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"20 Frauen für einen Michael Ballack? Nein"

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Drei Frauen? Noch weit weg von einem Michael Ballack

Hamburg - Ein Sommermärchen reloaded begeistert die Republik, die mediale Aufmerksamkeit hat das Ausmaß wie bei den Männern erreicht. Also alles super? Oder nicht?

Volle Stadien, tolle Stimmung und Millionen vor den TV-Geräten - Fußball-Deutschland ist dank der Frauen-WM wieder in Party-Stimmung. Ein Sommermärchen reloaded begeistert die Republik, die mediale Aufmerksamkeit hat das Ausmaß wie bei den Männern erreicht. Also alles super? Oder nicht?

Nein! Zumindest was das Geld betrifft. Von den Millionengagen der männlichen Kollegen sind die Frauen ebenso weit entfernt wie die Erde vom Mond. „20 Frauen für einen Michael Ballack, damit kommen sie nicht hin“, sagte Konstantin Liolios, Berater des Nationalspielers Kevin Großkreutz, dem SID. Mit den Frauen sei einfach nicht so viel Geld zu verdienen wie mit den Männern. „Da werden wir auch nicht hinkommen, es gibt zu wenig Attraktivität - mit Ausnahme der laufenden WM“, sagt Liolios.

Dreifacher Trikot-Striptease und mehr: So sexy war die WM bisher

So sexy war die Frauen-WM

Die WM ist auch vorbei. © dpa
Trikot-Striptease, Teil 2: Die Dame, die wir Ihnen vorhin schon gezeigt hatten, ist Rebecca Smith aus Neuseeland. Daumen hoch auch von uns. © dpa
Fans, ... © AP
... Spielerinnen, ... © Getty
... Schiedsrichterinnen, ... © AP
... Trainerinnen, ... © Getty
... Expertinnen, ... © AP
... und prominente Gäste boten bei der WM bisher allerlei sexy Ansichten. Hier sehen Sie ein Best Of der heißen Bilder. © Getty
Trikot-Striptease, Teil 1: Fatmire Bajramaj zeigt in einem unbeobachteten Moment, was sie drunter hat. © dpa
Man beachte auch die unglaublichen Bauchmuskeln. © dpa
Man beachte die Blicke der Herren auf der Tribüne. © Getty
Hier sehen Sie weitere schöne Ansichten von der Frauen-WM. © Getty
Trikot-Striptease, Teil 4: Eher unfreiwillig zeigt Celia Okoyino da Mbabi am Rande des WM-Aus, was sie drunter trägt. © Getty
Und zwar: Einen sexy schwarzen Sport-BH und einen sehr durchtrainierten Bauch. © AP
Es ist Salto-Zeit! © dapd
Das Trikot von Samba-Star Cristiane rutscht zwar hoch. © dapd
Aber nicht weit genug. © Getty
Da sind die beiden nicht alleine. © AP
Marta: Schaut her, was ich da habe! © AP
Sexy finden das wohl höchstens Frisur-Fetischisten. © dapd
Aber kurios anzusehen ist Wendie Renards Haarpracht allemal. © dapd
Sexy? Geschmacksache. Kurios? Allemal. © Getty
Schlaaaand! © Getty
Englaaaaand! © Getty
Bei dieser Ausstellung wurde es gar sehr kurios. © dpa
Ist Heather Mitts (USA) die Schönste? © AP
Oder Sophie Bradley (England)? © AP
Oder Alex Morgan (USA)? © AP
Alex Morgan ... © Getty
... ist sicherlich ganz vorne mit dabei. © Getty
Wow! © Getty
Der Fotograf ... © Getty
... ist ganz offensichtlich Fan. © Getty
Wir sind es auch. © Getty
Und noch eine der meistfotografierten Damen! © Getty
Die US-Keeperin. © Getty
Ihr kurioser Name: Hope Solo © Getty
Für viele eine der schönsten Frauen der WM: © Getty
Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus © Getty
Auch sie vertritt Deutschland © dpa
Resolut, aber immer sympathisch © dpa
Puh, ist das eine Hitze! © AP
Die Brasilianerinnen trainierten kurzerhand nicht in Trikots. © AP
Sondern in Bustiers © AP
Ein hübscher Anblick © AP
Ein sehr hübscher © AP
Der Ball ist rund. © AP
Und nicht nur der. © AP
Wow! © AP
Ein schönes Lächeln - oder wo haben Sie hingeschaut? © dpa
Na, wo sind denn die Hände? © dpa
Hier sehen Sie weitere schöne Ansichten von der Frauen-WM. © dpa
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Ups, bei Jill Loyden (USA) ist wohl was durchsichtig. © dpa
US-Nationalspielerin Heather Mitts © dpa
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Ein durchschnittlicher Bundesliga-Profi kassiert etwa eine Million Euro pro Jahr an Gehalt. Bei den Frauen verdient selbst eine Nationalspielerin in ihrem Klub nur im mittleren vierstelligen Bereich, kaum eine sechsstellig pro Jahr.

Trotzdem sagte Siegfried Dietrich, Manager beim 1. FFC Frankfurt: „Der Frauen-Fußball erreicht gerade ein ganz neues Level. Die Euphorie ist riesig. Der Ball liegt im Feld und es ist an uns, ihn zu verwandeln.“ Und so läuft die Vermarktungsmaschinerie schon längst auf Hochtouren.

Es gibt eine Barbie-Puppe im DFB-Dress, Trikots, die die weibliche Figur betonen, einen eigenen WM-Ball und sogar die ersten Panini-Bildchen. „Die Frauen sind jetzt auf dem Niveau wie die Männer 1974. Ich sage, dass noch in 20 oder 30 Jahren die Gesichter von Lira Bajramaj, Kim Kulig oder Celia Okoyino da Mbabi auf der Straße erkannt werden.“

Wo Berater im Milliardengeschäft Männerfußball oft als Fluch angesehen werden, weil sie für den schnellen Euro manchmal alles zu tun bereit sind, sind die Motive beim weiblichen Geschlecht zwangsläufig andere. „Wir zielen nicht auf den schnellen finanziellen Vorteil“, sagte etwa Dietmar Ness. Seit 2006 berät er Fatmire Bajramaj und plant ihre Karriere langfristig.

Es geht ihm um Nachhaltigkeit. „Lira ist eine sehr attraktive junge Frau mit einer tollen Persönlichkeit, und sie spielt erfrischenden Fußball. Natürlich ist sie da für die Wirtschaft als Werbepartner interessant. Aber wichtig ist, dass Lira hinter dem Produkt steht. Wir setzen nicht auf Masse. Das Paket muss passen“, betonte Ness.

Jung, schön und erfolgreich: Wohl keine Spielerin verkörpert die neue Generation der Fußballerinnen besser als Bajramaj. Sie werden als sexy Spielerinnen gesehen und gepusht - und nicht mehr als kickende Mannsweiber wahrgenommen. Das ist hilfreich für den Abschluss eines Werbevertrages, aber gleichzeitig auch gefährlich. Die Strategie „Sex sells“ nutzt sich schnell ab. „Es ist kein Verbrechen, gut auszusehen, aber dieser Aspekt darf nie im Vordergrund stehen“, äußerte Dietrich, „das Paket aus Leistung, Aussehen und Persönlichkeit muss stimmen.“

Der Slogan eines großen deutschen Elektrohändlers hat sich jedenfalls schon jetzt bewahrheitet: Es wird „die schönste WM aller Zeiten“. Daran lässt sich nicht mehr zweifeln. Aber was kommt nach dem Spektakel? Tristesse? „Wenn wir mit der Frauen-Bundesliga vom Medien- und Zuschauerzuspruch das Niveau der 3. Liga bei den Männern erreichen: Das wäre schon schön“, sagte Ness.

sid

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