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Konkurrenz verspricht Gegenwind für RB Leipzig

Ralf Rangnick ist auch der Trainer von RB Leipzig. Foto: Jan Woitas
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Ralf Rangnick ist auch der Trainer von RB Leipzig. Foto: Jan Woitas

Die meisten Zweitligisten sind sich sicher: Ralf Rangnick muss mit RB Leipzig schon dank der millionenschweren Investitionen Meister werden. Doch die Konkurrenz weiß auch, dass der Druck für Leipzig enorm ist.

Leipzig (dpa) - Die hochkarätigen Einkäufe und der exzellente Kader machen RasenBallsport Leipzig erstligareif, doch die Zweitliga-Konkurrenz will nicht klein beigeben.

«Wenn sie gegen uns spielen, müssen sie sich trotzdem warm anziehen, weil’s ein heißes Spiel wird», meinte Trainer Markus Kauczinski vom Mitfavoriten Karlsruher SC. «Vielleicht produziert das auch Druck, vielleicht sind die anderen Mannschaften ja nun noch motivierter. Das muss es für RB Leipzig nicht einfacher machen.»

Ohne Frage wird Trainer-Rückkehrer Ralf Rangnick mit RB Leipzig der Gejagte im Fußball-Unterhaus sein. Das garantieren allein schon die wertvollsten Einzelakteure und die 15,6 Millionen Euro Transferausgaben beim ambitionierten Zweitligisten.

Fußball-Professor Rangnick, der seinen Vertrag als Sportdirektor gerade bis 2019 verlängert hat, weiß um die brisante wie exklusive Ausgangslage. «Wir haben sehr ehrgeizige Spieler, die hohe Ziele verfolgen und deswegen kann mehr Druck, als wir uns intern selber machen, gar nicht von außen kommen», sagte er am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Mit 18 Topspielern hat Rangnick jeden Spieltag die Qual der Wahl. Jeden Mannschaftsteil hat er exzellent verstärkt und mit Topstürmer Davie Selke (SV Werder Bremen) sowie den Abwehrspielern Atinc Nukan (Besiktas Istanbul) und Willi Orban (1. FC Kaiserslautern) begehrte Spieler bei insgesamt zwölf Neuzugängen bekommen.

Rangnick schiebt die Favoritenrolle beiseite. «Ich möchte noch einmal ganz klar betonen, dass ein Aufstieg aus dieser Liga niemals eine Pflichtaufgabe sein kann. Das ist auch eine Frage des Respektes gegenüber den anderen Mannschaften und dazu ist die Konkurrenz auch zu stark. Es wäre einfach überheblich, so zu denken, denn da gibt es einige Vereine, die vorne mitspielen wollen», betonte der 57-Jährige.

«Man sollte aufhören, so einen Hype um Leipzig zu machen. Das ist trotzdem nur eine Mannschaft von 18, die werden in 34 Spielen viel Gegenwind verspüren», sagt Trainer Frank Schmidt vom 1. FC Heidenheim über den von Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz gesponserten Verein. «Ralf Rangnick muss mit dieser Mannschaft eigentlich Meister werden, ich glaube, alles andere wäre eine Riesenenttäuschung für das Projekt Leipzig», sagt Schmidt.

Bielefeld-Coach Norbert Meier sieht die Transferbewegungen beim Kontrahenten emotionslos: «Ich habe keine Lust, bei den Favoriten immer Leipzig zu nennen, nur weil sie den größten Etat haben. Auch sie müssen erstmal spielen.» Anders sieht dies Düsseldorfs Trainer Frank Kramer. «Das bedeutet, dass der überragende Kader unter hervorragender Anleitung eines erfahren Trainers steht.»

Eine interessante Konstellation verspricht bereits der Auftakt am Samstag beim FSV Frankfurt. Die Leipziger treffen auf ihren Ex-Trainer Tomas Oral (2010 - 2011). «In Leipzig haben sie unheimlich viel in Gang gesetzt, das zeigt auch Ralf Rangnick als Trainer. Alle Beteiligten in dem Club setzen alles daran, dass ein attraktiver Ball gespielt wird. Ungeachtet dessen, was alles über RB erzählt und geschrieben wird, tut dieser Club dem Osten unheimlich gut.»

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