Liverpool-Coach der dritte deutsche Welttrainer

Klopp zum Trainer des Jahres gewählt - Messi, Ronaldo und van Dijk erleben überraschende Fifa-Wahl

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Jürgen Klopp ist Welttrainer des Jahres 2019.

Jürgen Klopp ist als dritter deutscher zum Welttrainer des Jahres gewählt worden. Den Titel als Weltfußballer holte sich Lionel Messi zurück.

Mailand - Jürgen Klopp ist Welttrainer des Jahres, Lionel Messi zurück auf dem Thron der Fußball-Welt: Während Klopp nach dem Champions-League-Triumph mit dem FC Liverpool als dritter Deutscher die prestigeträchtige Auszeichnung des Weltverbandes FIFA erhielt, stach Messi etwas überraschend den Niederländer Virgil van Dijk und seinen Dauerrivalen Cristiano Ronaldo aus. Mit sechs Titeln ist der Argentinier nun wieder alleiniger Rekordsieger. Bei den Frauen siegte erstmals US-Star Megan Rapinoe.

FIFA-Gala in Mailand - Jürgen Klopp ist Trainer des Jahres

"Vor 20 Jahren hätte wohl niemand gedacht, dass ich heute hier stehe - auch nicht vor 10 Jahren, vermutlich nicht einmal vor vier", sagte Klopp bei der FIFA-Gala "The Best" in Mailand: "Ich muss vielen Leuten danken, angefangen bei meiner Familie, dazu bei meinem fantastischen Klub und nicht zuletzt bei meinem außergewöhnlichen Team. Denn als Coach kann man nur so gut sein, wie sein Team es ist."

Durch die Ehrung in Mailand (die Gala im Ticker zum Nachlesen) folgt der frühere BVB-Coach Klopp auf Frankreichs Weltmeistertrainer Didier Deschamps, der im Vorjahr triumphiert hatte. Aus deutscher Sicht hatten bislang Jupp Heynckes (2013) und Bundestrainer Joachim Löw (2014) den seit 2010 vergebenen Titel gewonnen.

Jürgen Klopp zum Welttrainer geehrt: „Irgendwie macht es dann doch Sinn“

"Ich verstehe individuelle Preise eigentlich nicht hundertprozentig, denn Fußball ist ein Mannschaftssport", meinte Klopp bei seiner Ehrung im mondänen Mailänder Opernhaus "Teatro alla Scala" bescheiden: "Aber irgendwie macht es dann doch Sinn, denn ich bin ein Vertreter für diese Mannschaft.

Den Auftritt im Kreise der größten Stars der Branche genoss Klopp dann aber doch sichtlich. Gut gelaunt scherzte und lachte er auf dem in diesem Fall traditionell "grünen Teppich" mit Journalisten, Trainerkollegen, ehemaligen und aktuellen Spielern. "Virgil hat mir gesagt, ich müsse einen Smoking tragen. Also habe ich versucht, einen zu finden", meinte er augenzwinkernd.

Weltfußballer 2019: Lionel Messi sichert sich zum sechsten Mal den Titel

Bei der Wahl zum Weltfußballer holte sich derweil Messi seine Krone zurück, nachdem im Vorjahr der Kroate Luka Modric triumphiert und damit die zehnjährige "Regentschaft" der jeweils fünfmaligen Weltfußballer Messi und Ronaldo beendet hatte. Messi hatte mit Barcelona in der Liga triumphiert, das Halbfinale der Champions League erreicht und zudem den Goldenen Schuh als bester Torjäger Europas gewonnen.

Einziger deutscher Preisträger ist weiter Lothar Matthäus, der sich bei der Premiere 1991 durchgesetzt hatte. Abstimmungsberechtigt waren in der Wahlperiode vom 31. Juli bis zum 19. August zu je 25 Prozent die Kapitäne und die Trainer aller Nationalmannschaften in der FIFA, die Fans weltweit sowie mehr als 200 Medienvertreter.

Weltfußballerin 2019: Megan Rapinoe thront über allen

Rapinoe, das Gesicht der Frauen-WM in Frankreich in diesem Jahr, setzte sich vor ihrer US-Teamkollegin Alex Morgan und der Engländerin Lucy Bronze durch. Die 34-Jährige war bei der WM bereits mit dem goldenen Ball für die beste Spielerin des Turniers und dem goldenen Schuh für die beste Torschützin (sechs Treffer) ausgezeichnet worden. Zudem hatte die bekannte Aktivistin gegen Rassismus, Homophobie und Geschlechterdiskriminierung mit klaren Statements - vor allem in Richtung des US-Präsidenten Donald Trump - auch außerhalb des Platzes für Aufsehen gesorgt. Für Aufsehen sorgte Rapinoe zudem mit ihrem Outfit - war es vielleicht etwas zu gewagt?

Nationaltorwart Marc-Andre ter Stegen, der bei der Wahl des Welttorhüters zu den drei Finalisten gehört hatte, ging dagegen leer aus. Der 27-Jährige vom spanischen Meister FC Barcelona musste letztlich dem Brasilianer Alisson (FC Liverpool) den Vortritt lassen.

SID

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