt als Trainer der Leipziger.

Die Rückkehr Rangnicks als Fußballlehrer nach knapp vier Jahren Pause verlief unspektakulär. Zunächst überließ er Co-Trainer Achim Beierlorzer die Leitung des Trainings, erst nach etwa 40 Minuten griff er dann aktiv ins Geschehen ein.

«Es war witzig, ihn in Fußballschuhen zu sehen», sagte nach der ersten Einheit Stefan Hierländer. Bislang hatte er seinen neuen Coach, der zugleich das Amt des Sportdirektors bei RB bekleidet, eher im Anzug und in Halbschuhen erlebt. Nun hatte er im Trainingsanzug auf dem Rasen gestanden und dem Team erste Anweisungen gegeben. «Wir können viel von ihm lernen», meinte Hierländer.

Hatte er zunächst meist nur als stiller Beobachter neben Beierlorzer gestanden, wurde Rangnick, der im September 2011 den Trainerposten beim FC Schalke 04 niedergelegt hatte, nach einer knappen Stunde munterer. Er gab gestenreich Anweisungen, rief lautstark Kommandos aufs Feld, machte kurze Einzelanalysen. Etwa nach der Hälfte der Übungseinheit versammelte er die Mannschaft um sich, hielt eine kurze Ansprache. Was der 56-Jährige dem Team dabei mitgab, blieb den Ohren seiner Spieler vorbehalten.

«Es hat Spaß gemacht, mal wieder ganz nah an den Jungs dran zu sein», gab Rangnick nach dem Training zu Protokoll. Er habe die Einheit als hoch intensiv erlebt, alle seien richtig gut dabei gewesen. Er lobte den Geist der Mannschaft, jeder sei zu 100 Prozent bereit, sich einzubringen. Ein Ziel für die Saison wollte er jedoch noch nicht ausgeben. «Ich bin nicht so ein großer Freund von Dingen, die erst in elf oder zwölf Monaten spruchreif werden», sagte er. Zunächst gelte es, die Mannschaft weiter zu entwickeln und vor allem eine bessere Auswärtsbilanz als in der abgelaufenen Saison zu erreichen.

Als Rangnick sich eigentlich schon mit der Mannschaft in die Mittagspause verabschiedet hatte, nahm er sich doch noch einmal Zeit für die wartenden RB-Anhängern. Geduldig ließ er sich mit einigen Fans fotografieren, gab Autogramme. Mit einem lässigen «Einen schönen Tag noch» verschwand er anschließend.

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