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Am Montag nach der Pressekonferenz

Pep-Sitzung mit dem neuen Trainerteam

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München - Pep Guardiola hat sich am Montagabend gleich voll in die Arbeit gestürzt - und sich mit dem neuen Trainerteam zusammengesetzt. Seine Familie hat München schon wieder verlassen.

Pep Guardiola genoss nach seiner gelungenen Präsentation bei einem Essen noch einmal kurz etwas Zeit mit der Familie - dann stürzte er sich sofort in die Arbeit. Nachdem ihn Sportvorstand Matthias Sammer über das Trainingsgelände an der Säbener Straße und durch den Profi-Trakt geführt hatte, stand am Montagabend schon die erste längere Sitzung mit seinem neuen Trainer- und Funktionsteam an. Am Dienstag folgten dann weitere Besprechungen.

Nur keine Zeit verlieren. Guardiola will nach seinem Sabbatical in New York und 396 Tagen Fußball-Auszeit nichts dem Zufall überlassen. Schon ab Mittwoch, wenn der Triple-Sieger unter seinem neuen Starcoach die Saisonvorbereitung aufnimmt, soll alles perfekt funktionieren. Dann beginnt für den 42-Jährigen in München wieder der normale Trainer-Alltag.

Doch so ganz normal sind natürlich auch die ersten Einheiten von Guardiola beim FC Bayern nicht. 25.000 Fans werden beim Auftakt in der Allianz Arena am Mittwoch und auch beim zweiten öffentlichen Training am Donnerstag (jeweils ab 17.00 Uhr) erwartet. Der Hype um den ehemaligen Erfolgscoach des FC Barcelona kennt in München weiter keine Grenzen.

Schon seine Vorstellung am Montag hatte alle Dimensionen gesprengt. Entsprechend groß war bei den Verantwortlichen des Rekordmeisters und vor allem bei Guardiola selbst die Erleichterung, dass alles gut geklappt hatte. „Kanzler Guardiola“, wie die spanische Zeitung Marca titelte, erhielt für seinen ersten Auftritt Lob von allen Seiten. Vor allem seine Deutsch-Kenntnisse wurden gewürdigt, aber auch die Bescheidenheit, mit der er sich beim FC Bayern vorstellte.

„Guardiola lässt die Menschen träumen“, schrieb El Mundo Deportivo über „Herrn Pep“ (Sport). Er habe selbst „dem eisigen Matthias Sammer ein Lächeln entlockt“, meinte Tuttosport. Für L'Equipe ist Guardiola schlicht „der Verführer“.

Auch in der Liga wurde der Katalane äußerst wohlwollend begrüßt. „Jetzt wird Bayern auch noch sympathisch. Sie liefen ja unter Heynckes schon Gefahr, gemocht zu werden“, sagte etwa Mainz-Trainer Thomas Tuchel der Bild-Zeitung. Selbst Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer des großen Bayern-Rivalen Borussia Dortmund, meinte anerkennend: „Er ist ein guter Typ und kommt gut rüber.“

Was der Spanier nun auch immer ist oder sein soll - die Bayern sehen in ihm nach der äußerst erfolgreichen Zeit mit Jupp Heynckes (68) den einzigen Trainer, der den hohen Ansprüchen gerecht werden kann. Entsprechend bemühen sich die Rekord-Münchner, Guardiola die Eingewöhnungszeit in München so angenehm wie möglich zu gestalten. Sammer formulierte entsprechend seinen „größten Wunsch, dass sich die Familie Guardiola in München zuhause fühlt“.

Doch zunächst einmal ging es für die Familie, für seine Frau Christina und für die drei Kinder am Montagabend wieder zurück nach Barcelona. Sie werden nach dem Trainingslager der Bayern im Trentino (4. bis 12. Juli) wieder nach München kommen und dann die neue Wohnung beziehen.

Ob sie dort aber das Familien-Oberhaupt oft sehen werden, ist zumindest fraglich. Er werde die ersten sechs Monate an der Säbener Straße, wo er am Montag offiziell sein Büro bezog, verbringen, kündigte Guardiola bereits an. Und wer den Ehrgeiz, den Perfektionismus und die Besessenheit des Spaniers („Ich liebe dieses Spiel“) kennt, weiß, dass dies nicht nur leere Worte sind.

Zumal es trotz einer „wunderbaren Saison“ (Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge) für Guardiola viel zu tun gibt. Er wolle zwar nur „wenige Dinge verändern“, aber er müsse die Konkurrenten aus der Liga und vor allem seine eigenen Spieler besser kennenlernen.

Denn auch Guardiola weiß, dass die Erwartungen in München sehr hoch sind. Der „Heiland“ sei gekommen, schrieb die Süddeutsche Zeitung: „Und jetzt geh über Wasser!“ Das kann zwar selbst Guardiola nicht, aber er sei für die „Riesen-Herausforderung“ bereit: „Als Trainer hast du immer Druck, du musst immer gewinnen. Dessen bin ich mir bewusst.“

14 von 19 Titeln hat er mit Barca um Superstar Lionel Messi gewonnen. Ähnlich viele würden sich auch die Bayern in der zunächst auf drei Jahre festgelegten Partnerschaft wünschen. Doch die Bayern-Chefs wollten den Druck am Montag nicht noch mehr erhöhen, indem sie die Münchner Vorherrschaft im Welt-Fußball für die nächsten Jahre reklamieren.

Nur nicht zu großkotzig sein. Oben zu sein, „ist das eine“, meinte Präsident Uli Hoeneß, aber oben zu bleiben, „das andere. Das ist die schwierigere Aufgabe“. Deswegen sei Guardiola genau „der richtige Mann. Wenn nicht er, wer sonst, könnte diese Herausforderung bestehen“. Sammer sprach von einer „großen Verantwortung“. Der FC Bayern werde „sofort Erfolg haben“, wenn alle „ehrlich“ und „vertrauensvoll“ für den Klub arbeiten würden.

Guardiola ließ sich nicht lange bitten.

sid

 

Pep Guardiolas Auftakt beim FC Bayern - Bilder

Pep Guardiolas Auftakt beim FC Bayern - Bilder

Rubriklistenbild: © dpa

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