Stadionkapazität steigt demnach auf 18.060 Plätze

Spielstätte des TSV 1860 München: Grünwalder Stadion soll ausgebaut werden

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Grünwalder Stadion soll zweitligatauglich gemacht werden.
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München - Das Grünwalder Stadion soll ausgebaut werden. Das beschloss der Stadtrat am Mittwoch. Damit könnte der TSV 1860 München auch in der zweiten und möglicherweise in der ersten Liga im Giesinger Stadion spielen.

Das Thema Stadion sorgt beim TSV 1860 München seit 20 Jahren für Aufregung. Am Mittwoch, den 24. Juli, entschied der Münchner Stadtrat in seiner Vollversammlung, dass der Ausbau des Grünwalder Stadions geprüft wird. Dabei soll über der West- und Osttribüne ein Dach gebaut werden. Außerdem soll die Haupttribüne verlängert, ein Oberrang über die Ostkurve, ein Business Club über die Stehhalle gebaut und im freistehenden Block Q Sitzplätze entstehen, wie die AZ berichtet. Am Ende würde sich die Zahl der Sitzplätze auf insgesamt 8.000 erhöhen. Mit der Entscheidung am Mittwoch folgte der Stadtrat den Plänen von Oberbürgermeister Reiter.

Ingesamt haben dann 18.060 Fans Platz und das altehrwürdige Stadion wäre zweit- und gegebenenfalls sogar erstligatauglich. 30 Millionen Euro soll der Umbau laut Bayerischen Rundfunk kosten. Mit den 18.060 Plätzen wäre laut Reiter aber das Maximum erreicht, da sonst der Bestandsschutz nicht mehr gegeben wäre.

Nur Hasan Ismaik ist nicht zufrieden

Die Vereinsführung um Geschäftsführer Michael Scharold und Präsident Robert Reisinger freute sich über die Ausbaupläne. "Erst einmal freue ich mich, dass Zweitligafußball im Grünwalder Stadion möglich scheint", sagt Scharold gegenüber der AZ. Reisinger freut sich, Dass die Stadt München Klubs, die nicht so finanzstark sind wie andere, eine Möglichkeit gibt über der Regionalliga hinaus sich zu entwicklen "und eine Zukunft innerhalb der Stadtgrenzen ermöglichen möchte." Die geringer Kapazität bezeichnet er als "betrüblich".

Bald unter einem Dach? Die Fans auf der Westkurve sollen in Zukunft vor Regen geschützt werden.

Die Fans der Blauen freuen sich, weiterhin im Grünwalder Stadion ihre Mannschaft anfeuern zu können und bedanken sich in einem Statement bei Oberbürgermeister Reiter für seinen Einsatz: "Tausende Löwenfans innerhalb und außerhalb des Stadtgebiets haben darauf seit Jahren gewartet." Sie hoffen, dass sie in die Umbaupläne integriert werden, um eine "für beide Seiten gewinnbringende Lösung auf den Weg zu bringen."

Der jordanische Investor Hasan Ismaik bedankte sich zwar für den Einsatz des Münchner Bürgermeisters, ist aber mit der Lösung nicht zufrieden. "Ich hätte eine große Lösung im Grünwalder Stadion präferiert", schreibt Ismaik auf seiner Facebook-Seite, "der Umbauplan ist meines Erachtens nicht nur preisintensiv und unrentabel, sondern auch wenig hilfreich für unseren TSV 1860 München." Der Jordanier stellt auch ein Stadionlösung an einem anderen Standort in Aussicht und hofft, dass Reiter bei der Grundstückssuche den Verein unterstützt.

Noch offene Fragen

Jetzt muss die Verwaltung noch konkret erarbeiten, wie sich die Pacht für den TSV 1860 und die andere Vereine entwickeln soll. Außerdem ist noch offen, ob das Lärmschutzkonzept und die Infrastruktur den DFL-Statuen genügt und wann mit dem Um- und Ausbau begonnen werden kann. Die Anwohner sollen in die konkreten Planungen mit einbezogen werden.

ma

Quelle: rosenheim24.de

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