Wunsch an DFB-Team

De Maiziere: Mit Hymne zum Land bekennen

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Das DFB-Team bei der Nationalhymne.

Berlin - Bundesinnenminister Thomas de Maiziere wünscht sich von den deutschen Fußball-Nationalspielern künftig mehr Gesangseifer bei der Nationalhymne.

Es störe ihn „schon ein bisschen“, dass nicht alle Nationalspieler die deutsche Hymne vor Länderspielen mitsingen würden, sagte der CDU-Politiker weniger als zwei Wochen vor Beginn der WM-Endrunde in Brasilien in einem Interview mit der Bild am Sonntag: „Die Spieler treten für Deutschland an. `Ich würde mich freuen, wenn sie sich mit der Hymne zu ihrem Land bekennen.“

Der für den Sport zuständige Minister vermag die Zurückhaltung jedoch auch nachzuvollziehen. Er könne die Spieler auch verstehen, „wenn sie vor dem Anpfiff gedanklich schon beim Spiel sind“.

Die Intonierung der Hymne durch die Auswahlspieler des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ist nicht zum ersten Mal Thema öffentlicher Erörterungen. Die letzte größere Debatte hatte nach der EM-Endrunde 2012 der frühere DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder mit der Forderung nach einer Pflicht für Nationalspieler zum Mitsingen der Hymne ausgelöst.

Sportlich schätzt de Maiziere die WM-Aussichten der Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw gut ein. „Meine Erwartungshaltung heißt Halbfinale. Danach hängt es von Glück und Konstellation ab“, sagte er und bezifferte die Chancen auf den vierten Titelgewinn für Deutschland auf „50 Prozent“.

Die deutschen WM-Trikots von 1954 bis heute

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Bei der WM erwartet de Maiziere trotz der seit Wochen anhaltenden Proteste, Unruhen und Krawalle in mehreren Städten einen friedlichen Turnierverlauf. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass die Brasilianer es hinbekommen, und fest überzeugt: Wenn das erste Spiel losgeht, wird diese fußballbegeisterte Nation alles dafür tun, sich als gute Gastgeber zu präsentieren“, sagte das Kabinettsmitglied.

Seinen Optimismus begründete de Maiziere mit vergleichbaren Erfahrungen bei der WM-Endrunde 2010: „Vor vier Jahren in Südafrika gab es ähnliche Debatten - und am Ende gar keine Vorfälle.“

SID

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