T-Frage bei den Königsblauen

Ausleihe oder weiter auf Schalke? Klare Ansage von Torwart Schubert

Markus Schubert musste seinen Status als Nummer eins auf Schalke zuletzt einbüßen. Wird der Torwart nun verliehen? Schubert formuliert eine klare Ansage.

  • Markus Schubert hat seinen Status als Nummer eins auf Schalke* wieder verloren.
  • Zuletzt wurde über eine Ausleihe des Keepers spekuliert.
  • Torwart Schubert formuliert nun eine Kampfansage.
Gelsenkirchen - In ihm ruhten die Hoffnungen auf Schalke. Markus Schubert (22) sollte spätestens zur neuen Saison die neue Nummer im Tor der Königsblauen werden. Also dann, wenn Alexander Nübel (23) den Ruhrpott Richtung FC Bayern verlassen hat. Doch die Geschichte war bekanntlich eine andere.

Name

Markus Schubert

Geboren

12.06.1998 in Freiberg

Größe

1,87 Meter

Aktueller Verein

Schalke 04

Vertrag bis

30.06.2023

Um Störgeräusche rund um Nübel und seinem Transfer zum FC Bayern - von den Fans gab es entsprechende Anfeindungen - zu vermeiden, entschied sich Trainer David Wagner (48), Markus Schubert für den Rest der laufenden Saison das Vertrauen zu schenken. Doch weil Schubert in seinen Spielen eine mehr als unglückliche Figur abgab, machte Schalkes Chefcoach die Rolle rückwärts von Schubert zurück zu Nübel - der vierte Torwart-Wechsel auf Schalke in dieser Spielzeit.

Schubert habe nicht verwundert reagiert, hatte Wagner gesagt. Der Keeper selbst schwieg - bis jetzt. Für ihn war der Verlust des Stammplatzes vor allem die Folge seiner eigenen hohen Anspruchshaltung, wie er nun in einem Interview mit der Sport Bild erklärte: "Ich habe mir gesagt: 'Du bist die Nummer eins, du musst Leistung bringen und dazu beitragen, dass Schalke wieder in die Spur kommt!' Damit habe ich mir selbst viel zu viel Druck gemacht", sagte Schubert.

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Schubert von Wagner als Nummer eins auf Schalke abgesetzt: So denkt der Torwart

Seinem Trainer David Wagner sei er in der Tat nicht böse, wie er meinte. Enttäuscht sein könne er, wenn, "nur von mir selbst", so Schubert: "Mir ist es nicht immer gelungen, mein volles Potenzial auszuschöpfen und meinem eigenen Anspruch gerecht zu werden. Die Gründe dafür muss ich aber ganz klar bei mir selbst suchen."

Markus Schubert steht auf Schalke bis Sommer 2023 unter Vertrag.

In dieser Zeit habe der junge Keeper auch gelernt, mit solchen Wechselbädern der Gefühle umzugehen. "In den vergangenen Wochen und Monaten habe ich mich intensiv mit meiner Situation befasst und gelernt, dass ich mit meinen Vertrauenspersonen über die Themen und Gefühle, die mich beschäftigen, sprechen sollte", sagte der 22 Jahre alte Schubert: "Gemeinsam haben wir die vergangenen Wochen und Monate analysiert und konstruktiv aufgearbeitet. Mir geht es inzwischen wieder sehr gut damit, und ich fühle mich für die bevorstehenden Herausforderungen nun noch besser vorbereitet."

Ausleihe oder auf Schalke bleiben? Das sagt Schubert über seine Zukunft

Und diese Herausforderungen sieht er auf Schalke, wo aktuell Klub-Boss Clemens Tönnies einmal mehr in der Kritik steht*. Zwar gibt es Spekulationen, nach denen die Königsblauen eine neue Nummer eins - Sven Ulreich vom FC Bayern wird da gehandelt* - sucht und Schubert verliehen werden könnte, um Spielpraxis zu sammeln. Doch davon will Schubert offenbar nichts wissen.

"Es spielt für mich in erster Linie keine Rolle, ob ein neuer Torwart kommt: Ich schaue nur auf mich. Mein Ziel ist es, in der nächsten Saison die Nummer eins auf Schalke zu sein", kündigte Schubert an: "Dafür werde ich kämpfen." Eine klare Kampfansage an Ralf Fährmann, der nach seiner Rückkehr das gleiche Ziel hat - und an mögliche Neuverpflichtungen für das königsblaue Tor.

Denn er glaubt nicht, dass er bei David Wagner nun chancenlos sei. Für ihn sei er ein "super Trainer. Sonst wäre auch diese Hinrunde nicht möglich gewesen. Ich weiß: Mit der neuen Saison starten alle wieder bei null – auch wir Torhüter", sagte Schubert: "Ich werde weiter hart an mir arbeiten, will auch körperlich noch einmal etwas draufpacken und in der neuen Saison wieder angreifen."

Und dann endgültig die Nummer eins auf Schalke werden.

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Rubriklistenbild: © picture alliance/Bernd Thissen/dpa-Pool/dpa

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