Auch Verbandspräsident geht

Italien-Coach Prandelli tritt nach WM-Aus zurück

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Cesare Prandelli hat die Konsequenzen aus dem frühen WM-Aus gezogen.

Natal - Cesare Prandelli ist als Trainer der italienischen Nationalmannschaft zurückgetreten. Italiens Verbands-Präsident Giancarlo Abete tat es ihm nach.

Kurz nach dem Scheitern in der Vorrunde der WM in Brasilien erklärte der 56-jährige Prandelli: „Am Ende des Spiels habe ich zum Verbandspräsidenten gesprochen. Weil es meine Verantwortung ist, habe ich ihm gesagt, dass ich zurücktrete. Wenn die Strategie versagt, bin ich verantwortlich.“

Durch ein 0:1 im letzten Gruppenspiel gegen Uruguay hatte Italien wie schon 2010 in Südafrika nicht die Vorrunde der WM überstanden - auch Verbandspräsident Abete erklärte daraufhin auf der Pressekonferenz gleich nach dem Spiel seinen Rücktritt. „Ich trete ebenfalls zurück. Ich werde dem Fußball aber in meinen anderne Funktionen erhalten bleiben. Mit meinem Rücktritt will ich Platz für einen Neuanfang machen“, sagte Abete.

Prandelli nimmt Rücktritt nicht zurück

Zuvor hatte es noch eine Diskussion über die Ankündigung von Prandelli gegeben. „Ich werde ein Meeting mit der Verbandsspitze einberufen und hoffe, dass er seinen Rücktritt zurücknimmt. Ich hoffe natürlich, dass er das noch einmal überdenkt. Natürlich ist das Ergebnis bitter“, sagte Abete - woraufhin der Trainer antwortete: „Ich werde das nicht zurücknehmen.“

Dies war offensichtlich das Signal für Abete, ebenfalls zu gehen: „Natürlich mache ich das mit einem faden Beigeschmack im Mund, denn ich bin ein großer Fußballfan. Ich war immer Ziel von Kritik, das hat dazu beigetragen.“

sid

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