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Inter nach Blamage im freien Fall

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Wesley Sneijder ist nach der Heimschlappe gegen Novara bedient.

Mailand - Vor zwei Jahren stand Inter Mailand ganz oben: Unter Erfolgstrainer José Mourinho feierten die Mailänder 2010 ihren historischen Triple-Gewinn. Inzwischen befindet sich das Team im freien Fall.

Die Inter-Fans hatten nach der peinlichen Heimpleite gegen Novara endgültig die Nase voll. “Geht arbeiten“ riefen die empörten Anhänger im Mailänder Giuseppe Meazza-Stadion den erneut enttäuschenden Inter-Stars nach dem 0:1 gegen den Tabellenletzten zu. Die Schmach gegen Novara war bereits die neunte Niederlage in 23 Spielen. So schlecht war Inter Mailand seit 65 Jahren nicht mehr. Elf Punkte trennen den Tabellenfünften der Serie A von Spitzenreiter Milan, sogar die Champions League-Teilnahme ist in Gefahr. “Ein Alptraum!“, titelte die “Gazzetta dello Sport“ am Montag. Und die Tifosi fragen sich: Wer soll Inters Absturz auf Raten aufhalten?

Seit dem Champions League-Triumph vor zwei Jahren geht es mit dem Club des Mailänder Öl-Magnaten Massimo Moratti Schritt für Schritt bergab. Mit Erfolgstrainer José Mourinho hat sich bei den Blauschwarzen im Sommer 2010 anscheinend auch die Sieger-Mentalität verabschiedet. Die Mannschaft ist verunsichert, Mittelfeld-Stratege Wesley Sneijder mutierte vom Superstar zum Problemfall. Mit Samuel Eto'o ging vor einem halben Jahr auch noch der erfolgreichste Torjäger, und die Neuzugänge schlagen nicht ein. Zwischenhochs wie die Vize-Meisterschaft in der vergangenen Saison oder der Dienstantritt von Trainer Claudio Ranieri im Herbst vergangenen Jahres waren nur von kurzer Dauer.

Die beliebtesten Fußballclubs Europas

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Der beliebteste Fußballclub Europas ist mit 44,2 Millionen Fans der FC Barcelona. © dpa
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Nur knapp dahinter folgt Real Madrid mit 41 Millionen Fans. © dpa
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Mit 37,6 Millionen Fans landet Manchester United auf dem dritten Podestplatz. © dpa
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Platz Vier: Der FC Chelsea hat 25,6 Millionen Fans. © dpa
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Den höchsten Anhänger-Zuwachs hatte im vergangenen Jahr UEFA-Cup-Sieger Zenit St. Petersburg mit 8,6 Millionen auf insgesamt 23,9 Millionen. Damit landet Petersburg auf Platz fünf. © ap
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Platz Sechs geht mit 23 Millionen Fans an den FC Liverpool. © ap
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Arsenal London platziert sich mit 21,3 Millionen Fans auf Platz sieben. © dpa
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Der AC Mailand schafft es auf den achten Rang (21 Millionen Fans) © ap
Der erste und einzige deutsche Club unter den Top 20 ist der FC Bayern München mit 19,8 Millionen Fans.
Der erste und einzige deutsche Club unter den Top 20 ist der FC Bayern München mit 19,8 Millionen Fans. © dpa
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Platz 10: Juventus Turin hat 17,5 Millionen Fans. © ap
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ZSKA Moskau landet mit 11,1 Millionen Anhängern auf Platz 11. © dpa
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Platz 12: Inter Mailand mit 10,3 Millionen Fans. © dpa
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Olympique Lyon darf sich über 9,4 Millionen Anhänger freuen. © dpa
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Ebenfalls 9,4 Millionen Fans hat Olympique Marseille. © ap
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Galatasaray Istanbul hat 9 Millionen Fans und landet somit auf Platz 15. © ap
Platz 17: Fenerbahce Istanbul (7,3 Millionen Anhänger)
Platz 17: Fenerbahce Istanbul (7,3 Millionen Anhänger) © ap
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Ajax Amsterdam hat ebenso wie Wisla Krakau 6,5 Millionen Fans und landet damit auf Platz 18. © dpa
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Der nächste deutsche Club in der Rangliste ist Werder Bremen. Mit 3,3 Millionen Fans landen die Bremer auf Rang 22. © dpa
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Der Hamburger SV belegt Platz 28 mit 3,3 Millionen Fans. © dpa
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Borussia Dortmund kommt knapp hinter dem Hamburger SV mit 3,1 Millionen Fans. © dpa
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FC Schalke 04 kommt auf Rang 33. © dpa
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Auch der Glanz von Retter Ranieri scheint schon wieder verblasst. Nach dem total enttäuschenden Kurz-Gastspiel von Gian Piero Gasperini hatte der weißhaarige Signore den Club übernommen und das Team aus der Abstiegszone wieder an die Spitze herangeführt. Jetzt aber geht seinem Kader schon wieder die Luft aus, Ranieri steht in der Kritik, auch wenn er zurecht beklagte, dass sein Team gegen Novara und in den Spielen zuvor “vom Pech verfolgt“ war. “Jetzt wird es zappenduster für Ranieri“, prophezeit die Gazzetta.

Moratti sprach Ranieri zwar erneut öffentlich das Vertrauen aus, viel Wert ist dies aber nicht. Der 66-jährige Club-Boss ist bekannt dafür, Trainer in Rekordzeit zu verschleißen. Seitdem Mourinho nach dem Gewinn des Triple seinen Vertrag gekündigt hat und zu Real Madrid gewechselt ist, hat es Moratti mit vier Trainern versucht. Der hoch eingeschätzte Rafael Benitez wurde nach nur wenigen Monaten von Milans Ex-Coach Leonardo ersetzt. Der Brasilianer holte immerhin den zweiten Platz in der Serie A, verabschiedete sich aber schnellstens in Richtung Paris. Dann folgten Gasperini und schließlich Ranieri.

Die Trainer wechseln, die Zahlen aber bleiben ernüchternd: Nach 23 Spielen steht Inter so schlecht da, wie noch nie seit Einführung der Dreipunkteregelung. “Jetzt müssen wir uns neue Ziele setzen“, sagt Dejan Stankovic. Der Wiedereinzug in die Champions League ist nun das Ziel Nummer eins, die Meisterschaft haben die Mailänder abgeschrieben.

dpa

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